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Durch Auftragsmangel Kurzarbeit in 373 Betrieben

Pressemitteilung der Agentur für Arbeit

Auf dem Arbeitsmarkt in Remscheid hat sich im Oktober viel bewegt, und es gibt einige positive Entwicklungen zu entdecken, die allerdings den Stand der Arbeitslosigkeit nicht auffällig verringern konnten. Vor allem hat sich der seit September zu verzeichnende Anstieg bei dem Stellenangebot der Betriebe nochmals verstärkt. Es liegt nun auf dem Niveau von 2006 und kaum unter dem der Boomjahre 2007/2008. Auch die Zahl der kurzarbeitenden Betriebe ist um sieben gesunken. Es meldeten sich zudem weniger Männer und Frauen aus einer Beschäftigung heraus arbeitslos, und es fanden mehr als im Vormonat eine Beschäftigung. Gleiches gilt auch für den Bereich von Ausbildung und Qualifizierung. In diesem Monat entscheidend für den Gleichstand von Zu- und Abgängen und damit einer Stabilität der Arbeitslosenzahl in toto waren in der Person des Arbeitslosen liegende Gründe wie Arbeitsunfähigkeit, mangelnde Verfügbarkeit, Meldeversäumnisse. In der Summe standen sich 930 Zugänge und 931 Abgänge von Männern und Frauen gegenüber, so dass die Arbeitslosigkeit (fast) unverändert bei 5.933 geblieben ist. Ganz anders sieht die Situation im Vergleich zum Vorjahr aus. Gegenüber 2008 gibt es 1.242 oder 26,5 Prozent mehr Arbeitslose, die zur Vermittlung bereit sind. Die Arbeitslosenquote liegt unverändert bei zehn%. Vor einem Jahr hatte sie noch bei 7,9% gelegen.

Eine kleine Entlastung gibt es im Bereich der Kurzarbeit zu verzeichnen. Insgesamt sieben Betriebe haben sich aus der Kurzarbeit abgemeldet. Eine weiterhin schwierige Zeit haben sicherlich die verbliebenen 373 Remscheider Betriebe und ihre MitarbeiterInnen, die Kurzarbeit durchführen. Durch den Einsatz dieses Instrumentariums gibt es zwar die gewünschten Effekte, wobei die Arbeitskräfte dem Betrieb erhalten bleiben, der Arbeitnehmer seinen Arbeitsplatz behält und Arbeitslosigkeit verhindert wird, aber dennoch bleibt die finanzielle wie psychische Belastung für die Betriebe wie auch die Beschäftigten weiterhin sehr hoch.

Aktuell liegen der Agentur weitere acht Anfragen auf Kurzarbeit vor. In diesen Betrieben sind rund 73 Männer und Frauen beschäftigt. Der Vergleichswert des Vormonats lag noch bei vier anfragenden Betrieben mit 20 Beschäftigten. Hier ist erfahrungsgemäß bei einem Großteil der Firmen mit dem Eintritt in die Kurzarbeit zu rechnen, so dass sich die Auftragslage nicht deutlich verbessert zu haben scheint. Diese Annahme wird durch einen Blick auf die Branchen, in denen sich die kurzarbeitenden Betriebe befinden deutlich: die für Remscheid prägenden Wirtschaftszweige Metallverarbeitung, Wergzeugbau, Automobilzulieferung, Maschinenbau sind sogar noch leicht vermehrt in Kurzarbeit befindlich.

