Skip to content

Anzeige

Bau-Innung Remscheid Innung für elektrotechnische Handwerke Remscheid Fachinnung für Metall- und Graviertechnik Innung für Sanitär- und Heizungstechnik Remscheid
Dachdecker-Innung Remscheid Friseur-Innung Remscheid Maler- und Lackierer-Innung Remscheid Kraftfahrzeughandwerk Remscheid

Regionales Bildungsnetzwerk soll Schulen unterstützen

Foto: Lothar Kaiser

Im Forum des Schulzentrums Klausen unterzeichneten heute Nachmittag Staatssekretär Günter Wienands vom Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen, Oberbürgermeisterin Beate Wilding und Stadtdirektor Burkhard Mast-Weisz einen Kooperationsvertrag zur Gründung eines Regionalen Bildungsnetzwerk. Ziel der Vereinbarung ist es, alle kommunalen und gesellschaftlichen Kräfte vor Ort zur Unterstützung von Schulen zu bündeln. Zitat: „Regionale Bildungsnetzwerke schaffen den Schulen, Kommunen und der Schulaufsicht bisher nicht bekannte Informations- und Kommunikationsplattformen. Die Schulen können sich hier schulformübergreifend vernetzen, mit dem Schulträger und der Schulaufsicht eng zusammenarbeiten und unbürokratisch den Fortbildungsbedarf und Ressourceneinsatz abstimmen. Landesweit werden dafür drei Gremien geschaffen: Regionale Bildungskonferenzen, Lenkungskreise und Geschäftstellen bilden die Strukturen der Bildungsnetzwerke.“

Allein könnten Schulen, „der wichtigste Baustein zum Bildungserfolg von Kindern und Jugendlichen“, ihre Aufgabe nicht meistern, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt. Schulen benötigten die Hilfe aller regionalen Experten: Viele trügen mit ihren Angeboten zum Bildungserfolg junger Menschen bei. „Regionale Bildungsnetzwerke machen auf neue Weise ernst mit dem alten Motto: Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir. Das aber setzt voraus, dass Schule und Schülerinnen und Schüler von Anfang an mit dem Leben und der Praxis in Berührung kommen.“ Und dazu eingeladen sind nun Musikschulen, Volkshochschulen, Kirchen, Polizei, Handwerk, Industrie- und Handelskammer, die Regionale Arbeitsstelle zur Förderung von Kindern und Jugendlichen aus Zuwandererfamilien (RAA), Jugendhilfe, Sportvereine, die ARGE, Sprecher von Schulen und Schulpflegschaften usw. „Schule geht uns alle an; wir können sie nicht allein den Profis innerhalb der Schulen überlassen“, betonte Staatssekretär Günter Wienands. Das gelte insbesondere für die Berufsorientierung der jungen Menschen. Sie sei für einen Wirtschaftsraum wie Remscheid von entscheidender Bedeutung mit Blick auf den Bedarf an Facharbeitern. Und notwendig sei auch eine verstärkte Zusammenarbeit von Schulen und Jugendhilfen angesichts von Defiziten in manchen Elternhäusern.

Zahlreicher Vertreter außerschulischer Einrichtungen waren der Einladung zur Vertragsunterzeichnung gefolgt, aber auch Mitglieder des Rates, der Bezirksvertretungen, der Stadtverwaltung und der Schulkollegien. Sie bekamen durch Grundschüler zunächst einmal etwas „um die Ohren“ – mit Trommeln (Foto oben). Die einen Gäste bat Wienands sodann: „Bringen Sie Ihre Kompetenz in den Schulen ein!“, die anderen forderte er auf, dies auch zuzulassen: „Alle Kraft und Energie in unsere Schulen“. Nicht zuletzt wegen der steigenden Zahl von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund (ca. 30 Prozent), die eine ganz neue Art von Elternarbeit erforderlich mache.

Mit den regionalen Bildungsnetzwerken unterstreichen das Land Nordrhein-Westfalen und die Städte und Kreise ihre Pflicht, flächendeckend miteinander zu kooperieren und ein ganzheitliches Bildungskonzept zu entwickeln. Die Idee einer engen Zusammenarbeit zwischen Land und Kommunen wurde in dem zum 31. Juli 2008 auslaufenden Modellprojekt „Selbständige Schule“ in 19 Modellregionen erfolgreich erprobt. Ziel ist es nun, über diese Regionen hinaus in allen 54 Kreisen und kreisfreien Städten des Landes regionale Bildungsnetzwerke zu gründen. Dies ist auch beim inzwischen 27. Bildungsnetzwerk in Remscheid mit der Einrichtung eines regionalen Bildungsbüros verbunden, das dem Fachdienst Schule und Bildung und hier direkt dem Fachdienstleiter zugeordnet ist. „Oberstes Gremium“ ist die „Regionale Bildungskonferenz“ mit der vorbereitend tätigen Lenkungsgruppe, bestehend aus Vertretern der drei Bereiche Schulaufsicht, Schulverwaltung und Jugendhilfe. In der Bildungskonferenz treffen sich alle vor Ort tätigen Bildungsakteure.

