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Deponie: Entwurf "DIE DREI AM BERG" machte das Rennen

Auf dem Gelände der inzwischen stillgelegten Deponie an der Solinger Straße bietet sich, so die Stadtverwaltung jüngst in einem Brief an die Anlieger, „eine einzigartige Chance: In unmittelbarer Nachbarschaft zum Brückenpark Müngsten gelegen, als Bindeglied zwischen den Radwegen auf ehemaligen Bahntrassen, in greifbarer Nähe zum Stadtkern und eingebettet in unsere ausgesprochen reizvolle Landschaft, erfüllt die bisher als Deponie genutzte Fläche nach ihrer Rekultivierung die Voraussetzungen, um neue attraktive Nutzungsmöglichkeiten zu erschließen.“ Darüber machten sich sodann vier ausgewählte Planerteams Gedanken. Und nach Werkstattgesprächen mit Politik, Verwaltung und der Öffentlichkeit arbeiteten sie ihre Entwürfe für die Planung der Deponie Solinger Straße weiter aus. Heute nun begutachtete das Preisgericht die Ergebnisse erneut und wählte den Siegerentwurf aus.

In einer Pressekonferenz am Nachmittag im Rathaus stellten  Oberbürgermeisterin Beate Wilding, Hans-Gerd Sonnenschein (Leiter des Zentraldienstes Stadtentwicklung & Wirtschaft), Bodo Middeldorf (Geschäftsführer der Bergischen Entwicklungsagentur) und Prof. Kunibert Wachten (Vorsitzender des Preisgerichts) den Preisträger vor. Es ist der Entwurf "DIE DREI AM BERG" des Teams SNOW Landschaftsarchitekten, Bürogemeinschaft Schwarzenberger-Nothhelfer-Weißenborn aus Karlsruhe mit Architekturbüro Michael Scheerle, Flein. „SNOW“ steht für eine künstliche Skipiste mit Gastronomie und Aussichtsplattform sowie Sessellift (siehe Pläne rechts).

Die Aussichtsplattform im oberen Teil des Geländes soll eingebettet sein in einen Landschaftsgarten mit vielen Beeten. Vom Land erhofft sich die Stadt die Übernahme des größten Teil der Kosten von etwa vier Millionen Euro. Private Investoren werden gesucht für ein Hotel, die Sommer-Rodelbahn, einen Solarpark, Stellflächen für Wohnmobile und Campinghäuschen, eine Anlage für Bogenschützen und eine Strecke für Mountainbiker.

Die Voraussetzungen dafür will die Stadt nun durch die Aufstellung eines Bebauungsplan schaffen, zu dem wie üblich auch eine Bürgerbeteiligung gehören wird. Dauer des Planverfahrens: anderthalb bis drei Jahre. Im Vorfeld hatten Anwohner bereits vor zu viel Lärm durch die neuen Aktivitäten auf dem Deponiegelände gewarnt.

Alle 22 Planungsentwürfe (Stufe I) und die vier weiterentwickelten Entwürfe (Stufe II) werden vom 22. Juni bis zum 20. Juli  im Foyer des Ämterhauses am Ebertplatz ausgestellt. Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sind herzlich dazu eingeladen, die Ergebnisse zu besichtigen.

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„Erst im Jahre 2015 kehrt an der Deponie endlich Ruhe ein“, titelte der Waterbölles am 2. September 2008. Das hatte damals Michael Zirngiebl, Chef der Remscheider Entsorgungsbetriebe (REB) und zugleich Geschäftsführer  der städtischen „Deponiebetri

Kommentare

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Chronist am :

