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"Neue Wege gehen": Demenzwoche ab 7. November

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Nachdem 2007 "Türen öffnen" das Motto des damaligen "Bergischen Demenztages" im war, steht über der „Bergischen Demenzwoche 2009“ vom 7. bis 14. November der Appell "Neue Wege gehen". Es ist diesmal eine Woche, um das umfangreiche Programm zeitlich etwas zu entzerren und  interessierten Menschen die Gelegenheit zum Besuch möglichst vieler Veranstaltungen zu geben. Sehr wichtig ist es gerade für dis betroffenen Angehörigen, dass sie aktuell über sämtliche vorhandenen Hilfsangebote vor Ort informiert werden. Die Städte Wuppertal, Solingen und Remscheid entschlossen sich daher, die Öffentlichkeit im Zwei-Jahres-Rhythmus im Rahmen einer gemeinsamen Veranstaltung, der "Bergischen Demenzwoche", parallel, gezielt und umfassend zum Thema zu informieren. Schirmherren sind die Sozialdezernenten der drei Städte.

Hintergrund: An einer Demenz leiden in Deutschland rund 1,2 Millionen Menschen – mit steigender Tendenz. Der Grund: Das Risiko steigt mit dem Alter. So leidet im Alter zwischen  65 und 69 Jahren jeder Zwanzigste an einer Demenz, aber zwischen 80 und 90 ist  schon fast jeder Vierte und ab 90 Jahren jeder Zweite betroffen. Weil in unserer Gesellschaft der Anteil älterer Mitbürger zunehmen wird, erwartet man auch eine Zunahme an Demenzkranken. So rechnen Experten für das Jahr 2030 mit 2,5 Millionen  Betroffenen. Allein in Remscheid leiden derzeit rund 2.500 Menschen an einer Demenz verschiedenster Form und Ausprägung. Für das Jahr 2030 kann nach derzeitiger Entwicklung in Remscheid mit fast 6.000 bis 7.000 Betroffenen gerechnet werden. Nur jeder vierte Betroffene wird in einer Einrichtung stationär betreut. Die übrigen  Menschen leben in der eigenen Häuslichkeit und werden dort durch Angehörige,  Freunde, Nachbarn und Pflegedienste versorgt.  Für die erkrankten Menschen und insbesondere zur Unterstützung der pflegenden  Personen bedarf es des Ausbaus besonderer Angebote im ambulanten und auch im  stationären Bereich. Die Angebote sind gerade in unserer Region zwar schon sehr  vielfältig und gut, jedoch werden sie vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung zukünftig verstärkt nachgefragt werden.

In Remscheid startet die Demenzwoche am 7. November mit einer großen  Messe/Ausstellung im Erdgeschoß des Rathauses („Markt der Möglichkeiten“), an  der sich 25 Anbieter beteiligen. Geboten wird an diesem Tag zwischen 8 und  14 Uhr außerdem ein interessantes Rahmenprogramm. Anschließend werden bis zum 14. November an jedem Tag interessante Vorträge,  Führungen, Vorführungen und Ausstellungen rund um das Thema Demenz stattfinden.   Das genaue Programm kann einem Informationsflyer entnommen werden, der im  gesamten Stadtgebiet ausliegt (Rathäuser und weitere städtische Dienststellen, Beratungsstellen, Ärzte, Apotheken, Sanitätshäuser, Krankenkassen/Pflegekassen, Seniorentagesstätten, Begegnungsstätten, Betreutes Wohnen, Pflegeheime, Kirchengemeinden sowie an vielen weiteren Stellen). Das Programm ist außerdem einsehbar im Internet unter www.remscheid.de.

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Chronist am :

Der Ablauf der Auftaktveranstaltung mit 25 Ausstellern im Erdgeschoss des Rathauses am kommenden Samstag, 8 bis 14 Uhr: 10 Uhr: Eröffnung durch Stadtdirektor Burkhard Mast-Weisz 10.05 bis 10.20 Uhr: Neue Wege mit Demenz gehen – Pflegende Angehörige geben einen persönlichen Einblick 11 bis 11.15 Uhr: Der Demenz weglaufen – Möglichkeiten der Prävention, Vortrag von Arnd Bader 12 bis 12.15 Uhr: Vorsorge rechzeitig treffen – Tipps eines pflegenden Angehörigen, Vortrag von Manfred Gunkler 13 bis 13.20 Uhr: So kann ich es schaffen – Bewältigungsstrategien für pflegende Angehörige, Vortrag von Tassilo Mesenhöller 13.20 bis 13.25 Uhr: Schlusswort und Ausblick auf die Angebote der Bergischen Demenzwoche 2009 durch Stadtdirektor Burkhard Mast-Weisz 13.30 bis 14 Uhr: Ökumenische Andacht mit Pfarrer Axel Mersmann und Stadtdechant Thomas Kaster

