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Arbeitslosenzentrum kann jetzt wieder durchstarten

Jutta Becker und Iris Wollmerath am Eingang zum neuen Arbeitslosenzentrum, Schulgasse 3. Foto: Lothar Kaiser

Im vergangenen Jahr versiegte die Geldquelle, die das Arbeitslosenzentrum Remscheid des Diakonischen Werks seit dem Jahre 2002 überhaupt erst möglich gemacht hatte. Die Mitglieder des städtischen Sozialausschuss nahmen es am 16. September 2008 mit großen Bedauern zur Kenntnis: Ohne die Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) müsse die Planstelle eines/einer Sozialarbeiters/Sozialarbeiterin bzw. Sozialpädagogen/-pädagogin im Diakonischen Werk Remscheid zum 1. Oktober gestrichen werden.

Für viele Arbeitslosenzentren im Lande, die ihr Personal ebenfalls nicht mehr bezahlen konnten, bedeutete das damals das Aus. Doch in Remscheid wollte man sich so leicht mit der neuen Situation nicht abfinden. Sozialdezernent Burkhard Mast-Weisz damals: „Wir werden gemeinsam mit dem Diakonischen Werk und der ARGE nach Lösungsmöglichkeiten suchen.“ Bereits Ende September dann die gute Nachricht aus dem Rathaus: “Die ARGE wird die Diakonie beauftragen, Beratungs- und Unterstützungsangebote für Langzeitarbeitslose vorzuhalten. Dafür wird sie eine Fachstelle für die Beratung fördern. Die Diakonie wird ihrerseits die schon bisher aus eigenen Mitteln erbrachten personellen und sächlichen Leistungen (Arbeitslosenzentrum) weiterhin aufbringen. Darüber hinaus werden zwei Halbtagsstellen eingerichtet, die mit Mitteln der ARGE zu 75 Prozent gefördert werden. Diese werden den Treffbereich des Arbeitslosenzentrums mit unterstützen.“ Möglichst noch im Jahr 2008 solle das neue Arbeitslosenzentrum an den Start gehen, so Mast-Weisz damals.

Ganz so schnell ging denn doch nicht. Gut drei Monate tat sich fast gar nichts. Dann erfolgte der Umzug ins einstige Wohnhaus des evangelischen Superintendenten, Schulgasse 3. Inzwischen sind alle Räume eingerichtet und das Beratungsangebot soweit durchorganisiert, das die drei Mitarbeiterinnen des Arbeitslosenzentrums – Iris Wollmerath, Jutta Becker und Annette Jesinghaus – unter dem neuen Namen „Treff“ (mit einem Punkt dahinter) durchstarten können, unterstützt von Ein-Euro-Kräften. Für gestern hatten sie gemeinsam mit Diakonie-Chef Reinhard Harfst und Olaf Potthof, beim Diakonischen Werk Bereichsleiter Arbeit/Soziales/Beratung, zu einer Pressekonferenz eingeladen Sie wollten aufzeigen, in welcher Form sie künftig mit Kompetenz und Erfahrung professionelle Hilfe für Menschen (gleich welcher Konfession oder Herkunft) in schwierigen Lebenssituationen leisten können mit dem Ziel, den Menschen Hoffnung zu geben und sie in die Lage zu versetzen, ihr Leben wieder neu zu ordnen. Zitat:

„Der  versteht sich als Begegnungs- und Bildungsstätte.“ Neben bewährten, erfolgreichen Angeboten wie dem „Citybrunch“ und dem „Café Marktlücke“ – um diese niederschwelligen Angebote kümmert sich Jutta Becker – findet der interessierte Hilfesuchende im benachbarten Haus Schulgasse 3 einen „offenen Bereich“ (Jutta Becker: „Hier kann jeder kommen, wann er will, und sich im Internet nach freien Stellen umsehen!“) sowie (nach vorheriger Anmeldung) unterschiedliche Einzel- und Gruppenangebote. Geboten wird ein Schreib- und Bewerbungsoffice (Stellenrecherche im Internet, Erstellen von Bewerbungsunterlagen, etc.), Vermittlung von Beschäftigungsmaßnahmen (Arbeitsgelegenheiten) und Vermittlung in Arbeit im Rahmen des Projektes „Jugend in Arbeit“. Weiterhin existiert in Kooperation mit der Arge Remscheid eine Arbeitslosenberatung speziell für Alg-II-Empfänger (Hartz IV).

Reinhard Harfst. Foto: Lothar KaiserIris Wollmerath und Annette Jesinghaus stehen mit Rat und Tat zur Seite, wenn die Hilfesuchenden Unterstützung beim Ausfüllen von Anträgen und/oder bei der Beschaffung von notwendigen Unterlagen benötigen. Sie sind auch Ansprechpartnerinnen bei Fragen oder Verständnisschwierigkeiten von Bewilligungs- bzw. Widerspruchsbescheiden oder allgemeinen Fragen zum SGB II (z.B. Aufklärung über Rechte und Pflichten als Alg-2-Empfänger). Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, Klienten zu Terminen bei der Arge Remscheid zu begleiten. Reinhard Harfst, neuer Leiter des Diakonischen Werks Remscheid (Foto rechts): „Aufgrund der engen Vernetzung mit den anderen Beratungsdiensten des Diakonischen Werkes ist eine passgenaue und schnelle Weitervermittlung an entsprechende Beratungsstellen gewährleistet.“

Montags bis freitags von 11 bis 12 Uhr sowie donnerstags zusätzlich von 13.30 bis 16 Uhr gibt es eine offene Sprechstunde in der Arbeitslosenberatung. Telefonisch sind die Mitarbeiter/innen des Treffpunktes montags bis freitags von 9 bis 12 Uhr unter der Rufnummer 02191/59160-50 zu erreichen.  Per Mail  unter i.wollmerath@diakonie-kklennep.de">i.wollmerath@diakonie-kklennep.de bzw. a.jesinghaus@diakonie-kklennep.de">a.jesinghaus@diakonie-kklennep.de. Alle Beratungen und Hilfsangebote werden streng vertraulich behandelt und sind für den Hilfesuchenden kostenlos.

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