Aus der heutigen Pressemitteilung der Bergischen Entwicklungsagentur: „ Snow Landschaftsarchitekten belegten mit deutlichem Abstand den ersten Platz. Das Areal der Deponie, die in Kürze stillgelegt wird, zeichnet sich aus durch ein großes Plateau, welches dann steil in Richtung Morsbachtal abfällt. Herausragend an dem Entwurf von Snow befand die Jury die Gestaltung eben dieser Kante, die natürlich einen grandiosen Ausblick bietet. „Die Drei“, das sind hier eine Bergstation als Lift- und Allwetterrodelbahnstartpunkt, ein langgestrecktes Gebäude für Gastronomie und Motel für Fahrradtouristen sowie ein Steg, der weit über die Hangkante hinausragt und als Aussichtsbrücke sicher ein Highlight darstellt. Über die ganze Länge des Hanges wird sich am nordwestlichen Deponierand ein Sandbeet ziehen, auf dem sich – nach dem Finden eines geeigneten Betreibers – Boarder, Bigfootfahrer und Ungeübte auf dem Zipfelbob tummeln können. Bis dahin kann die Sandfläche ganz individuell von den Remscheidern sowie den Touristen und Besuchern des Bergischen Städtedreiecks erobert werden. Daneben ist auch ein Lift vorgesehen, ansonsten bleibt der Hang – bis zu einem Aufstieg in Zickzack- Form als Wiesenfläche frei von vorgegebenen Nutzungen Der nächste Schritt ist nun, für dieses Vorhaben Städtebaufördermittel einzuwerben, der Antrag wird bis Ende Juli eingereicht. Danach wird man sich mit dem Vorhaben an dem nächsten Wettbewerbscall „Tourismus.NRW“ beteiligen. Man rechnet sich gute Chancen aus. 2013 rechnet man mit Beginn der Umsetzung des Wettbewerbergebnisses: „Wir fangen entsprechend der Fertigstellung der Rekultivierung von unten an“, so OB Wilding. Bis man oben an der Kuppe ist, wird es wohl 2015.

Reinhard Wick am :

Der Entwurf für die Nutzung der alten Deponie, als Sommerskipiste mit Rodelbahn und Hotel etc. ist schlicht weltfremd. Abgesehen von der nicht zu vertretenden Lärmbelastung der Anwohner rund um die Deponie, ist die Verkehrsinfrastruktur für eine solche Anlage nicht geeignet. Die Solinger Strasse ist schon jetzt überlastet, wie an den ständigen Rückstaus zu sehen ist. Die übrigen Strassen rund um die Deponie sind größtensteils sehr eng und werden von den Anwohnern zum Parken benötigt. Ich kann nur hoffen, dass sich hier alle betroffenen Bürger/-innen zusammenschließen und gegen den Plan intervenieren. Ich erinnere mich noch gut als die Baumaßnahme zur Absicherung der Deponie vorgestellt wurde. Da war von einer gewerblichen Nutzung nicht die Rede, sondern von Renaturierung.

Roland Nusch am :

Herr Wick, warum wollen Sie jetzt bereits etwas kaputtreden was noch gar nicht in trockenen Tüchern ist??? Warten wir doch erst einmal ab, ob für ein solches Vorhaben überhaupt Städtebaufördermittel genehmigt und bereitgestellt werden!! Ansonsten sehe ich ohne Investoren nur minimale Chancen für eine Realisierung auf Grund der aktuellen Finanzlage unserer Stadt! Es scheint aber eine typische Remscheider Eigenschaft zu sein, vor der Konkretisierung einer Idee diese bereits abzulehnen. Sollten Mittel für dieses Vorhaben bereitgestellt werden können, fände ich es hervorragend!!!! Sie haben als Bürger im weiteren Verfahren ja durchaus Möglichkeiten, Ihre Bedenken konkret vor zu tragen (sofern Sie einer der "direkt" Betroffenen sind).

Reinhard Wick am :

Hallo Herr Nusch, kaputtreden ist nicht meine Absicht. Jedoch halte ich das Vorhaben an diesem Ort für die Anwohner für nicht vertretbar. Ich habe mir die bereits in Süddeutschland existierende Anlage einmal im Internet angeschaut und denke somit einschätzen zu können, was auf uns zukommt. Bei den bisher geführten Gesprächen mit ebenfalls direkt Betroffenen fand ich uneingeschränkte Unterstützung.

Steffen Günther am :

Den Einwand, die Infrastruktur betreffend, kann ich so nicht von der Hand weisen. Daran ist sicherlich zu arbeiten. Ist dazu nichts aus dem Entwurf zu ersehen? Kann man den Entwurf online anschauen? Ich bin gestern nur im Bürgerbüro über die Präsentationen gestolpert, hatte jedoch nicht genug Zeit, mir diese genau anzuschauen. Zum Thema Lärmbelästigung: Woran machen Sie denn diese Befürchtung fest, Herr Wick? Erfahrungswerte? Wenn ja, woher? Aus dem Internet? Da waren sicherlich Audioaufnahmen von den Grundstücken der Anlieger hinterlegt; mit genauen Anweisungen, wie und mit welcher Lautstärke diese abzuspielen seien... Nicht zuletzt versucht hier die Stadt Remscheid tatsächlich mal attraktive Freizeitangebote zu schaffen - die darüber hinaus bei den Betreibern Arbeitsplätze schaffen. Ich hoffe dringend, dass sich hier Investoren finden. Man verzeihe mir die Polemik, aber wenn hier was Ungewöhnliches gewagt wird, muß ja erst mal kräftig genölt werden...