Ute Ackerschott. Foto: Lothar Kaiser„Eine positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt habe ich trotz der sonst guten Erfahrungen mit dem Monat Oktober in den letzten Jahren diesmal zwar nicht erwartet. Doch ist das Remscheider Ergebnis dann doch irritierend, wenn ich es mit dem Solinger Arbeitsmarkt vergleiche, wo ein Rückgang der Arbeitslosigkeit um über 200 Personen erreicht wurde.“ so Ute Ackerschott, Leiterin der Arbeitsagentur. „Noch erstaunlicher wird es, wenn man sich die vertieften Zahlen anschaut, die viel mehr Positives haben erwarten lassen: ein gestiegenes und hohes Stellenangebot, weniger Entlassungen, mehr Einstellungen und ein zaghafter Rückgang bei der Kurzarbeit. Leider führt dies nur zu einem Sinken der Arbeitslosigkeit um eine Person. Gleichzeitig schließe ich von den positiven Signalen nicht darauf, dass wir entspannt in die Zukunft des Arbeitsmarktes blicken können. Allein die Tatsache, dass 373 Betriebe mit Kurzarbeit den Auftragsmangel abfangen müssen - und das vielleicht seit Monaten und in den prägenden Branchen der Remscheider Wirtschaft -, birgt ein nicht kalkulierbares Risiko. Ein wichtiges Resümee des Monats ist aber, dass sich wiederum viel auf dem Arbeitsmarkt bewegt hat und mehr Arbeitslose als vorher eine Beschäftigung angeboten bekommen haben.“ Für diejenigen Remscheider Arbeitgeber, die jetzt qualifizierte Kräfte suchen, hat die Arbeitsagentur einen Pool gut qualifizierter Kräfte zur Verfügung. Das Fachpersonal im Arbeitgeberservice ermittelt mit Ihnen zusammen, die maßgeschneiderte Besetzung für Ihre Stelle. Testen Sie den Arbeitgeberservice in der Arbeitsagentur Remscheid 01801 / 66 44 66 (Festnetzpreis 3,9 ct/min).

Die Entwicklung der Arbeitslosigkeit verlief in diesem Monat in den Rechtskreisen gegenläufig. Waren im Bereich SGBIII (Arbeitslosenversicherung) mit 1.980 Arbeitslosen insgesamt 32 oder 1,6% mehr Arbeitslose zu zählen, so ist die Arbeitslosigkeit im Bereich des SGB II –Bereich mit 3.953 Beschäftigungslosen insgesamt um 33 Arbeitslose gesunken. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Entwicklung in beiden Rechtskreisen dagegen negativ. Wurden im SGBII – Bereich insgesamt 508 oder 14,7% mehr Arbeitslose registriert, zählte der SGBIII – Bereich sogar 734 oder 58,9% Betroffene mehr. Das zeigt auf, dass frisch Entlassene und nicht Langzeitarbeitslose die Arbeitsmarktzahlen bestimmen.

Die Zahl der Arbeitslosmeldungen ist im Berichtsmonat unter dem Vormonatsniveau geblieben. Nur noch 931 Meldungen sind zu verzeichnen gewesen, das waren 78 oder 7,7% weniger als vor einem Monat. Der Vergleichswert des Vorjahres lag bei nur 868 Arbeitslosmeldungen. Die Zahl der Zugänge aus den Betrieben ist erfreulich gesunken. Insgesamt wurden 397 Neuzugänge nach einer Erwerbstätigkeit gezählt, das sind 27 oder 6,4% weniger als im August. Davon entfallen auf den SGB III -Bereich 300 (Vormonat: 319) und auf den SGB II - Bereich 97 nach 105 im Vormonat. Seit Jahresbeginn haben sich somit 4.543 (Vorjahr: 3.371) Männer und Frauen aus den Betrieben arbeitslos gemeldet. Damit sind die Zugänge aus Beschäftigung um 1.172 oder 34,8% gestiegen, was die angespannte Situation in vielen Firmen widerspiegelt (SGB III = 3.114, Vorjahr: 2.049 und SGB II = 1.340, Vorjahr: 1.241).

Daneben haben 155 (Vormonat: 170) Männer und Frauen eine Ausbildung/ Qualifizierung beendet. Darunter auch 14 vorwiegend junge Menschen, die zuvor eine betriebliche / außerbetriebliche Ausbildung beendet haben. Die Vergleichszahl des Vormonats lag hier noch bei 21 Absolventen. Daneben beendeten auch 24 Männer und Frauen eine Trainingsmaßnahme. Der Vergleichswert in diesem Bereich lag bei 26.

