Skip to content

Personalratsmitglieder scheinen unter Druck zu geraten

In der Haut von Frank Dembowsky oder Beate Berg möchte ich nicht stecken. Die beiden freistellten Mitarbeiter der Stadtverwaltung Remscheid haben die Geschäftsführung des Personalrates übernommen, nachdem dieser seinen langjährigen  Vorsitzenden Ingo Lukowski am 15. August abgewählt hatte. Ein in Remscheid bisher einmaliger Vorgang, dessen politische Tragweite heute noch gar nicht abzuschätzen ist. Oberbürgermeisterin Beate Wildung liegt inzwischen ein Brief der W.I.R.-Fraktion mit Fragen vor, die man mit Fug und Recht als hochnotpeinlich bezeichnen kann. Und auch im nichtöffentlichen Teil der Hauptauschuss-Sitzung am Montag erhitzte der Vorgang einige (wenige) Gemüter.

Hat sich der geschasste Personalratsvorsitzende durch ungerechtfertigte Überstundenzahlungen tatsächlich willfährig machen bzw. korrumpieren lassen, wie die W.I.R. vermutet? Das hätte vorgestern Abend auch die CDU-Fraktion gerne erfahren - und stellte ebenfalls Fragen, die bitte in der nächsten Finanzausschuss-Sitzung zu beantworten seien. Doch „es wurde gemauert“, hieß es nach der Sitzung aus dem Kreis der Teilnehmer. Beate Wilding habe dies mit „Personalangelegenheit“ begründet; die Mehrarbeitsvergütung (wofür?) habe dem Personalratsvorsitzenden aus Gründen der Gleichbehandlung nicht verwehrt werden können. 

Es heißt auf den Rathausfluren, gegenwärtig würden sich die Personalratsmitglieder massivem Druck ausgesetzt sehen mit dem Ziel, die Angelegenheit möglichst niedrig zu hängen. Recht und Moral haben sie auf ihrer Seite, keine Frage. Denn nur wenn sie so hart bleiben, wie es der Sache nach richtig und angemessen erscheint, wird die Öffentlichkeit erfahren, wie hoch der Wahrheitsgehalt der massiven Vorwürfe gegen Ingo Lukowski tatsächlich ist. Und wer die übrigen Beteiligten dieses Ränkespiels sind. Bezogen auf den "Mikrokosmos" im kleinen Remscheid könnte dieser Fall auch ohne Gewerkschafter-Gespielinnen die Größenordnung der VW-Affäre bekommen - Ermittlungen der Staatsanwaltschaft eingeschlossen.

Trackbacks

waterboelles.de am : "Fall Lukowski": Auf der Suche nach Widersprüchen

Vorschau anzeigen
Im vorigen Jahr erhielt der Personalratsvorsitzende der Remscheider Stadtverwaltung, Ingo Lukowski, eine satte Gehaltserhöhung, nachzulesen auf einer Internetseite der W.I.R.-Fraktion. Zitat: „Zusätzlich zu seinem Gehalt wurde eine Sonderregelung zur Über

Kommentare

Ansicht der Kommentare: Linear | Verschachtelt

Noch keine Kommentare

Kommentar schreiben

Die angegebene E-Mail-Adresse wird nicht dargestellt, sondern nur für eventuelle Benachrichtigungen verwendet.

Um maschinelle und automatische Übertragung von Spamkommentaren zu verhindern, bitte die Zeichenfolge im dargestellten Bild in der Eingabemaske eintragen. Nur wenn die Zeichenfolge richtig eingegeben wurde, kann der Kommentar angenommen werden. Bitte beachten Sie, dass Ihr Browser Cookies unterstützen muss, um dieses Verfahren anzuwenden.
CAPTCHA

Standard-Text Smilies wie :-) und ;-) werden zu Bildern konvertiert.
Formular-Optionen

Die einzelnen Beiträge im "Waterbölles" geben allein die Meinung des Autors / der Autorin wieder. Enthalten eingeschickte Texte verleumderische, diskriminierende oder rassistische Äußerungen oder Werbung oder verstoßen sie gegen das Urheberrecht oder gegen andere rechtliche Bestimmungen oder sind sie nicht namentlich gekennzeichnet nebst E-Mail-Adresse, werden sie nicht veröffentlicht. Das gilt auch für substanzlose Bemerkungen ("Find ich gut/schlecht/blöd...etc."). Aus den oben genannten juristischen Gründen sowie bei längeren Texten sind auch Kürzungen nicht ausgeschlossen.

Kommentare werden erst nach redaktioneller Prüfung freigeschaltet!