Inzwischen stehen auch Namen fest: Die durch Umschichtung von der Stadtverwaltung frei gemachte Planstelle, mit der sich die Stadt an neuen „Bildungsbüro“ beteiligt, besetzt Marion Sternkopf. Der Lehrer/ die Lehrerin, die auf die vom Land zur Verfügung gestellte Stelle kommt, soll in der kommenden Woche vom Land benannt werden. In die Lenkungsgruppe gehen aus der Verwaltung Jörg Biermann, Markus Eschweiler und Lars Fastenrath. Der „Regionalen Bildungskonferenz“ werden Vertreter der genannten „schulfernen“ Institutionen angehören, von denen sich das Land und die Stadt eine Unterstützung der schulischen Bildungsarbeit versprechen. Wienands: „Die kann jetzt gestärkt und ausgebaut werden entsprechend den gestiegenen Anforderungen!“

Zuvor hatte Oberbüergermeisterin Beate Wilding betont, schon seit langem habe Bildung in Remscheid einen hohen Stellenwert, sei vielfältig und innovativ. Als Beispiele nannte sie den gemeinsamen Unterricht von Behinderten und Nichtbehinderten und die Offenen Ganztagsgrundschulen (OGGS), mit denen die Stadt in NRW einen Spitzenplatz einnehme. Der dritte Redner dieses Nachmittages war der Bildungswissenschaftler Dr. Detlef Garbe von der Firma Garbe Consult, der mit der Erstellung und wissenschaftlichen Begleitung des Schulentwicklungsplanes (SEP) für die Remscheider Allgemeinbildenden Schule befasst war.

Trackbacks

Waterbölles am : "Kinderschutz in Schulen" hat noch ein paar weiße Flecke

Vorschau anzeigen
„Kontrollbögen für das Wohl von Kindern und Jugendlichen“ kündigte er Waterbölles am 5. Oktober 2007 an. Sie basieren auf den "Leitlinien zum Schutz des Kindeswohls bei akuten Gefährdungssituationen“, die eine Arbeitsgruppe der Arbeitsgemeinschaft &q

Kommentare

Ansicht der Kommentare: Linear | Verschachtelt

Junge Liberale Remscheid am :

Die Jungen Liberalen (JuLis) sehen in dem Kooperationsvertrag ein richtiges Signal für eine umsichtige und innovative Bildungspolitik. JuLi-Vorsitzender Benjamin Becker: „Der Bildungsauftrag liegt nicht allein bei den Schulen, den Ländern oder den Kommunen, sondern Bildung ist eine Querschnittsaufgabe und verpflichtet alle gesellschaftlichen Akteure. “Ein Bildungsnetzwerk bietet eine stärkere Zukunftsorientierung der Remscheider Bildungslandschaft und schafft Räume für die Entwicklung und Ausweitung innovativer und nachhaltiger Lernprogramme. Dies kann sich im Rahmen einer gender-, generationen- und integrationsgerechten Struktur positiv auf den Lebensstandort auswirken.“. Gerade in Remscheid sei eine Bildungspolitik auch mit einem integrativen Schwerpunkt in den Bereichen Migration, Behinderung und Sozialpädagogik dringend erforderlich. „Gemeinsames Lernen schafft Verständnis und verbindet die Menschen. Ähnlich wie die GHS Wilhelmstraße sollten auch andere Schulen von der Möglichkeit von integrativen Lerngruppen Gebrauch machen. Bildung hat einen enormen eigenständigen Mehrwert unabhängig von Alter, Nationalität oder körperlicher und geistiger Verfassung, Lernen bedeutet immer auch Freiheit, Verantwortung und Individualität.“ (Torben Clever)

Ingrid Raimund am :

Die Musik u.-Kunstschule Remscheid kooperiert seit Jahren mit den Remscheider Schulen. In den letzten zwei Jahren wurde die Zusammenarbeit noch in zehn zusätzlichen Schulen mit dem Projekt "Klasse(n) musizieren" ausgeweitet. Die Musik u.-Kunstschule Remscheid ist maßgeblich an der kulturellen Bildung der Stadt beteiligt und ist besonders an den Brennpunkten der Migration (GGS- Daniel-Schürmann, GGS- Honsberg, GGS.Mannesmann, Hauptschule Rosenhügel u.s.w.) vertreten. Unser Institut hat keine Einladung zu der oben genannten Veranstaltung bekommen. Sicher ein Versehen! Wir freuen uns auf die Unterstützung des "Bildungsbüros"! Nehmen Sie Kontakt auf und unterstützen Sie gute vorhandene Projekte! Ingrid Raimund (Koordination der Schulkooperationen der Musik u.-Kunstschule Remscheid; 02191/16-3489 DI und DO 15 bis 16 Uhr)

Kommentar schreiben

Die angegebene E-Mail-Adresse wird nicht dargestellt, sondern nur für eventuelle Benachrichtigungen verwendet.

Um maschinelle und automatische Übertragung von Spamkommentaren zu verhindern, bitte die Zeichenfolge im dargestellten Bild in der Eingabemaske eintragen. Nur wenn die Zeichenfolge richtig eingegeben wurde, kann der Kommentar angenommen werden. Bitte beachten Sie, dass Ihr Browser Cookies unterstützen muss, um dieses Verfahren anzuwenden.
CAPTCHA

Standard-Text Smilies wie :-) und ;-) werden zu Bildern konvertiert.
Formular-Optionen

Die einzelnen Beiträge im "Waterbölles" geben allein die Meinung des Autors / der Autorin wieder. Enthalten eingeschickte Texte verleumderische, diskriminierende oder rassistische Äußerungen oder Werbung oder verstoßen sie gegen das Urheberrecht oder gegen andere rechtliche Bestimmungen oder sind sie nicht namentlich gekennzeichnet nebst E-Mail-Adresse, werden sie nicht veröffentlicht. Das gilt auch für substanzlose Bemerkungen ("Find ich gut/schlecht/blöd...etc."). Aus den oben genannten juristischen Gründen sowie bei längeren Texten sind auch Kürzungen nicht ausgeschlossen.

Kommentare werden erst nach redaktioneller Prüfung freigeschaltet!