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Probleme mit Skatern, Zechern und Mountainbikern

Verdorrter Rollrasen am Pirnaplatz. Für den auswärtigen Landschaftsgärtner ist neuer Rasen billiger als Gießen. Foto: Lothar KaiserGroßer Andrang beim Remscheider Bahnhofsfest“, titelte der Waterbölles am 20. Juni. So viele Menschen gleichzeitig waren seitdem auf dem neu gestalteten Bahnhofsgelände nicht mehr zu sehen. Aber gut angenommen wird die neue Fußgängerverbindung zwischen Pirnaplatz in der Südstadt und Freiheitstraße allemal. Und manche Zeitgenossen halten sich dort sogar  länger auf, als den Anwohnern lieb ist. In der Sitzung der Bezirksvertretung Alt-Remscheid schilderte am Mittwoch Hannelore Hannes die Situation so: „Die Skater befahren den Bahnhofsvorplatz jetzt, im Sommer, bis gegen Mitternacht. Andere machen dort mit einem großen Kofferadio Party bis morgens um 4.“ Das Geld für Bier und Schnaps ist dann augenscheinlich vorhanden, nicht aber der halbe Euro für die öffentliche Toilette. Die Anwohnerin beklagte sich darüber in der Sitzung: „Die Bewohner des Hauses Freiheitstraße riechen und sehen das morgens im Hauseingang!“

Ordnungsamt und Polizei hätten das Problem bereits erkannt und gingen am Bahnhof häufiger Streife, sagte Stadtkämmerin Bärbel Schütte. Ob dies das Problem lösen wird, bleibt abzuwarten. Andere Probleme müssen andere lösen. Beispielsweise die Remscheider Entsorgungsbetriebe (REB). Sie sind für Abfallkörbe zuständig, auch für die auf dem Pirnaplatz. Als der vergangenen Sonntag eingeweiht wurde, quollen die Abfallbehälter über. Kein Renommee für die Stadt. Deshalb griff Christel Brune (SPD) dies am Dienstag im Bauausschuss auf – und machte ferner auf Montainbiker aufmerksam, die bereits die Böschung zur Prešover Straße (vorm. Ladestraße) beschädigt hätten. Hier fehle eine Absperrung.

Bild links: Den Skatern hält kein Stein stand. Bild rechts: Inzwischen wurde der Biergarten etwas zurückgebaut, damit der 'Blindenstreifen' benutzt werden kann. Fotos: Lothar KaiserWomit wir wieder bei den Skatern wären. Denen haben es kleine Betonmauern angetan. Das weiß jeder, der schon einmal über den Rathausplatz gegangen ist. Derartige Mauern gibt es auf dem Bahnhofsvorplatz und auf dem Pirnaplatz ebenfalls. Und allesamt sind sie inzwischen beschädigt, so dass die Kanten mit Metallbändern verkleidet werden müssen. An einer Stelle am Pirnaplatz fehlt inzwischen ein ganzes Stück Stein, monierte im Bauausschuss Hans Herbert Wilke (CDU). Der gelbe Asphalt des Platzes bewähre sich offenbar nicht, kritisierte er ferner. Reifenspuren und Ölflecke seien unübersehbar.

In den neuen Bürgersteig am Pirnaplatz wurde ein Streifen mit Spurrillen eingelassen speziell für Sehbehinderte. Sie können sich so mit ihrem Stock den Weg vom  Brücken-Center zur Bushaltestelle an der Unterführung ertasten. Was aber nützt dieser Service, wenn die Blumenkästen des kleinen Biergartens, den ein Gastwirt auf dem Bürgersteig eingerichtet hat, ganz oder teilweise auf diesem „Blindenstreifen“ stehen? Die Kommunalpolitiker forderten die Verwaltung auf, hier für Ordnung zu sorgen.

