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Neues Altenheim in Vieringhausen soll im Sommer fertig sein

Von li. n. re. Hermann Runkel Wolfgang Erbach, Pfarrer Peter Iwand, Stadtdirektor Burkhard Mast-Weisz, Geschäftsführer Gerhard Schönberg und Architekt Martin Kaiser. Foto: Lothar Kaiser

Die Baugenehmigung hatte die Stadt zügig erteilt, und die Arbeiten am neuen Altenheim „Stockder Stiftung“ auf Vieringhausen waren daraufhin nicht minder zügig aufgenommen worden. So schnell, dass der gestrige symbolische erste Spatenstich nur gedanklich vollzogen werden konnte: Die Bodenplatte für den Neubau war schon gegossen. Doch da war niemand, der das bedauerte. Nicht nur wegen des Starkregens, der am Nachmittag mehrfach über Vieringhausen niederging, sondern auch wegen des gesetzten Fertigungstermins: Im Sommer nächsten Jahres soll das neue Altenheim, das im Park hinter der „wunderschönen stadtteilprägenden Villa“ entsteht, bezugsfertig sein. Diese Beschreibung lieferte vor zahlreichen geladenen Gästen, darunter auch Mitglieder des Heimbeirates, Stadtdirektor Burkhard Mast-Weisz. Er skizzierte eingangs die lange Vorgeschichte des Bauprojektes.

Begonnen hatte es im Jahre 2006 mit der Erkenntnis, dass das alte Heim wegen Brandschutzmängeln nicht weiter genutzt werden konnte. Die Heimbewohner wurden daraufhin ins ehemalige Krankenhaus Lennep ausquartiert. „Ein Provisorium“, bekannte Mast-Weisz. Lange war unklar, ob die alte Villa abgerissen oder instandgesetzt werden sollte. Es war schließlich das Land Nordrhein-Westfalen, das der Stadt die Entscheidung abnahm durch den Bescheid, Altenpflegeheime zählten zu den unrentierlichen Kosten. Sozialdezernent Mast-Weisz erklärte das gestern vorsorglich noch einmal: „Derartige Kosten werden im investiven Bereich auf die Kreditlinie der Stadt angerechnet.“ Damit war für die Stadt klar: Alleine war der Neubau nicht zu stemmen. So begann denn die Suche nach einem Partner. Sie war erfolgreich: Am 31. Oktober 2007 gründeten die Stadt Remscheid und die Bergische Diakonie Aprath (BDA) die gemeinnützige Bergische Alten- und Pflegeeinrichtungen Remscheid GmbH“ per Notarvertrag. Und zwei Monate später übernahm die BDA den Betrieb der bisherigen städtischen Altenheime „Stockder-Stiftung" und „Haus Lennep" mit ihren 220 Pflegeplätzen.

Fehlte nur noch ein Investor für den Neubau auf Vieringhausen. Dafür war wegen der hohen Investitionssumme von 6,2 Millionen Euro eine europaweite Ausschreibung erforderlich; sie begann am 9. Mai 2008. Dadurch war der Plan, den Neubau noch im Jahre 2008 fertig zu stellen, nicht einzuhalten; der Baubeginn verzögerte sich um ein knappes Jahr. Erst  im Februar dieses Jahres war der Investor gefunden: die Erbach Seniorenwohnen Objekt Dortmund-Aplerbeck GmbH & Co. KG. Hinter ihr steht das Ehepaar Wolfgang und Ruth Erbach aus Welver im Kreis Soest. Sie wird in Vieringhausen in den nächsten zwölf Monaten 4,7 Millionen Euro investieren, also 1,5 Millionen Euro weniger als ursprünglich veranschlagt. Denn Stadt, Diakonie Aprath und Investor kamen schnell überein, dem Abriss eine Kernsanierung der alten Gebäude und einen Erweiterungsbau vorzuziehen.

Plan der neuen Altenheims auf Vieringhausen. Foto: Lothar KaiserAuf dieser Grundlage schloss die rechtlich unselbstständige Stockder-Stiftung im März mit dem Investor einen Erbbaurechtsvertrag und dieser wiederum mit der Bergischen Diakonie Aprath einen Mietvertrag für die noch zu bauende Alten- und Pflegeeinrichtung. Architekt ist Martin Kaiser, der für das Ehepaar Erbach bereits in Dortmund-Aplerbeck ein Altenheim errichtet hat. Er entwarf für das Gelände Vieringhausen 64 einen viergeschossigen, langgestreckten Bau mit insgesamt 80 Einzelzimmern nebst Dusche/WC, verteilt auf je zwei Wohngruppen pro Etage. Errichten wird ihn die Baufirma von Hermann Runkel. „Die Arbeiten gehen zügig voran“, freuten sich gestern Pfarrer Peter Iwand, BDA-Vorstandsvorsitzender, und BDA-Geschäftsführer Gerhard Schönberg, der auch die Geschäfte der Bergischen Alten- und Pflegeinrichtungen Remscheid GmbH“ führt. „Wir sind froh, das Provisorium in Lennep im nächsten Jahr verlassen zu können!“

Die Bewohnerinnen und Bewohner des Altenheims „Stockder Stiftung“ dürften es nicht minder sein. In die alte Villa werden sie allerdings nicht zurückkehren. Dort sollen eine Diakoniestation für Tagespflege und weitere „pflegenahen Dienste“ einziehen, wie Architekt Martin Kaiser erläuterte. Dazu zählt er eine Arztpraxis ebenso wie ein Friseurgeschäft. Fest steht als Mieter allerdings bisher lediglich die Tagespflegestation. Kaiser: „Denkbar ist auch, dass in der Villa altengerechte Wohnungen entstehen werden.“

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