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"Bewerbungs-Comic" für Jugendliche rundum gelungen

Foto: Lothar Kaiser

Am 17. Mai vorigen Jahres stellte es sich beim „Jugendforum“ in der Aula Ernst-Moritz-Arndt Gymnasium (Foti rechts) heraus, und niemanden wunderte es: Zu den Themen, die den Jugendlichen auf den Nägeln brennen, gehört die Berufswahl, konkret: die Sorge, keinen Ausbildungsplatz zu finden. Der Arbeitskreis “Übergang Schule > Beruf“ überschrieb die Diskussion damals mit "Hartz IV - nicht mit mir!", um deutlich zu machen, wo es keinesfalls enden soll. Seitdem haben sich vier Mitglieder des städtischen Jugendrates – Christine Weimer, Hakan Eren, Dennis Staniol und Sonja Wischniewski - mit diesem Problembereich in vielen Stunden noch intensiver befasst. Nicht, um darüber im Allgemeinen und Besonderen und zur eigenen Wissenserweiterung zu debattieren, sondern um anderen Jugendlichen, deren Sorgen vor Zukunft aufgrund verschiedener individueller Benachteiligungen besonders groß sind, konkrete Hilfen an die Hand zu geben.

Titelblatt des neuen 'Bewerbungs-Comics'. Foto: Lothar KaiserDie liegen jetzt vor. In Form eines 16 Seiten umfassenden Comic mit Schwarz-Weiß-Zeichnungen der Berliner Grafikerin Annette Kannenberg. Und mit vielen Tipps und Ideen zu Bewerbungen, hilfreichen Adressen in Remscheid und allgemeinen Informationen zu Telefontraining und Vorstellungsgesprächen. Farbfotos von Jugendlichen zeigen dabei anschaulich, was geht, vor allem aber, was nicht geht – Bewerbungsfotos in Freizeitklamotten beispielsweise, mit tiefem Ausschnitt oder mit einem Käppi auf dem Kopf. Knapp, anschaulich und einprägsam zugleich der Inhalt, dabei peppig in der Aufmachung, so sollte die DIN A 4-Broschüre werden. Und das ist sie auch geworden.

Über die Drehleiter zur Pressekonferenz. In orangefarbenen T-Shirts: Hakan Eren, Christine Weimer und Andreas Wetter. Foto: Lothar KaiserGestern stellten die Jugendlichen ihr Produkt der Presse vor. In einem Schulungsraum der Berufsfeuerwehr Remscheid. Und wer wollte, konnte den Weg dorthin mittels Förderkorb und Drehleiter nehmen. Getreu dem Aphorismus „Wer nach oben will, muss etwas in Bewegung setzen“. Besonderen Spaß, Remscheid einmal aus luftiger Höhe zu sehen, hatte Hakan Eren. Als Schüler einer Förderschule hatte ihm das Projekt „aus eigener Betroffenheit“ besonders am Herzen gelegen. Und dass die Broschüre bei allen gut angekommen ist, die sie inzwischen gesehen haben, freut ihn und macht ihn zu Recht auch ein wenig stolz.

Aber nicht nur die vierköpfige Arbeitsgruppe erntete vor zwei Tagen Lob im Jugendrat, sondern auch Diana Mucha und Andreas Wetter vom „KOMPAZZ“-Team der Kraftstation e.V. Sie hätten sich an der Entstehung der Broschüre mit einer „Goldgrube von Ideen“ beteiligt, sagte Hakan Eren auf der Pressekonferenz. Das andere „Gold“, die 3.500 Euro, die den „Bewerbungs-Comic“ überhaupt erst möglich machten, kamen von der Stiftung der Stadtsparkasse Remscheid. Jörg Koch to Krax: „Die 16 Seiten treffen den Geschmack der Jugendlichen. Da bin ich sicher. Der Wurm muss schließlich dem Fisch schmecken und nicht dem Angler!“

2.000 Exemplare sind nicht gerade eine Großauflage. An eine flächendeckende Verteilung in allen Remscheider Schulen ist deshalb nicht zu denken. Die sei aber auch nicht nötig, erklärten gestern Elke Müller und Michael Ketterer von der Kinder- und Jugendbetreuung der Stadt Remscheid. Vielmehr solle die Broschüre speziell in den 9. Klassen verteilt werden, und auch dort nur auf Nachfrage. Damit die Tipps nicht im Papierkorb landen, sondern dort ankommen, wo sie auch wirklich gebraucht werden. Haken Erden: „Der Jugendrat wird den Comic in den Klassen näher vorstellen.“ Er ist so gestaltet, dass er über mehrere Jahre seine Aktualität nicht verlieren wird und mit geringem Aufwand erneut produziert werden kann. Mit kleinen textlichen Änderungen (Adressen) sogar für andere Städte. Einige Beratungsstellen, mit denen das Remscheider „KOMPAZZ“-Team Kontakt hat, hätten bereits Interesse angemeldet, berichtete Andreas Wetter.

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Kommentare

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Frédéric Ranft am :

Eine super Sache! Ich hatte von dem Projekt schon mehrfach gehört, aber was man hier im Waterbölles sieht (ich habe das Endergebnis leider noch nicht gesehen), ist ja wirklich fantastisch. Mit dieser Qualität hätte ich nicht gerechnet. Da gebührt der Künstlerin großen Dank! Das waren sicher viele ehrenamtliche Arbeitsstunden.

Andy Sauer am :

Da kann ich mich Frederic nur anschließen. Klasse Arbeit!

Chronist am :

... und er ist weg gegangen wie warme Semmel. Wie Dennis Staniol, der Vorsitzende des Jugendrates, heute im Jugendhilfeausschuss berichtete, gibt es eine Zweitauflage von 5.000 Exemplaren, wiederum von der Stadtsparkasse finanziert.

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