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Im Entwurf: Ein Gesundheitszentrum am Lenneper Bahnhof

„Nach vorläufiger grober Kostenschätzung des Büros BKR kann von einem Gesamtfinanzierungsvolumen von 6.390.000 € für die Neustadt Lennep und einem Gesamtfinanzierungsvolumen von 1.295.000 € (plus weiterer einer Million  € für den vorgeschlagenen, förderfähigen Verfügungsfonds = gesamt 2.295.000 €) sowie weiterer 422.000 € für die bereits finanzierte und geförderten letzten Straßenbaumaßnahmen in der Altstadt Lennep (Neugasse, Bachstraße, Eingangsbereich Mollplatz/Am Schellenberg/Gänsemarkt) sowie geschätzten 5.500.000 € für den III. Bauabschnitt des Deutschen Röntgen-Museums ausgegangen werden. (…)

Die Einplanung von investiven Maßnahmen reduziert den durch die Kreditlinie vorgegebenen Handlungsspielraum der Stadt Remscheid für andere Investitionen. Die Auftragsvergabe kann zudem erst erfolgen, wenn die Finanzierung der Maßnahmen durch die Zusage des Landes (rechtskräftiger Bewilligungsbescheid) und konkrete Förderzusagen Dritter gesichert ist. Die Einplanung der Maßnahmen in den einzelnen Jahren muss sich zudem an der konkreten Zurverfügungstellung der Landesmittel orientieren, da eine Vorfinanzierung von Zuweisungen durch Kommunen in der vorläufigen Haushaltswirtschaft für spätere Zeiträume nicht in Betracht kommt. Dies bedeutet konkret, dass die Stadt Remscheid mit der Durchführung von förderfähigen oder geförderten Maßnahmen erst und nur dann beginnen kann, wenn sichergestellt ist, dass der notwendige Liquiditätsbedarf rechtzeitig durch Auszahlung der Fördermittel gedeckt werden kann. Der nach Baufortschritt anfallende Liquiditätsbedarf muss stets ohne Vorfinanzierung durch die Stadt Remscheid mit Fördermitteln refinanziert werden können. Schließlich steht die Einplanung der Gesamtmaßnahme unter dem Vorbehalt der Finanzierbarkeit im städtischen Haushalt bzw. des hierzu notwendigen Haushaltsplanbeschlusses.“

Vorgesehen ist, dass die Verwaltung zum 30. Juni 2009 den Förderantrag nach den Richtlinien Stadterneuerung 2008 stellt – erst einmal zur Fristwahrung - stellen. Dieser Antrag sei dann, sobald konkretere Angaben vorliegen, zu aktualisieren/weiter zu konkretisieren. Sobald die Endfassungen des Städtebaulichen Entwicklungskonzeptes und des Integrierten Handlungskonzeptes Lennep Altstadt vorliegen, werden sich die politischen Gremien damit beschäftigen. Die wesentlichen Stärken und Schwächen Lenneps sind im vorliegenden Entwurf ebenso beschrieben wie Einzelziele:

  • die Häufung sozial benachteiligter Bevölkerungsgruppen insbesondere entlang der Alten Kölner Straße,
  • die überdurchschnittliche Häufung von leer stehenden Wohneinheiten im südlichen Teil der Kölner Straße/Alte Kölner Straße,
  • unattraktive, z.T. auch ungepflegte Häuserfassaden,
  • Sicherung und Revitalisierung des Nebenzentrums Lennep (Warenhaus Hertie),
  • Ausbau des regionalen Radwegenetzes,
  • Sicherung der ärztlichen Versorgung in Lennep, z.B. durch Schaffung eines Gesundheitszentrums,
  • Erschließung des Gewerbegebiets Bahnhof Lennep und  Entwicklung des Bahnhofs Lennep und seines Umfeldes.
  • überdurchschnittlicher Rückgang der Einwohnerzahlen,
  • höherer Migrantenanteil als in anderen Stadtteilen
  • überdurchschnittliche hohe Fluktuationsrate gegenüber der Gesamtstadt.

Alles in allem sehen die Planer für die Lenneper Neustadt gravierende Funktions- und Strukturmängel und damit einen erheblichen Handlungsbedarf. Bei weiter rückläufiger Bevölkerungsentwicklung werde sich der „Trend der Abwärtsbewegung verstetigen und den (künftigen) Handlungsdruck weiter verschärfen. Und sie sehen zahlreiche Schnittstellen zwischen der Neustadt und der Altstadt Lenneps, so dass die Konzepte aufeinander abgestimmt werden müssten. Vorsichtige Kritik gilt der Altstadt. Sie wirke „in einigen Bereichen so, als würde sie ihre Nischenfunktion nicht konsequent ausnutzen. Zu benennen sind insbesondere Tourismus, Gastronomie und spezialisierter Einzelhandel.“ (Das hätte man ehrlicherweise auch entschiedener sagen können.) Das integrierte Handlungskonzept sieht insbesondere die Aufwertung des südlichen Alten Marktes ("Marktbebauung") vor – ein Plan, für den aber bisher kein Investor gewonnen werden konnte. Für die 2010 und 2011 anstehenden Umgestaltung des Straßenraumes in der Neugasse, der Bachstraße sowie im Eingangsbereich Mollplatz/Am Schellenberg/Gänsemarkt liegt, so die Planer weiter, bereits eine Bewilligung des Landes NRW vor; die Maßnahme sei haushaltsmäßig veranschlagt.

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Chronist am :

Das Land NRW verknüpft die städtebaulichen Entwicklung von Lennep mit der weiteren finanziellen Förderung des Deutschen Röntgen-Museums: Nach neuen Richtlinien soll der weitere Museumsumbau nur bezuschusst werden, wenn die Stadt einen Plan zur städtebaulichen Entwicklung vorlegt. Der Museumsumbau kostet insgesamt mehr als zehn Millionen Euro. Mitte des Jahres will die Museumsleitung beim Land den Förderantrag für den dritten Bauabschnitt (5,5 Millionen Euro) einreichen, verbunden mit dem Förderantrag nach den Richtlinien der „Stadterneuerung 2008“.

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