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Ein Beispiel für misslungene städtische Öffentlichkeitsarbeit

Die Pressemitteilung der Stadt Remscheid ist auch heute noch auf einer städtischen Internetseite nachzulesen. Zitat: „Ein leitender Mitarbeiter der Sozialverwaltung wurde wegen des Vorwurfs dienstlicher Vergehens von der Oberbürgermeisterin zunächst beurlaubt. Derzeit geht das Personalamt den in Rede stehenden Vorwürfen nach, hört dazu auch den betroffenen Mitarbeiter an, um danach zu einer abschließenden Einschätzung der Gesamtsituation und einer angemessenen Personalentscheidung zu kommen. Mit Blick auf das laufende Verfahren wird sich die Verwaltung daher derzeit nicht zu den im Raume stehenden Vorwürfen und zu eventuellen Konsequenzen äußern.“ (Anmerkung: Ob es sich hierbei um ein einziges Vergehen handelt oder mehrere, geht aus dem grammatikalischen Fehler im Text nicht hervor.) Die Meldung datiert vom 10. März dieses Jahres, ist also inzwischen mehr als fünf Monate alt. Da wüsste man doch gerne, wie die „angemessene Personalentscheidung“ aussieht.

Denn wie aus dem Umfeld von Oberbürgermeisterin Beate Wilding verlautete, ist es längst zu einer „abschließenden Einschätzung der Gesamtsituation“ gekommen – nach Befragung des zunächst beurlaubten Fachbereichsleiters aus dem Dezernat von Burkhard Mast-Weisz und unter Hinzuziehung der städtischen Gleichstellungsbeauftragten, die von Mitarbeiterinnen des Fachbereichsleiters kontaktiert worden sein soll. Zwei diesbezügliche Anfragen des „Waterbölles“ bei der städtischen Pressestelle vom 3. Juli und 1. August blieben bis heute unbeantwortet. Sven Wiertz, der persönliche Referent der Oberbürgermeisterin, zeigte sich am vergangenen Freitag am Telefon verwundert; da habe es doch, wenn es sich recht erinnere, schon von geraumer Zeit eine zweite Pressemitteilung gegeben. Es könne aber auch sein, dass die nicht von der Stadtverwaltung herausgegeben worden sei, sondern vom Anwalt des Fachbereichsleiters. Der städtische Mitarbeiter soll inzwischen das Dezernat gewechselt haben (müssen) und nunmehr unter Helmut Kennepohl arbeiten.

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Kommentare

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Chronist am :

Wer derzeit im Bereich Jugend&Soziales vertretungsweise die Arbeit des ins Baudezernat versetzten leitenden Mitarbeiters mache, wollte heute der Jugendhilfeausschuss von Burkhard Mast-Weisz wissen, und was denn aus der vakanten Stelle werde. Der kündigte für die nächste Ausschuss-Sitzung einen nichtöffentlichen Teil an.

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