Weiterhin haben die Betriebe, wenn auch nicht mehr ganz in der Größenordnung der vergangenen Jahre, Bedarf an gut ausgebildeten Kräften. Die gegenüber dem Vormonat sogar noch gestiegene Zahl von Abgängen in Erwerbstätigkeit unterstreicht dies. Im Berichtsmonat wurden insgesamt 931 Abgänge aus der Arbeitslosigkeit registriert. Gegenüber dem Vormonat sind dies 144 oder 13,4% weniger Abmeldungen. Der Wert des Vorjahres lag bei 998. Aktuell entfallen davon auf den SGB III-Bereich 416 (Vormonat: 534) und auf den SGB II-Bereich 515 (Vormonat: 541). Trotz der weiter angespannten Situation auf dem Arbeitsmarkt konnten im abgelaufenen Monat mit 289 mehr Männer und Frauen eine Beschäftigung aufnehmen als noch im Monat (263) zuvor. Der Vergleichswert des Vorjahres lag bei 293 und somit leicht über dem aktuellen Wert. Insgesamt konnten somit 2.567 (Vorjahr: 3.165) Männer und Frauen seit Jahresbeginn in eine Beschäftigung münden. Davon entfielen auf die ARGE 1.020 (Vorjahr: 1.580) und auf die Arbeitsagentur 1.547 (Vorjahr: 1.585) Arbeitsaufnahmen.

In der langfristigen Betrachtung spiegelt sich die weiter vorhandene Zurückhaltung der Betriebe bei der Personalauswahl wider. Wenn auch nicht mehr die durch den Beginn der dualen und Schulausbildung typischerweise hohen Zahlen der Vormonate erreicht werden können, konnten doch 177 Männer und Frauen in eine Ausbildung/Qualifizierung abgemeldet werden. Hier lag der Vergleichswert des Vormonats noch bei 317 und der des Vorjahres bei 248.

Die Zahl der arbeitslosen jungen Menschen unter 25 ist im Oktober nochmals leicht zurückgegangen. Weitere Einmündungen in Ausbildung haben zum Rückgang mit beigetragen. Am Ende des Berichtsmonats waren in Remscheid noch 603 Arbeitslose gemeldet, die das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet hatten. Damit hat sich die Zahl der Beschäftigungslosen bei dieser Personengruppe gegenüber dem Vormonat um 16 oder 2,6% verringert. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich dagegen die Zahl der Jüngeren um 160 oder 36,1% erhöht, während die Arbeitslosigkeit insgesamt nur um 26,5% zugelegt hat. Die schlechte Wirtschaftslage hat insbesondere bei den Jugendlichen ihre Wirkung hinterlassen. Infolge des aktuellen Rückgangs beträgt die Arbeitslosenquote der unter 25- Jährigen nur noch 9,1% nach 9,3% im Vormonat und 6,6% vor einem Jahr.

Bei den unter 20jährigen ist keine Veränderung bei der Beschäftigungslosigkeit zu verzeichnen. Insgesamt wurden wie im Vormonat 94 Arbeitslose gezählt. Vor einem Jahr lag der Vergleichswert bei 93 Arbeitslosen. Die Arbeitslosenquote liegt aktuell bei 4,7% nach 4,7% und 4,6% vor einem Jahr. Betreut werden in Remscheid 282 (Vormonat: 284) Jüngere unter 25 Jahre durch die Arbeitsagentur und 321 (335) von der ARGE. Die Vergleichswerte von vor einem Jahr lagen mit 193 um 89 oder 46,1% und im SGB II - Bereich mit 250 Betroffenen um 71 oder 28,4% niedriger.

Von den Jüngsten werden 28 (Vormonat: 28) im Bereich SGB III und 66 (Vormonat: 66) von der ARGE betreut. Die Vorjahresergebnisse lagen bei 28 bzw. 65 jungen Arbeitslosen. Das Stellenangebot aus den Remscheider Unternehmen für eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung hat sich gegenüber dem Vormonat erhöht. Insgesamt 274 offene Stellen, davon 221 (Vormonat: 210) für sozialversicherungspflichtige Beschäftigung wurden den Vermittlungsfachkräften gemeldet. Der Vergleichswert von 2008 lag bei 252 Vakanzen und somit um einige Beschäftigungschancen höher. So wurden insbesondere Stellen aus den Bereichen Verarbeitendes Gewerbe (8), Bau (6), Handel (33), Zeitarbeitsunternehmen (137) und Gesundheits- und Sozialwesen (10) gemeldet. Aktuell sind noch 536 Stellen zu besetzen.

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