Andrea Wild , städt. Pflegeberatung am :

Zur Bergischen Demenzwoche präsentiert die städtische Pflegeberatung in ihren Räumen Alleestr. 66, 1. Etage, die Fotoausstellung "Ein neuer Blick auf die Pflege". Sie ist in der Zeit vom 9. bis 23.November montags bis freitag von 9 bis 16 Uhr geöffnet (die Beratungsstelle von 9 bis 12 Uhr). Präsentation und Vortrag: am 9.11. um 10 Uhr. Im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit hat die Fotografin Julia Baier ein authentisches Bild von der Pflege aufgespürt. Es ist dabei ein neuer Blick auf die Pflege entstanden, der in dieser Ausstellung präsentiert wird und der vor allem eines klar zum Ausdruck bringt: Pflege ist menschlich, denn zum Pflegefall zu werden ist menschlich. Die Fotos zeigen die Pflege so, wie sie ist. Authentisch und ohne Klischees. Mit diesem neuen Blick auf die Welt der Betroffenen werden die Betrachter eingeladen, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen - und allen Pflegekräften zu danken, die es tagtäglich pflegebedürftigen Menschen ermöglichen, in Würde und Geborgenheit zu leben. Interessenten sind zur Ausstellung und zum Vortrag herzlich eingeladen.

Chronist am :

Am Freitag, 13. November, führt Dr. Bernd Heidrich vom städtischen Gesundheitswesen in das Thema "Demenz unter dem Gesichtspunkt der Veränderung von Denken, Fühlen und Fähigkeiten" ein. (16 Uhr Gemeinde- und Stadtteilzentrum "Die Esche", Eschenstraße 25). Der Besuch des Vortrags kann mit der Besichtigung der Ausstellung „Wie aus Wolken Spiegeleier werden“ des Grafikers Carolus Horn verbunden werden. Die Ausstellung wird dort offiziell am Sonntag, 8. November, um 14 Uhr eröffnet. Die Ausstellung des an Alzheimer erkrankten Werbegrafikers Carolus Horn zeigt, wie sich seine Betrachtens- und Ausdrucksweise im Verlauf seiner Erkrankung änderten. Sie ist bis zum 3. Dezember zu sehen.

Chronist am :

„Durch den demographischen Wandel wird schon in naher Zukunft die Zahl demenzkranker Patienten deutlich zunehmen“, so Prof. Ulrich Sliwka, Chefarzt der Klinik für Neurologie am Sana-Klinikum Remscheid. Zur Bergischen Demenzwoche beantwortet er am Donnerstag, 12. Novembe, ab 17 Uhr im Forum ovale während des Patientenseminars „Demenz erkennen, verstehen und behandeln“ Fragen zur Ursache, zur Vorbeugung und zur Behandlung bzw. zum Umgang mit Demenzkranken. Des weiteren wird ein Demenz-Screening-Test angeboten. Prof. Sliwka: „Mit Hilfe dieses Tests können wir klären, ob eine beginnende Demenz vorliegen könnte.“

Chronist am :

Am Dienstag, 10. November, zeigt das Metropol-Kino zur Bergischen Demenzwoche den Film "Iris - Leben war ihre größte Begabung". Er erzählt die authentische Lebensgeschichte der englischen Schriftstellerin Iris Murdoch (1919-1999), die noch heute als eine der bedeutensten Autorinnen ihrer Generation angesehen wird. Sie litt die letzten Jahren ihres Lebens an der Alzheimer-Krankheit.

Stadt Remscheid am :

Für das Jahr 2011 ist eine Neuauflage der Bergischen Demenzwoche geplant. Nach Abschluss der Informationswoche steht fest: Die Bergische Demenzwoche in Remscheid war ein voller Erfolg. Viele interessierte Menschen informierten sich innerhalb der Woche umfassend. Das bunte Informationsprogramm stieß auf großes Interesse. Die positive Resonanz zeigt einmal mehr, dass es richtig ist, mit separaten Aktionsveranstaltungen über die ohnehin bestehenden Beratungsangebote hinaus zum Thema Demenz zu informieren. Das hilft insbesondere Menschen, die neu mit der Krankheit konfrontiert werden – zumeist als betroffene Angehörige. (Pressemitteilung)

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