Und noch eine Forderung wurde im Bauausschuss laut: Der Landschaftsgärtner, der die Grünanlagen am Pirnaplatz und den Rollrasen an der Böschung angelegt habe, möge für die nötige Bewässerung sorgen. In der Tat: Der Rollrasen ist an einigen Stellen bereits verdorrt, gelb und nicht mehr zu retten. Die Stadt habe den Auftrag an den preisgünstigsten Anbieter vergeben müssen, erklärte Stadtplaner Hans Gerd Sonnenschein die Situation. Und der komme von auswärts. Da sei es für ihn billiger, vertrocknete Pflanzen einmal auszutauschen als regelmäßig zum Gießen nach Remscheid zu fahren. Auch einige Bäumchen an der Prešover Straße haben deshalb die heißen Sommertage nicht überdauert.

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Waterbölles am : Kein Beschluss zum Teilaspekt "Videoüberwachung"

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„Remscheid muss sauberer und sicherer werden!“, forderte die CDU am 27. Juli 2009 und rechnete fest damit, dass die Stadtverwaltung im September unter Federführung der zuständigen Dezernentin Bärbel Schütte (CDU) ein neues Konzept für mehr Sauberkeit, O

Kommentare

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Dirk Schaefer am :

Dass der ''gelbe'' Asphalt nicht lange sein gutes Aussehen behält, wenn er täglich von Lastwagen und Autos unter die Räder genommen wird, war abzusehen! Und auch parkende Autos hinterlassen gerne mal einen Ölfleck. Da aber das ''Lichtkonzept'' so wichtig war und das Befahren sich nicht verhindern lässt, muss man jetzt wohl damit leben. Die beiden Gastwirte möchte ich hier einmal loben. Ich finde, sie haben sich Mühe gegeben und den für meinen Geschmack sterilen Platz durch die kleinen Biergärten gemütlicher gestaltet. Bei dem Problem mit dem ''Blindenstreifen'' stellt sich mir folgende Frage: Die Damen und Herren Kommunalpolitiker geben sich doch (vor einer Wahl) so gerne ''bürgernah''! Warum geht man also nicht auf ein Bier (Wein o.a) zu den betroffenen Gastwirten und schafft das Problem in einem Gespräch aus der Welt. Dafür braucht es weder einen Ausschuss noch muss man das Ordnungsamt alarmieren!! Aber wahrscheinlich wäre das zu einfach.

Chronist am :

Für den Pirnaplatz hat die Bezirksvertretung Süd gestern vier weitere Parkplätze beantragt (entlang der Behindertenrampe). Auf sämtlichen Stellplätzen im verkehrsberuhigten Bereich (mit ockerfarbenem Asphalt) kann werktags von 7 bis 19 Uhr zwei Stunden lang mit Parkscheiben geparkt werden. Beschlossen wurde: „Der Pirnaplatz soll überwiegend der Aufenthaltsfunktion dienen. (…) Fußgänger dürfen die Straße in ihrer ganzen Breite nutzen. Der Fahrzeugverkehr muss Schrittgeschwindigkeit einhalten. Die Fahrzeugführer dürfen die Fußgänger weder gefährden noch behindern. Die Fußgänger dürfen den Fahrverkehr nicht unnötig behindern.“ Betont wurde erneut, dass der Blindenstreifen auf dem Gehweg freizuhalten sei.

Chronist am :

Die BV Süd hat heute ihren Beschluss vom 9. September auf Einrichtung von vier weiteren Pkw-Stellplätzen auf der Asphaltfläche des Pirnaplatzes unterhalb der Florentiner-Treppe nicht aufgehoben, wie von der Verwaltung vorgeschlagen, sondern zurückgestellt. Die Verwaltung hatte nachvollziehbar dargelegt, dass weitere vier Parkplätze auf dem Platz zur Rückzahlung von Fördergelder in Höhe von ca. 32.000 € zu führen würde. Hans-Herbert Wilke (CDU) erkannte dies zwar an, wies jedoch darauf hin, dass die unmarkierte Fläche zur „Falle“ („Knöllchen“) für Autofahrer werden könne. Deshalb müsse die Verwaltung sich zunächst etwas einfallen lassen, um dies zu verhindern. Der Vorschlag (wer hat ihn eigentlich geäußert?), an dieser Stelle eine Werbefläche für die Partnerstadt Pirna vorzusehen, wurde von den BV-Mitgliedern begrüßt.

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