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"Es gibt noch Unternehmen, die haben freie Stellen!"

Pressemitteilung der Agentur für Arbeit

Ute Ackerschott. Foto: Lothar Kaiser

Die Krise erreicht zusehends immer mehr Unternehmen in Solingen und  Remscheid und bestimmt mit über deren Geschäftsablauf. Einige Firmen reagieren auf die dünner werdende Auftragsdecke verstärkt mit  Freisetzungen, was sich in einer Zunahme der Arbeitslosmeldungen  nach einer Erwerbstätigkeit widerspiegelt. Parallel zeigt sich eine gewisse Stagnation bei den Einstellungszahlen.  Außerdem versuchen 202 Firmen mit Kurzarbeit in den verschiedensten quantitativen und zeitlichen Ausprägungen auf die Auftragsflaute zu  reagieren. Da der Beratungsbedarf auf anhaltend hohem Niveau liegt, ist  mit einer weiteren Zunahme an kurzarbeitenden Betrieben zu rechnen  Dass aber nicht überall Krise ist, zeigen insbesondere die Firmen, die  jetzt für Ihre Produktion vor allem gut ausgebildete Fachkräfte einstellen.  Und davon gibt es sogar noch mehr als im Vormonat. Das Stellenangebot ist gegenüber dem Februar um 22,4 Prozent auf 224 Beschäftigungsmöglichkeiten gestiegen. Davon profitieren konnten auch die 205 Männer  und Frauen, die ihre Arbeitslosigkeit durch Beschäftigungsaufnahme  beenden konnten.  Beruhigend ist auch, dass erheblich weniger junge Menschen nach ihrer  Ausbildung nicht weiter beschäftigt wurden.  In der Summe stand dann aber der höheren Zahl an Zugängen, die geringere Zahl an Abgängen, gegenüber, so dass die Arbeitslosigkeit im  Ergebnis auf 5.691 und somit um 302 oder 5,6 Prozent angestiegen ist.  Entsprechend ist die Arbeitslosenquote von 9,0 Prozent auf 9,5 Prozent gestiegen.  Vor einem Jahr hatte sie noch bei 8,5 Prozent gelegen.

Aktuell gibt es 202 (Vormonat:109) Betriebe in Remscheid, die (konjunkturelle) Kurzarbeit eingeführt haben, um die Produktion an die neuen  Gegebenheiten anzupassen, ohne sich von den MitarbeiterInnen zu  trennen. Zudem liegen der Agentur insgesamt 46 (56) Anfragen vor,  die erfahrungsgemäß auch zu einem großen Teil in Kurzarbeit umgesetzt werden.  „Das ich mit dem Ergebnis nicht glücklich bin, ist natürlich keine Frage“,  so Ute Ackerschott, Leiterin der Arbeitsagentu., „Aber ich sehe auch  nicht den ganzen Arbeitsmarkt in der Krise. Erfreulich ist, dass es auch  immer noch Unternehmen gibt, die weiterhin ArbeitnehmerInnen ein- stellen. Trotz der angespannten Situation in vielen Betrieben, hat das  Stellenangebot gegenüber dem Vormonat zugenommen. Insgesamt  224 neue Arbeitsplätze sollten sicher nicht nur eine Randnotiz wert sein.  205 Beschäftigungsaufnahmen quer durch alle Branchen signalisieren  mir dazu, dass es für motivierte Kräfte immer noch Beschäftigungsmög lichkeiten gibt. Deshalb auch gleich wieder meine Bitte an alle, die eine  Beschäftigung suchen. Bleiben Sie am Ball und sagen sich bitte nicht,  da habe ich sowieso keine Chance, sondern sagen sich umgekehrt, das  ist meine Chance. Nutzen Sie allein die in Remscheid vorhandenen 416  Stellenangebote, um sich spezifisch zu informieren. Sprechen Sie mit  Ihrem Vermittler über Ihre Möglichkeiten. Sprechen Sie auch mögliche  Hemmnisse an. Die Zeit der Arbeitslosigkeit kann für Weiterbildung  genutzt werden. Ggfl. können auch finanzielle Zuschüsse den Weg in  den neuen Job ebnen. Keine Arbeitsaufnahme sollte aus meiner Sicht  am Geld scheitern. Und welchen Grund gibt es jetzt noch, dass Sie bei  den nächsten Einstellungen nicht dabei sein sollten?