Reinhard Wick am :

Im Entwurf konnte ich zur Planung der Infrastruktur nichts finden. Ich möchte in diesem Zusammenhang an die Planung für die Freiheitsstrasse erinnen, die auch hier im Forum Thema war. Eine Tempo 30 Zone für die Hauptverbindungsstrasse zwischen der A 1 und dem geplanten Freizeitpark??? Aber das ist ein anderes Thema. Allerdings habe ich Erfahrungwerte, da ich als unmittelbarer Anlieger weiß, wie es sich anhört, wenn ein Lkw oder Bagger über das Gelände fahren. Dazu brauche ich keine Tonaufnahmen aus dem Internet. Die vielen anderen Anlieger rund um das Gelände, mit denen ich gesprochen habe, sicherlich auch nicht. Auf der Internetseite http://www.montekaolino.eu können Sie sich einen Eindruck verschaffen, wie eine solche Anlage aussieht. Sie werden auch sehen, dass sich diese auf der Grünen Wiese befindet und nicht umringt von Wohngebieten.

Christoph Imber am :

Dieser Tage flatterte folgender Flyer in meinen Briefkasten: "Wollen Sie das wirklich? * Lärmbelästigung bis spät in die Nacht * Chaotische Verkehrs- und Parkplatzsituationen in unseren Straßen * Bierflaschen in unseren Gärten * negative Entwicklung der Grundstückespreise? [..]Die Deponie liegt nicht im tiefsten bayrischen Wald, sondern mitten in Remscheid [..] Dazu werden wir in den nächsten Tagen Unterschriften sammeln. Wir brauchen Ihre Unterstützung!" Die aber kann ich nur ablehnen: * Die Stadt Remscheid braucht ein solches extra Angebot, um noch attraktiver zu werden. * Ich brauche ein wenig Unterhaltung und will nicht länger auf einen großen Haufen angeschütteten Dreck gucken * Die Parkplatzproblematik trifft nicht die Gründer der Initiative (Fürberg, Ackerstraße), sondern uns (Solinger Straße). Ich sage: "Ja, Ich will das wirklich!" Und hoffe, ich muss dafür keine Unterschriften sammeln!

Frédéric Ranft am :

So wie der Flyer aufgemacht war, hat er das noch nicht vorhandene Angebot auch eher unterstützt als die Anwohner dagegen aufzuwiegeln. Da musste man ja bis gaaaanz ans Ende lesen, damit man verstand, worum es wirklich ging. Ich gehe mal davon aus, dass es eine Lösung gibt die Remscheid aufwertet *und* die Anlieger friedlich stimmt. Vielleicht versöhnt man sich schon bald bei einer neu gewonnenen Attraktion im Bergischen?

Reinhard Wick am :

Guten Abend Herr Ranft, wir sind als Interessengemeinschaft keine Profis im Marketing. Unser Anliegen ist es, die so geplante Anlage zu verhindern, da sie mit einer nicht vertretbaren Belastung der Anwohner verbunden ist. Gerne heißen wir neue Mitglieder unser Interessengeinschaft willkommmen. Meine Kotaktdaten finden Sie in besagten Flyer, wenn Sie denn wollen.. Ich würde mich freuen eine Lösung zu finden, die allen Seiten gerecht wird.

Reinhard Wick am :

Guten Abend Herr Imber, es ist völllig in Ordnung, wenn Sie das Projekt wollen. Auch ich möchte nicht weiter auf einen großen Haufen Dreck gucken müssen. Sicherlich haben Sie mit der Aussage, dass die Anwohner der Solinger Strasse unter der Parkplatzproblematik am meisten zu leiden haben, recht. Dennoch werden nicht wenige Besucher auch die umliegenden Strassen zum Parken nutzen. Das Projekt und die Anlage als solches ist auch gut gedacht, aber nicht inmitten von Wohngebieten. Wie Sie in meinem Kommentar vom 15. Juli lesen können ist eine vergleichbare Anlage in Süddeutschlanf mitten auf der grünnen Wiese entstanden und nicht umsäumt von Wohnhäusern. Wie dem auch sei, ich denke es gibt immer ein Für und Wider, und solange dieses sachlich diskutiert wird, bin ich gerne dazu bereit.

