Skip to content

Anzeige

Bau-Innung Remscheid Innung für elektrotechnische Handwerke Remscheid Fachinnung für Metall- und Graviertechnik Innung für Sanitär- und Heizungstechnik Remscheid
Dachdecker-Innung Remscheid Friseur-Innung Remscheid Maler- und Lackierer-Innung Remscheid Kraftfahrzeughandwerk Remscheid

GU: Eltern stehen vor einer schwierigen Situation

In einem Offenen Brief macht die Elternarbeitsgemeinschaft „GU Remscheid“ Verwaltung, Politik und Öffentlichkeit auf ihre Sorgen aufmerksam. GU steht für gemeinsamen Unterricht von Behinderten und nichtbehinderten Schülerinnen und Schülern. Der von Carmen Winkler und Dagmar Vetter abgesandte Brief, der die Unterschrift zahlreicher weiterer Väter und Mütter trägt, hat folgenden Wortlaut:

„Wir, die Elternarbeitsgemeinschaft Gemeinsamer Unterricht, fordern, dass, die UN-Konventionen Art. 24, die die BRD am 26.3.2009 unterzeichnet hat, entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen im Land NRW umgesetzt werden. Dies besonders, da die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben fordert. In Remscheid gibt es zurzeit neun integrative Kindergärten und vier integrative Grundschulen (die jetzt schon mehr Bewerber als Plätze haben). Im Bereich der Sekundarstufe I haben bisher abwechselnd zwei Remscheider Hauptschulen einen Teil der GU-Kinder integrativ unterrichtet. Bereits für das Schuljahr 2009/10 bestand die Situation, dass es mehr GU-Kinder als Plätze gab und man per Losverfahren über die Zukunft der Kinder entscheiden musste. Bisher gibt es in Remscheid keine andere Schulform als die Hauptschule, die überhaupt einen GU anbietet.

Wir als Arbeitsgemeinschaft und selbst betroffene Eltern stehen aktuell vor der drohenden Situation, dass für etwa 20 Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf gar keine Fortführung des integrativen Unterrichts in der Sekundarstufe I in Remscheid im nächsten Schuljahr angeboten wird. Die begonnene Integration wird jäh unterbrochen. Dies ist ein Schritt zurück und kein Schritt nach vorne und bedeutet einen erheblichen Einschnitt in die Biographie der Kinder.

Als Eltern von behinderten Kindern müssen wir noch zu oft um Selbstverständliches kämpfen und das im Jahre 2009, fast 60 Jahre nachdem das Normalisierungsprinzip entwickelt wurde, das Menschen mit (körperlicher/geistiger) Behinderung ein normales Leben in allen Bereichen ermöglichen sollte. Die Umsetzung der UN-Konventionen muss viel stärker in den Fokus rücken und zügig umgesetzt werden.

Bitte geben Sie uns einen Ratschlag, wie es mit unseren Kinder weitergehen soll und unterstützen Sie uns in unserem Kampf! Wir möchten nicht versäumen, darauf hinzuweisen, dass selbstverständlich für alle Lehrkräfte und Elternvertreter der weiterführenden Schulen in Remscheid die Möglichkeit zur Hospitation in den GU-Grundschulen unserer Stadt besteht. Dort können Sie sich davon überzeugen, dass der integrative Unterricht für alle Kinder, also auch die ohne Förderbedarf, ein Gewinn ist.

Trackbacks

Waterbölles am : Verständnis für betroffene Eltern, aber wenig Hoffnung

Vorschau anzeigen
Zuerst eine Diskussion im Behindertenbeirat (9. Juli). Dann eine Versammlung betroffener Eltern (Oktober). Danach ein Offener Brief an Rat, Verwaltung und Schulleitungen. Gestern nun der in eine Bürgeranfrage verpackte Appell von Dagmar Vetter („Elterna

Kommentare

Ansicht der Kommentare: Linear | Verschachtelt

Jutta Velte am :

Die freie Wahl der Schule und der Schulform muss allen Kindern und Eltern ermöglicht werden, völlig unabhängig von ihre Behinderung. Deswegen begrüßen wir als Grüne das Schreiben der Arbeitsgemeinschaft GU in Remscheid. Wir wollen und werden weiterhin dafür werben, dass sich alle weiterführenden Schulen mit dem Thema beschäftigen und inklusiven Unterricht ermöglichen. Die Möglichkeiten der Kinder müssen erweitert werden. Wir streiten dafür, dass Ausgrenzung und Brüche in der Lebensbiographie der GU- Kinder absehbar in Remscheid zu verhindern und erwarten von der Stadtverwaltung und den Schulen entsprechende Bewegung. Erste Schritte sind ja bereits unternommen worden.

Barbara Zirbes am :

Bisher gibt es in Remscheid keine Gesamt- oder Realschule und kein Gymnasium, die überhaupt einen GU anbieten. Das können und wollen wir (Eltern von integrativ unterrichteten Kindern im gemeinsamen Unterricht (GU) in der Grundschule) nicht einfach so hinnehmen. Wir laden Sie herzlich zu unserem nächsten Treffen ein - am Dienstag, 10. November, 19.30 Uhr, in der Ratsstube im Ratskeller/ Raum links, bei dem Informationen über den aktuellen Sachstand ausgetauscht sowie weitere Aktionen geplant und besprochen werden sollen.

Kommentar schreiben

Die angegebene E-Mail-Adresse wird nicht dargestellt, sondern nur für eventuelle Benachrichtigungen verwendet.

Um maschinelle und automatische Übertragung von Spamkommentaren zu verhindern, bitte die Zeichenfolge im dargestellten Bild in der Eingabemaske eintragen. Nur wenn die Zeichenfolge richtig eingegeben wurde, kann der Kommentar angenommen werden. Bitte beachten Sie, dass Ihr Browser Cookies unterstützen muss, um dieses Verfahren anzuwenden.
CAPTCHA

Standard-Text Smilies wie :-) und ;-) werden zu Bildern konvertiert.
Formular-Optionen

Die einzelnen Beiträge im "Waterbölles" geben allein die Meinung des Autors / der Autorin wieder. Enthalten eingeschickte Texte verleumderische, diskriminierende oder rassistische Äußerungen oder Werbung oder verstoßen sie gegen das Urheberrecht oder gegen andere rechtliche Bestimmungen oder sind sie nicht namentlich gekennzeichnet nebst E-Mail-Adresse, werden sie nicht veröffentlicht. Das gilt auch für substanzlose Bemerkungen ("Find ich gut/schlecht/blöd...etc."). Aus den oben genannten juristischen Gründen sowie bei längeren Texten sind auch Kürzungen nicht ausgeschlossen.

Kommentare werden erst nach redaktioneller Prüfung freigeschaltet!