In dieser für viele unserer Firmen schwierigen Situation, zwischen betriebswirtschaftlichen und andererseits personalpolitischen Aspekten  entscheiden zu müssen, möchte ich mich besonders bei den über 200  Unternehmen bedanken, die sich vor Personalanpassungen zuerst von  uns zu Thema Kurzarbeit haben beraten lassen und nach eingehender  Beratung und Prüfung dann auch eingeführt haben. Das kann man aus  meiner Sicht nicht hoch genug bewerten. Dadurch erhalten Sie das  Know how für Ihren Betrieb und auch für den Standort Remscheid.  Schon aus diesem Grunde möchte ich auch alle die Firmen bitten, die  sich vor Produktionsrückgängen und damit verbunden vor Personalanpassungen sehen, sich zuerst mit uns in Verbindung zu setzen. Meine  MitarbeiterInnen stehen für Auskünfte über Kurzarbeit zur Verfügung.  Gleichzeitig können Sie meine Spezialisten aus dem Arbeitgeberservice  (AGS) darüber beraten, wie Sie und Ihre Mitarbeiter die freie Zeit der  Kurzarbeit sinnvoll für Qualifizierung nutzen und Sie damit sogar die  Kosten der Kurzarbeit senken können. Lassen Sie diese kostbare Zeit  bitte nicht einfach ungenutzt verstreichen.“

Die Entwicklung der Arbeitslosigkeit verlief in diesem Monat etwas un- günstiger für den SGB II -Bereich. So waren im Bereich SGBIII (Ar- beitslosenversicherung) mit 1.855 Arbeitslosen in diesem Monat insgesamt 130 oder 7,5 Prozent Arbeitslose mehr zu verzeichnen. Dagegen wurden  im Bereich des SGB II (Jobcenter) bei 3.836 Beschäftigungslosen je- doch insgesamt 172 oder 4,7 Prozent Beschäftigungslose mehr gezählt.  Im Vergleich zum Vorjahr steht dagegen der SGBII – Bereich besser da.  Wurden im Rechtskreis SGBIII insgesamt 458 oder 32,8 Prozent mehr Arbeits-

Im Berichtsmonat ist die Zahl der Arbeitslosen insgesamt leicht zurück- gegangen, jedoch sind die Zugangszahlen aus den Betrieben, wenn  auch nur leicht, angestiegen.  Insgesamt gingen 1.068 Meldungen von Arbeitslosen ein, das waren 15  oder 1,4 Prozent weniger als vor einem Monat. Der Vergleichswert des Vorjahres lag dagegen bei nur 879 Arbeitslosmeldungen.  Darunter waren 521 Neuzugänge nach einer Erwerbstätigkeit, das sind  85 oder 19,5 Prozent mehr als noch im Februar. Davon entfielen auf den SGB  III-Bereich 333 (Vormonat: 274) und auf den SGB II-Bereich 188 nach  162 im Vormonat.

Daneben haben noch 224 (Vormonat: 284) Männer und Frauen eine  Ausbildung/ Qualifizierung beendet haben. Darunter auch 26, die eine   betrieblich/außerbetriebliche Ausbildung beendet haben. Die Vergleichszahl des Vormonats lag hier bei 76. Erfreulicherweise konnte die  Tendenz beendet werden, dass vermehrt junge Menschen nach ihrer  Ausbildung nicht übernommen werden. Daneben beendeten auch 141  Männer und Frauen eine Trainingsmaßnahme. Der Vergleichswert von  Februar lag bei 124.

Nach der vergleichsweise positiven Entwicklung im Februar mit 911 Abgängen, ist die Zahl, auch aufgrund der Gesamtentwicklung, wieder zu- rückgegangen. Im Berichtsmonat wurden insgesamt 781 Abgänge aus der Arbeitslosigkeit registriert. Gegenüber dem Vormonat sind dies 130 oder 14,3 Prozent weniger Abmeldungen. Der Wert des Vorjahres lag bei 997 und damit  ebenfalls höher. Davon entfielen auf den SGB III-Bereich 346 (Vormonat: 382) und auf den SGB II-Bereich 435 (Vormonat: 529).  Trotz der angespannten Situation auf dem Arbeitsmarkt, konnten im ab- gelaufenen Monat insgesamt 205 Männer und Frauen eine Beschäftigung aufnehmen, das waren „nur“ sechs weniger als im Vormonat.  Damit scheint der Markt für gute Kräfte durchaus weiter aufnahmefähig  zu sein.

