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Remscheider spenden für „Our Children and our Future“

Foto: Franz LebfrommDer Förderverein „Our Children and our Future“ e.V. mit Sitz in Remscheid unterstützt seit 2004 ein Kinder-Hilfeprojekt im Bezirk Masaka in Uganda. AIDS hat in Uganda seit 1983 mehr als eine Million Menschenleben gefordert. Rund zwei Millionen AIDS-Waisen unter 18 Jahren brauchen Hilfe. Der Remscheider Verein will Waisenkindern in Uganda eine selbstbestimmte, hoffnungsvolle Zukunft ermöglichen, will helfen, sie ausgewogen zu ernähren, ihnen Schutz, Zuwendung und Geborgenheit zu geben und ihnen helfen, ihr Recht auf Bildung zu verwirklichen. Bislang (Stand August 2008) flossen von den eingenommenen 106.506 Euro (aus Spenden, Aktionen und Mitgliedsbeiträgen) dem Projekt in Uganda unmittelbar 105.679 Euro zu. Damit liegt der Anteil für Kosten/Gebühren (Rechnungsabschlüsse, Überweisungsgebühren etc.) bei unter einem Prozent der Einnahmen, über 99% flossen unmittelbar in das Projekt, weit mehr als bei manch anderen, größeren Hilfsprojekten für die Dritte Welt. "Our Children and our Future“ hat sich zum Ziel gesetzt:

  • Waisenkinder in den Dörfern Nyendo (ein Vorort von Masaka) und im wachsenden „eigenen“ Kinderdorf Kamukongo aufzunehmen, ihnen ein Dach über dem Kopf, Sicherheit und menschliche Zuneigung, Essen und Kleidung zu geben,
  • den Waisenkindern den Zugang zu Bildung durch den Besuch von Schulen und eine anschließende berufliche Ausbildung zu sichern,
  • Kindern aus ärmsten Familien durch Zahlung des Schulgeldes und durch andere Hilfen in Not ein Leben in Gesundheit sowie Bildung und Ausbildung zu ermöglichen und
  • dem Gesamtprojekt „Our Children and our Future“ in Uganda zu helfen, sich z.B. durch Garten- und Landwirtschaft, durch Viehhaltung und Fischzucht, den Bau und Betrieb von Werkstätten und Geschäften weitestgehend selbst zu versorgen und wirtschaftlich unabhängig zu entwickeln (Hilfe zur Selbsthilfe).

Das kleine, erfolgreiche Projekt „Our Children and our Future“ in Remscheid ist eng verbunden mit seinen Initiatoren Emmanuel Musoke und seiner Frau Maria Goretti in Uganda. Dort betreuen sie seit acht Jahren Aids-Waisen. Emmanuel Musoke lebte in den Jahren 1992 bis 1995 in Deutschland und absolvierte in St. Otilien/München eine Ausbildung als Buchdrucker. Nach seiner Rückkehr nach Uganda baute er gemeinsam mit seiner Frau Maria Goretti, einer examinierten Krankenschwester, das Hilfsprojekt auf. Emmanuel Musoke: „Meine Frau und ich hatten die Chance,  eine Schule zu besuchen und einen Beruf zu erlernen. So glauben wir, dass Bildung einer der Schlüssel zum Erfolg für die bedürftigen Kinder in einem armen Land wie Uganda sein könnte. Wir wollen den Kindern Hoffnung machen, denn sie sind die Zukunft unseres Landes.“

Im Jahr 2000 hatte Emmanuel beim Büro der Kinderbeauftragten der Stadt München – seiner Stadt während der Ausbildung zum Buchdrucker – angefragt und sich nach den Kinderrechten der Vereinten Nationen erkundigt. Die Anfrage gelangte auf den Tisch des Gründungs- und Vorstandsmitgliedes Sabine Dressen, die auf diesem Weg den Kontakt zwischen Uganda und dem heutigen Förderverein hergestellt hat.

„Our children und our future“ betreut z.Zt. fünf Kinder im Vorschulalter, ermöglicht 60 Waisen und Kindern aus ärmsten Familien den Besuch von Schulen und beschäftigt  knapp 20 junge Menschen.

