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Kölner Straße: Frischer Wind in eine jahrelange Diskussion

Der Einbahnverkehr auf der Kölner Straße in Lennep von Hertie Richtung Kreishaus. Skizze: Klaus Lellek

Klaus Lellek

In einer Bürgerversammlung in der Aula der Freiherr-vom-Stein-Schule erläuterten am 3. Februar die Essener Stadtplaner Martin Hellriegel und Michael Happe (BKR Essen), was ihrer Meinung nach im „Stadterneuerungsgebietes Bahnhof Lennep“ getan werden müsste. Es folgte eine Planungswerkstatt (9. Februar) und eine zweite Bürgerversammlung (6. April). Manche Anregungen und Vorschläge der Bürger/innen galten dabei auch der Kölner Straße („Mehr Aufenthaltsqualität!“). Das griffen die Planer auf und schlugen vor, den Verkehr auf der Kölner Straße nur noch in Richtung Altstadt fließen zu lassen. Ein Vorschlag, dem gestern im Röntgenmuseum Klaus Lellek, Ratskandidat der Grünen, widersprach. Der Lenneper, der bereits im Mai 2007 mit seinem Vorschlag Anerkennung geerntet hatte, die Kölner Straße durch ein Westumgehung entlang der Bahngleise von der Robert-Schumacher-Straße über die alte „Kammgarner Brücke“ bis zur Trecknase zur „Flaniermeile“ zu machen (und die Kreuzung Trecknase zum Kreisverkehr auszubauen), sorgt damit für frischen Wind in der seit Jahren andauernden Diskussion um die Kölner Straße.

Mehr Platz für Fußgänger vor Hertie.Die Diskussion hatte im Januar 2005 mit Entwürfen von Studentinnen und Studenten der Universität Wuppertal („Lennep 2000“) begonnen (zweispurige Verkehrsführung, wenig Parkplätze), die sich schon bald als unbezahlbar herausstellten. Das gilt allerdings auch für den gestern aus dem Kreis der zwanzig interessierten Zuhörerinnen und Zuhörer geäußerten Vorschlag, alle Bürgersteige auf der Kölner Straße zu entfernen und auf der so geschaffenen ebenerdigen Fläche nur durch Farbmarkierungen den Raum für Fahrzeuge und Fußgänger voneinander zu trennen. Klaus Lellek: „Aus finanziellen Gründen werden die Markierungen und das Umsetzen von Verkehrsschildern zunächst ausreichen müssen!“

Aber auch damit könne schon viel für die Verkehrsberuhigung und Aufenthaltsqualität auf der Kölner Straße getan werden, meinte der Grüne, zu dessen Hobby die Verkehrsplanung inzwischen geworden ist. Aber im Gegensatz zu den Planern von BKR kann er sich eine (3,75 Meter breite) Einbahnstraße nur vom Kaufhaus Hertie in Richtung Kreishaus vorstellen. „Sonst könnten die Busse der Stadtwerke die Haltestellen Berliner Hof und Bismarckplatz gar nicht mehr anfahren!“ Auch führe die Verkehrsführung bergwärts zu kürzeren Bremswegen und damit zu mehr Sicherheit für die Fußgänger. „Heute fährt auf der Kölner Straße alle drei Sekunden ein Auto. Da haben Fußgänger kaum eine Chance, die Straße zu überqueren!“

Rechts unten die Zufahrt zum Sanitätshaus Kreutzer.Während die Essener Planer noch von unterschiedlich breiten Bürgersteigen ausgegangen waren – zwei bzw. sechs Meter breit bei einer Fahrbahnbreite von 3,50 Metern), weist der gestern vorgestellte Plan von Klaus Lellek beiderseits der Straße Freiräume aus, die von den angrenzenden Geschäftsleuten und Gastwirten genutzt werden könnten („verbunden mit Patenschaften“). Und auch an zusätzliche Parkplätze ist gedacht. Zugleich fordert er aber auch die Anlieger auf, sich um eine bessere Gestaltung ihrer Grundstücke zu bemühen. Der Name Klaus Kreutzer fiel in diesem Zusammenhang zwar nicht. Dafür aber war von einem nicht behindertengerechten Sanitätshaus die Rede, das man „nur über dreizehn Stufen erreichen kann“.

Platz zum Flanieren vor dem Kreishaus.Zwei Bereiche fallen in den Plänen besonders ins Auge: Der halbkreisförmig vergrößerte Fußgängerbereich vor Hertie („Tor zur Altstadt“) und der – noch deutlicher umgestaltete – Platz vor dem Kreishaus. Nach den Vorstellungen von Klaus Lellek soll die Einbahnstraße links um den jetzigen Kiosk herumgeführt werden. Auf diese Weise ließe sich der Straßenbereich zwischen Kiosk und rechter Häuserzeile zu einem Platz für Fußgänger umgestalten. Und es bliebe noch genug Raum übrig, um auf rund 170 Quadratmetern neben einem (dann neuen) Kiosk noch weitere kleinere Läden unterzubringen. Lellek: „Die Busse Richtung Bahnhof können weiter vor Steinhaus halten, bevor sie nach links in die Robert-Schumacher-Straße weiterfahren. Und die Ausstiege der Busse Richtung Trecknase zeigen dann nach rechts auf den neuen Flanierplatz.“

Moderiert wurde die gestrige Informationsveranstaltung der Remscheider Grünen von Fraktionsgeschäftsführerin Jutta Velte. Sie konnte sich eine Randbemerkung zu den seit Jahren schwelenden Querelen zwischen Lenneper Einzelhändlern u.a. nicht verkneifen: „Wenn die Lenneper endlich zusammenhalten würden, könnte man einiges bewegen, ohne viel Geld ausgeben zu müssen!“

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