Christoph Imber am :

Vielen Dank für Ihren Kommentar. Ich finde nur, wir sprechen hier über Vermutungen, denn die "Parkplatzproblematik" und "Bierflaschen im Vorgarten" sind ja nur Ängste oder Befürchtungen. Bei den Parkplätzen lässt sich doch ein guter Kompromiss schließen, indem man genügend Parkplätze einrichtet, da muss man nicht gegen das Projekt sein. Und gegen Bierflaschen im Vorgarten hilft oft schon ein Mülleimer! Und zweitens halte ich den Kampf gegen ein solches Bauvorhaben schon für ein Luxusproblem. Wer fragt Anwohner auf der Alleestraße, ob sie Trödelmärkte, Kirmeswagen, Weihnachtsbuden oder Ähnliches vor Ihrer Tür haben wollen? Und selbst bei der - noch übrig gebliebenen - Kirmes sind Anwohner wesentlich stärker beeinträchtigt. Wenn es um den Bau eines Atomkraftwerkes ginge, wäre ich ganz bei Ihnen, aber wir sprechen hier über ein Erholungsgebiet. Und wenn ich zum Brückenpark fahre und mir dort das Ergebnis anschaue, so bin ich zuversichtlich, dass wir auch hier an der ehem. Deponie etwas Tolles hinbekommen, wo wir selbst Spaß dran haben und wo wir (bei gutem Wetter) die Freizeit genießen können.

Reinhard Wick am :

Guten Abend Herr Imber, Sie haben sicherlich recht, dass auch an anderen Orten Anwohner Lärmbelästigungen ausgesetzt sind. Jedoch sind die von Ihnen angesprochenen Veranstaltungen nur wenige Tage im Jahr. Die geplante Anlage auf der Deponie bedeutet jedoch 365 Tageim Jahr Belästigung der Anwohner. Wenn Sie in den Brückenpark gehen, wie viele Wohnhäuser finden Sie da? Eine Nutzung, wie Herr Göbert sie vorgeschlagen hat, die Natur sich selbst überlassen, Wanderwege anlegen, vielleicht mit einem Lehrpfad, dagegen hat niemand etwas. Aber zwischen Erholungsgebiet, wie Sie es nennen, und Allwetterrodelbahn, Sesselift, Sandpiste, Campingplatz, etc. ist doch noch ein Unterschied. Im Übrigen: bei ungünstigem Wind höre ich auch das Karusell der Kirmes rauschen, was mich aber nicht stört.

Michael Dickel am :

Da hat die Stadt aber noch mal Glück gehabt. Muss Sie jetzt nicht noch Windfänge aufstellen? Ich lade Sie gerne mal zu mir auf die Terrasse ein - vielleicht haben Sie dann doch ein anderes Bild von Lärmbelästigung. Ich prophezeie Ihnen aber aber schon jetzt: Das, was Sie erwarten, ist nur ein schwacher Abklatsch von dem, was andere Anwohner jeden Tag ertragen. Selbstverständlich stehe ich nicht auf dem Standpunkt, dass, weil ich viel Lärm habe, dieses auch anderen "geboten" werden sollte. Aber bevor in Remscheid irgend etwas passiert, wird von Seiten der Anwohner protestiert. Das ist hier ein netter Brauch. Ich gebe zu, dass ich von der Planung aus anderen Gründen nicht viel halte. Mir ist das sogar viel zu wenig Freizeitpark. Es gibt klare Gesetze, die jeder Betreiber einzuhalten hat - es gibt genaue Uhrzeiten, wo ein gewisser Lärmpegel eben nicht überschritten werden darf. Aber das in einer Stadt eine ehemalige Deponie zu einer Ruhezone umgewandelt wird, damit die Anwohner "ihren" Park vor der Türe haben, dass kann nicht im Sinne einer Stadtentwicklung sein. Gleiches gilt meiner Meinung nach für ein Gewerbegebiet "Blume". Aber noch ein Tipp. Finden Sie schnell noch ein Denkmal und setzen Sie es nett in Szene. Stellen Sie eine Bank davor und weisen Sie auf die tolle Blickbeziehung hin. Das zieht - zumindest bei denen, die ihr Freizeitvergnügen und ihre Arbeitsplätze gerne in umliegenden Städten und Gemeinden suchen.