Foto: Franz LebfrommIn Nyendo, dem Ausgangsort des Projektes nahe der Stadt Masaka, unterhält „Our children and our future“ zwei Wohn- und Geschäftshäuser mit kleinen Werkstätten, Geschäften und  Wohnräumen mit z.Zt. 17 Personen. In der Werkstatt wohnen z.Zt. zwei Mitarbeiterinnen und vier Kinder. Die beiden Frauen betreuen den Tante-Emma-Laden und die Nähwerkstatt mit einem öffentlichen Telefon. Im „Africa Point“, dem zweiten projekteigenen Haus in Nyendo, wohnen drei Kinder und acht Mitarbeiter/innen, die die verschiedenen Betriebe (Internet-Cafe, Lady-Salon, Barber-Shop, Strickwerkstatt und Kamukongo-Market) betreuen. Die Einnahmen aus den Werkstätten und Geschäften dienen dem Ziel, Schulgeld und den laufenden Betrieb des Projektes weitestgehend aus eigener Kraft zu finanzieren.

Am Neujahrstag 2008 erfüllte sich für die „Großfamilie Musoke“ der Traum vom Umzug von Nyendo nach Kamukongo. Das alte Wohnhaus in Nyendo war viel zu klein geworden. Kamukongo war bis vor wenigen Jahren ein mit Gras, Buschwerk und einigen Bäumen bewachsener Hügel in der Nähe von Villa Maria. (ca. 30 km südlich des Äquators im Südwesten Ugandas im Bezirk Masaka).Die letzten Kilometer nach Kamukongo führen über unbefestigte Wege durch üppige Vegetation, vorbei an extrem ärmlichen kleinen Dörfern und einzelnen Holz- oder Lehmhütten. In den vergangenen vier Jahren entstanden dort zwei Wohnhäuser, Ställe und Gärten.

  • Rinder-Stall: 2 Kühe, 2 Kälber; die Milch wird für den Eigenbedarf verwendet.
  • Schweinestall: 8 Schweine, 8 Ferkel, für Eigenbedarf und Verkauf.
  • Hühnerstall: 30 Hühner, 10 Küken, 5 Hähne, für Eigenbedarf und Verkauf. Der Hühnerstall wurde verlegt. Er soll in Kürze wieder vergrößert werden.
  • Gärten: Der Ertrag an Gemüse und Früchte für den Eigenbedarf und Verkauf in den Gärten konnte durch Düngung aus den Ställen und durch die Bewässerungsmöglichkeit nach dem Bau einer Zisterne deutlich verbessert werden;

Für den Ausbau von Fischteichen (in Zusammenarbeit mit dem „Förderkreis TILAPIA Niederrhein e.V.“ und der „Kontaktstelle TILAPIA Deutschland“ in der Akademie Klausenhof in Hamminkeln), hat das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Ende April 2008 24.196,50 Euro bewilligt. Der Förderverein steuert 8.065,50 Euro bei, den notwendigen Eigenanteil in Höhe von 25 Prozent. In den beiden zurückliegenden Monaten wurden bereits Teiche mit rd. 5.000m² Gesamtfläche von Hand ausgehoben und ein Gebäude für Labor, ein Fischverarbeitungsraum, ein Kühlraum sowie ein Wohnraum für den „Fisherman“ gebaut. Mit diesem Projekt soll  nicht nur der Lebensstandard der Kinder, sondern auch das Leben der übrigen Dorfbewohner verbessert werden.

In den beiden neuen Wohnhäusern wohnen Emmanuel, Goretti und einige junge Mitarbeiter/innen mit z.Zt. 29 Kindern und Jugendlichen (drei Kleinkinder, zwei Kindergartenkinder, elf Kinder besuchen die Grundschule; zehn Jugendliche, die weiterführende Schulen besuchen, und drei weitere in Ausbildung leben in Internaten, weil keine besseren und zugleich billigeren Schulen in der Umgebung zu finden waren; sie wohnen nur in den Ferien daheim. 30 weitere Kinder und Jugendliche bekommen Schulgeld und andere notwendige Hilfen, wohnen aber nicht im Projekt.

