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Michael Hagemann ist der "tägliche Entscheider" im BZI

von li. n. re. Alexander Holthaus, Dr. Manfred Diederichs, Michael Hagemann, Markus von Dreusche und Joachim Groth. Foto: Lothar Kaiser

Früher war es die „Gemeinschaftslehrwerkstatt“. Doch mittlerweile hat sich der Name „BZI“ durchgesetzt. Er steht für das „Berufsbildungszentrum der Industrie – Kompetenzzentrum Technik und Wirtschaft Remscheid“. In dem Gebäudekomplex an der Wüstenhagener Straße arbeiten zurzeit 24 Festangestellte und zehn „eigene“ Azubis  in den vier Abteilungen Ausbildung, Weiterbildung, Vertrieb und neuerdings auch Buchführung. Sie sind verantwortlich für eine Vielzahl von Bildungsangeboten: Fachlehrgänge, Qualifizierungsmaßnahmen, Abendkurse und Info-Veranstaltungen zu aktuellen Produktions-, Informations- und Kommunikationstechniken  sowie betriebswirtschaftlichen Kompetenzen. Allein die Broschüre zur Weiterbildung, die für dieses Winterhalbjahr vorgelegt wurde, umfasst 60 Seiten. Als Bildungsunternehmen mit täglich 250 Kursusteilnehmern und Auszubildenden beschreibt Michael Hagemann (38) seinen neuen Wirkungskreis. Die Gesellschafter des 1952 als Gemeinschaftswerkstatt gegründeten BZI – der Arbeitgeber-Verband von Remscheid und Umgebung e.V. (AGV) und die Industrie- und Handelskammer Wuppertal-Solingen-Remscheid (IHK) – hatten ihn bereits zum 1. Juni als hauptamtlichen Geschäftsführer. An die Spitze des Leitungsteams gestellt, mit den bisherigen ehrenamtlichen Geschäftsführern Markus von Dreusche (AGV) und Joachim Groth (IHK) an seiner Seite. Beide haben nun, nach Hagemanns Übernahme- und Einarbeitungszeit, ihr Mandat wie vorgesehen zum 31. Oktober niedergelegt. Die Entscheidung für einen hauptamtlichen Geschäftsführer sei von den Gesellschaftern „in sehr gutem Einvernehmen“ getroffen worden, betonte von Dreusche heute auf einer Pressekonferenz und freute sich über Michael Hagemann als „hervorragenden Nachfolger, der sich in der heutigen Förderlandschaft sehr gut auskennt“. Michael Hagemann, von Beruf gelernter Landwirt, Sozialarbeiter (staatlich anerkannter Dipl.-Soz.) und Betriebswirt, wohnt in Lüttringhausen, ist verheiratet, hat eine Tochter, und arbeitetevorher als Betriebsleiter, Fachbereichsleiter, Projektmanager und Geschäftsführer sowohl in der Privatwirtschaft als auch in gemeinnützigen Unternehmen.

Bislang fanden im BZI Besprechungen mit den ehrenamtlichen Geschäftsführern in der Regel alle zwei Wochen statt. Mit Michael Hagemann ist nun täglich ein „Entscheider“ vor Ort. Das mache das Unternehmen dynamischer und erhöhe seine Marktfähigkeit, sind sich die Beteiligten einig. Ein so großes Unternehmen müsse „aus sich selbst heraus auf dem Markt agieren können“, bestätigten als Vertreter der beiden Gesellschafter heute  Alexander Holthaus (AGV) und Dr. Manfred Diederichs (IHK). In ihren Kreis gesellen sich nun von Dreusche und Groth; der Turnus der Sitzungen der Gesellschafter und des Aufsichtsrates soll künftig kürzer sein.

Insbesondere im Bereich der Weiterbildung gibt es für das BZI viel zu tun. Hier macht sich die in Remscheid noch immer schwergewichtig vertretene Werkzeug- und Maschinenindustrie positiv bemerkbar. Würde diese Branche in der Stadt eine untergeordnete Rolle spielen, müsste so manches BZI-Kursus mit Sicherheit mangels Nachfrage ausfallen. So aber stößt das Angebot auf eine rege Nachfrage. Zumal sich der Stellenwert von (Weiter-)Bildung erhöht hat. Joachim Groth: „Viele Arbeitnehmer haben erkannt, dass Weiterbildung ein Mittel gegen Arbeitslosigkeit sein kann!“ Zitat aus der Weiterbildungsbroschüre des BZI: „Zukunft ist die Veränderung von heute auf morgen. Neue Ideen und neue Materialien führen zu neuen Produkten und Anwendungen. Neue Technologien und Fertigungs­verfahren verändern Produktionsprozesse. Globaler Wettbewerb zwingt zu ständig neuen Marketingstrategien und Vertriebskonzepten. Mithin ändern sich auch unsere Arbeitsbedingungen und die Formen der Zusammenarbeit. Den Wandel in unserem Berufsleben aktiv zu begleiten verlangt von uns die permanente Bereitschaft auf Neues einzuge­hen. Lebenslanges Lernen ist eine unbedingte Notwendigkeit. Wir sind davon überzeugt: Zukunft kam man lernen!“

Als die jetzt scheidenden ehrenamtlichen Geschäftsführer im Juni 2003 ihr Amt antraten, war das BZI zwar bereits technisch gut ausgestattet, aber in der Öffentlichkeit nur selten ein Thema. Auch nicht in so manchem Betrieb der Region. Weil dem damaligen Ausbildungsleiter die Zeit fehlte, um sich auch noch um Öffentlichkeitsarbeit und Akquise zu kümmern. Seitdem hat sich viel getan. Im Internet können beispielsweise alle Bildungsangebote des BZI per Mausklick gebucht werden. Vor allem der „nebenberufliche“ Betriebsleiter Fred Schulz, an dessen Stelle der hauptamtliche Geschäftsführer getreten ist, intensivierte in den vergangenen Jahren die Öffentlichkeitsarbeit. Mit dem Ergebnis, dass die Zahl der Auszubildenden gegenüber 2002 um die Hälfte anstieg auf 150. Dass es mittlerweile wieder 100 sind, sei der allgemeinen Wirtschaftslage geschuldet, sagte Markus von Dreusche. „Viele Firmen in der Region haben Kurzarbeit. Sie haben angekündigt, Auszubildende erst wieder einzustellen, wenn die Geschäfte wieder besser laufen.“

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