Hans Gerd Göbert am :

Sehr geehrter Herr Wick, meiner Grundeinstellung nach müsste ich auch grundsätzlich gegen das Projekt sein und für eine Renaturierung plädieren. Ich habe bereits in der Planungsphase einmal den Vorschlag gemacht, das Gelände nach einer toxischen Abdeckung und Absicherung sich selbst zu überlassen. Danach Wege anlegen, von denen aus die staunenden Besucher betrachten könnten, welche biologische Vielfalt dort in wenigen Jahren von selbst entstehen würde. Für daran Interessierte aber z.B. auch für Schulklassen. Vielleicht verbunden mit einem Besuch des Brückenparks und im Deutschen Werkzeugmuseum. Das garantiert ein volles, abwechslungsreiches Tagesprogramm. Ich bin aber auch nicht grundsätzlich gegen die Variante Freizeitpark. Hier sehe ich allerdings wie Sie die grössten Probleme bei der Verkehrsanbindung. Wer wie ich seit Jahren regelmäßig mit Grünschnitt zur Deponie fährt, der ist immer froh, wenn er die Ausfahrt in die Solinger Strasse lebend übersteht. Wie sollte also dort die Einfahrt zu einem Freizeitpark ermöglicht werden? Vielleicht mit dem, was weite Teile der Politik 50 Meter weiter oben beharrlich abgelehnt haben - einer Ampelanlage? Rein theoretisch sehe ich auch keine andere Zufahrtsmöglichkeit als an dieser Stelle. Solche Erkenntnisse haben auch nichts mit Rumnölen zu tun, wie manche meinen. Es ist lediglich die bittere Realität. Laut Aussage des Leiters der REB soll eine Verwertung des Geländes frühestens in acht Jahren begonnen werden können. Bis dahin wird über das Vorhaben seitens der Verwaltung und der Politik bestimmt noch so trefflich über die Instrastruktur Verkehr, etc. gestritten, dass am Ende, so mein Tip, Brachland entsteht. Sie und Ihre Mitstreiter hätten also noch genügend Zeit, sich zu informieren und, wie man heute so nett auf Neudeutsch sagt - gut aufzustellen. Nit te bang!

Reinhard Wick am :

Am 24.8.09 wurde folgender Artikel auf der Internetseite von Beate Wilding eingestellt: http://tinyurl.com/nzwbl2. Ein kleiner Auszug: "Im Sinne der nachhaltigen und ökolgischen Nutzung des Geländes soll der Freizeitwert für die ruhige Erholung erhalten bleiben." Auf meine E-Mail Anfrage, vom 25.8.09 an Frau Wilding, warum denn von der eigentlichen Planung nichts zu lesen ist und ob denn obige Aussage zu Allwetterrodelbahn, Snowboardpiste und Sesselift passt, bekam ich bis heute keine Antwort. Ein Schelm wer Böses dabei denkt...

SPD Bürgerdialog-Team und Sven Wolf am :

Sehr geehrter Herr Wick, zunächst danken wir Ihnen für Ihre eMail vom vergangenen Dienstag. Der von uns begonnene Bürgerdialog war in ganz Remscheid ein voller Erfolg. Wir haben in den vergangenen Wochen mehr als 50 Anfragen erhalten und diese - genau wie Ihre jetzt - persönlich beantwortet. Allein in dieser Woche haben wir mehr als zwölf Anfragen erhalten, die wir kurzfristig recherchiert, besprochen und sodann beantwortet haben. Seit dem Beginn unserer Seite www.bürgerdialog.de hatten wir daher auch mehr als 12.000 Besucher. Ihre Anfrage gibt uns nochmals Gelegenheit, kurz auf die Planungen zur Deponie einzugehen. Die Planung wird keinesfalls verschwiegen, diesem Eindruck möchten wir widersprechen. Im Rahmen der Bürgerbeteiligung zur Frage der Rekultivierung des Deponiegeländes wurden die Voraussetzungen und Möglichkeiten in der Öffentlichkeit diskutiert. Der prämierte Entwurf der Landschaftsarchitekten SNOW ist der Öffentlichkeit vorgestellt und erläutert worden, unter anderem finden sich die Planungsskizzen auch in dem von Ihnen erwähnten Text von Herrn Sven Wolf. Gegenstand des aktuellen Förderantrages beim Land Nordrhein-Westfalen sind die Hauptbestandteile des Projektes: die Aussichtsplattform mit Aussichtssteg an der Hangkante und die grundlegende Gestaltung des Geländes. Beides ist förderfähig. Hingegen sind die als mögliche private Nutzung genannten Projekte "Rodelbahn" und "Sessellift" nicht förderfähig und daher nicht beantragt. Sie sind nur dann zu verwirklichen, wenn ein privater Investor zur Verfügung steht. Das wurde auch immer wieder von der Stadtverwaltung deutlich erklärt. Diese Frage stellt sich jedoch nicht zum jetzigen Zeitpunkt. Sollte ein Investor diese Ideen umsetzen wollen, so bedarf es hierfür einer erneuten Beratung und Entscheidung durch den Rat. Ihr Vorwurf, die wirkliche Planung verschweigen zu wollen, trifft damit nicht zu. Es freut uns, dass wir aber in einem wichtigen Punkt einig sind: Wir sind alle froh, dass die Deponie endlich geschlossen ist und jetzt wieder begrünt wird. Der Landschaftspark mit den im Förderantrag genannten Bestandteilen ist dazu sehr gut geeignet, die zahlreichen positiven Rückmeldungen bestätigten uns dabei. Lassen Sie uns Remscheid gemeinsam gestalten. SPD Bürgerdialog-Team / Sven Wolf

