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Das Gute: „Taraxum Ruderalia“ ist auch noch essbar

Von Hans Gerd Göbert

Das Frühjahr ist doch unbestritten neben Sommer, Herbst und Winter eine der schönsten Jahreszeiten. Es sprießt und blüht überall in einer solchen Vielfalt und Intensität, dass sich die Jungen wie die Alten daran lange erfreuen. Wer schon einmal in Frankreich war, zum Beispiel in der Normandie oder der Bretagne, der weiß, dass dort im Frühjahr besonders die zahlreichen Kreisverkehre auffallen. Selbst in den kleinsten Orten sind diese mit einer blühenden Blumenpracht der unterschiedlichsten Arten bepflanzt und vor allen Dingen so liebevoll gepflegt, dass man überall gerne anhalten würde.

In Remscheid gibt es inzwischen auch Kreisverkehre, wie z.B. seit ein paar Jahren auf dem Hohenhagen. Der ist ebenso liebevoll bepflanzt. Allerdings stellt der Betrachter fest, dass hier anscheinend nur eine Blumensorte gepflanzt wurde, nämlich „Taraxacum sect. Ruderalia“, den gemeinen Löwenzahn, der in seiner unendlichen Pracht alle möglichen anderen Pflanzen überwuchert hat. Es ist nur ärgerlich, dass diese sonnengelb blühende, sich über ihre Samen schnell in alle Himmelsrichtungen verbreitende Blume nur etwa zwei Wochen blüht. Danach widmet sie sich so intensiv ihrer Vermehrung, dass sich daran in den kommenden Jahren auch alle Anlieger ringsum erfreuen können.

Ein Schelm, wer jetzt meint, die fehlende Pflege des Kreisverkehrs sei eine Unterlassungssünde der Stadtverwaltung, die ja für nichts mehr Geld hat. Das ist schon eher eine gut gemeinte Wohltat an den Bürgern, damit diese nicht für teures Geld extra Pflanzen für ihre eigenen Gärten kaufen müssen. Man nimmt ihnen diese Sorgen mit dem gemeinen Löwenzahn auf wirkungsvolle Weise ab.

Ja, und die Kommunen in Frankreich, meinen die es nicht so gut mit ihren Bürgen? Nein, die sind einfach noch nicht so weit mit dem multiplen, vielseitig verwendbaren Bepflanzungsprogramm für Kreisverkehre und sonstige kommunale Grünflächen. Die wissen nämlich noch nicht, dass „Taraxum Ruderalia“ besonders im jungen Wachstumsstadium essbar ist. Also deckt die Stadt Remscheid ihren Bürgern im Frühjahr indirekt auch noch die Tisch. Es sei denn, ich hätte am Kreisverkehr Hohenhagen ein Schild übersehen, auf dem stehen würde: "Betreten und Pflücken verboten!" Das wäre schade, er schmeckt doch so gut.

Auch das Gelände des Berufskollegs Technik scheint in diesem Jahr noch keinen Gärtner gesehen zu haben. Foto: Lothar KaiserWaterbölles-Anmerkung: Derartige „Taraxum Ruderalia“-Ansiedlungen finden sich  auf vielen Grundstücken, die sich im Besitz der finanzschwachen Stadt Remscheid befinden. Beispiel rechts im Bild: Das Gelände des Berufskollegs Technik an der Neuenkamper Straße.Dort hat der Löwenzahn nicht nur Beete und Randstreifen erobert, sondern auch eine Aspaltfläche. Lehrer und Schüler scheint das nicht weiter zu stören. Wie wäre es mit einem Aktionstag "Praktisches Arbeiten an frischer Luft"? (Siehe auch Zehn Männer halten in RS das öffentliche Grün sauber.)

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Kommentare

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Michael Dickel am :

Die Pflanze wird auch gerne als Grabschmuck verwendet.

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