Die Arbeitslosigkeit hat im Berichtsmonat bei Personen unter 25 Jahren ebenfalls zugenommen. Von den insgesamt 302 zusätzlichen arbeitslosen waren 38 im Alter unter 25 Jahre.  Am Ende des Berichtsmonats waren in Remscheid 632 Arbeitslose gemeldet, die das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet hatten. Damit hat  sich die Zahl der Beschäftigungslosen bei dieser Personengruppe gegenüber dem Vormonat um 38 oder 6,4 Prozent erhöht. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Betroffenen sogar um 175 oder 38,3 Prozent höher. Damit  liegen beide Zunahmen über den Vergleichsraten (+ 5,6 Prozent bzw. +10,5 Prozent)  für alle Arbeitslosen. Aktuell beträgt die Arbeitslosenquote 9,4 Prozent nach 8,8 Prozent im Vormonat und  6,7 Prozent vor einem Jahr.

Bei den unter 20-Jährigen gab es dagegen keine Veränderung. Insgesamt wurden wieder 111 Arbeitslose gezählt. Vor einem Jahr lag der  Vergleichswert dagegen bei nur 74 Beschäftigungslosen.    Die Arbeitslosenquote liegt damit weiterhin bei 5,4 Prozent und 3,7 Prozent vor einem  Jahr.  Betreut werden in Remscheid 322 (Vormonat: 307) Jüngere unter 25  Jahre durch die Arbeitsagentur und 310 (287) von der ARGE. Die Ver- gleichswerte von vor einem Jahr lagen mit 187 um 135 oder 72,2 Prozent niedriger und im SGB II -Bereich mit 270 Betroffenen um 40 oder 14,8 Prozent  niedriger. Von den Jüngsten werden 35 im Bereich SGB III und 76 von der ARGE  betreut. Die Vorjahresergebnisse lagen bei 15 bzw. 59 Arbeitslosen.

Von der Zunahme der Arbeitslosigkeit (+302) entfielen auf die Personenkreis über 50-Jährigen (und älter) insgesamt 64. Somit war dieser Perso nenkreis nur unterdurchschnittlich von der Zunahme der Arbeitslosigkeit  betroffen. Am Berichtsmonatsende suchten 1.449 Männer und Frauen  dieser Altersgruppe in Remscheid eine Beschäftigung. Vor einem Jahr  wurden 1.367 Beschäftigungslose gezählt.

Zur Arbeitslosengruppe der 55-Jährigen (und älter) gehören 791 Männer und  Frauen ; hier liegt die Zunahme der Arbeitslosigkeit  gegenüber dem Vormonat nur bei plus 28 oder 3,7 Prozent und damit ebenfalls  unter der Gesamtveränderungsrate von plus 5,6 Prozent. Im Vergleich zum  Vorjahr muss bei diesem Personenkreis jedoch ein stärkerer Anstieg  der Arbeitslosigkeit verzeichnet als für alle anderen. Insgesamt 100  oder 14,5 Prozent mehr Betroffene sind zu zählen. Hier ist der Anstieg jedoch  hauptsächlich mit dem Wegfall der sogenannten „58-er Regelung“ zu  begründen, womit ein Abmelden aus der Arbeitslosigkeit erschwert wurde.

Insgesamt werden 510 Männer und Frauen im SGBIII - Bereich und  939 im SGBII- Bereich betreut. Die Vergleichswerte des Vorjahres lagen  bei 463 (zum aktuellen Wert -47 oder -10,2 Prozent) bzw. 904 (-35 oder 3,9 Prozent)

Von der Zunahme der Arbeitslosigkeit im Berichtsmonat sind Langzeit- arbeitslose nur gering betroffen. Insgesamt wurden 42 oder 2,1 Prozent mehr  gezählt, während die Arbeitslosigkeit insgesamt um 5,6 Prozent gestiegen ist.  Aktuell sind 2.059 oder 36,2 Prozent aller in Remscheid gemeldeten Arbeitslosen dieser Personengruppe zuzurechnen.  

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