Reinhard Wick am :

Sehr geehrter Herr Wolf, ich zitiere auszugsweise Ihre Antwort vom 28.08.2009: "Hingegen sind die als mögliche private Nutzung genannten Projekte "Rodelbahn" und "Sessellift" nicht förderfähig und daher nicht beantragt. Sie sind nur dann zu verwirklichen, wenn ein privater Investor zur Verfügung steht. Das wurde auch immer wieder von der Stadtverwaltung deutlich erklärt. Diese Frage stellt sich jedoch nicht zum jetzigen Zeitpunkt. Sollte ein Investor diese Ideen umsetzen wollen, so bedarf es hierfür einer erneuten Beratung und Entscheidung durch den Rat. Ihr Vorwurf, die wirkliche Planung verschweigen zu wollen, trifft damit nicht zu." Im Folgenden ein Auszug aus dem Bergischen Wirtschaftsblatt Ausgabe 5/09: "Die Fördermittel sind beantragt, und Hans-Gerd Sonnenschein, Wirtschaftsförderer der Stadt Remscheid, ist sehr zuversichtlich, dass die Gelder auch bewilligt werden. „Damit wird der Weg für private Investoren frei, sich bei diesem attraktiven Projekt zu engagieren. Und ich bin sicher, dass es an finanzstarken Interessenten nicht fehlen wird. Allein die geplante Sandpiste ist nicht nur in der Region, sondern in ganz Nordrhein-Westfalen einmalig. Vergleichbares gibt es in Deutschland bis heute nur in der Oberpfalz“, weiß der Wirtschaftsförderer. Dass sich die Frage nach privaten Investoren zum jetzigen Zeitpunkt nicht stellt ist zweifellos zutreffend, zu mal ja seit Ihrer Aussage immerhin schon sieben! Wochen vergangen sind, bis obiger Artikel im Bergischen Wirtschaftsblatt erschienen ist, indem fleißig um eben jene Investoren geworben wird. Unsere Interessengemeischaft nimmt dies ohne weiteren Komentar zur Kenntnis.

Lothar Kaiser am :

Und wie geht es weiter, nachdem die Bezirksregierung für dieses Jahr keine Zuschüsse in Aussicht gestellt hat? Das fragte (verkürzt) die CDU in der gestrigen BV-Sitzung, und das will (dezidiert) die W.i.R. in der nächsten Haupt- und Finanzausschusssitzung erfahren: "1. Gibt es einen Zeitplan mit den nötigen Entscheidungspunkten für das Projekt "Neue Nutzung der Deponie an der Solinger Straße"? 2. Wenn ja, wann wird dieser in den politischen Gremien vorgestellt? Begründung: Nachdem auf der einen Seite die Bezirksregierung das Projekt in die Kategorie "C" (Förderung nicht vorgesehen) eingestuft hat und auf der anderen Seite die REB die Rekultivierung planen und dann auch zeitnah ab 2011 beginnen muss, hält die W.i.R.-Fraktion kurzfristige Entscheidungen für notwendig. Diesen Entscheidungen sollte ein realistischer Zeitplan zu Gunde liegen und eine Entscheidungsfindung bezüglich der Finanzierung der neuen Nutzung der Deponie." Da hat sie recht!

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