Mittel- und langfristige Planungen:

  • Ausbau des Kinderdorfes in Kamukongo 
  • Bau von Werkstätten für Textil-, Holz-, Metallbearbeitung etc.
  • Bedarfsgerechter Zukauf und / oder Anpachtung von zusätzlichen Grundstücken zur weitgehenden Sicherung der Eigenversorgung. (Gartenbau, Landwirtschaft, Viehwirtschaft, Frischwasser-Fischzucht)
  • Bau eines Gästehauses in Nyendo / Masaka
  • Bau einer Primary School mit Kindergarten in Kamukongo
  • Bau eines Schulzentrums mit weiterbildender Schule und Berufsschule in Villa Maria 

      Ziel: Wohnortnahe Versorgung mit weiterführender Schule, Verbesserung der beruflichen           Bildung (in Zusammenarbeit mit Remscheider Schulen, Berufsschulen, Firmen und       Ausbildungszentren); Förderung der schulischen und beruflichen Bildung für Kinder aus             Nachbardörfern (Verankerung des Projektes in der Region)

  • Gemeindeentwicklungsarbeit; Bau von Dorf-/ Gemeindezentrum, Gesundheitsstation, Gemeinschaftseinrichtungen, Schulungsraum, etc.
  • Hilfen bei Existenzgründung nach dem Verlassen der Einrichtung.

Vereinsdaten: Förderverein „Our children and our future e.V. - Selbsthilfeprojekt in Masaka/Uganda (Anschrift:  Ueberfelder Str. 10, 42855 Remscheid, Tel.  02191-3 82 44  - Franz Lebfromm, Ulrike Grabowski); E-Mail: franz.lebfromm@gmx.de">franz.lebfromm@gmx.de; Bankverbindung: Konto-Nr. 33217, Stadtsparkasse Remscheid, BLZ 340 500 00; Vereinsregister: Nr. 1193 beim Amtsgericht Remscheid; Finanzamt Remscheid: Steuernummer: 126/5770/1266. Der Verein dient ausschließlich und unmittelbar steuerbegünstigten mildtätigen und gemeinnützigen Zwecken im Sinne der §§ 51 ff. AO und ist demzufolge nach § von der Körperschaftsteuer (nach 5 Abs. 1 Nr 9  KStG) und der Gewerbesteuer (nach nach § 3 Nr. 6 GewStG) befreit; er ist berechtigt Zuwendungsbestätigungen für Spenden und Mitgliedsbeiträge auszustellen. (Bescheid v. 29.07.2008).

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Waterbölles am : 8.-20.8.: "Our children and our future“ stellt Projekt vor

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Pressemitteilung des Allee-Centers Der Remscheider Förderverein "Our children and our future – Selbsthilfeprojekt in Masaka, Uganda e.V." zeigt von Montag, 8., bis Samstag, 20. August, 66 eindrucksvolle Bilder aus dem unmittelbaren Projektumfel

Kommentare

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Chronist am :

"In Kamukongo, „unserem" Dorf nahe Villa Maria im District Masaka in Uganda, und den fünf kleinen Dörfern in der Nachbarschaft waren es vor kurzem 220 Kinder, die die Schule nicht besuchen konnten, weil ihre Eltern oder ihre betreuenden Verwandten zu arm sind. Viele der Kinder sind Waisen. Sie leben bei Angehörigen. Vor einem Jahr hatten Emmanuel und Goretti diese Zahlen recherchiert. Wir haben uns dann gemeinsam zum Ziel gesetzt, einmal allen Kindern auch in der Nachbarschaft den Besuch einer Schule zu ermöglichen. Ihre Unterstützung, liebe Freunde und Förderer, ermöglicht nun den Ausbau der Grundschule in Bbaala, etwa zwei Kilometer von Kamukongo entfernt. (…) Neben der Wasserversorgung und den neuen Toiletten werden zurzeit. eine Gemeinde-Gesundheitsstation und vielleicht bald auch der Rohbau eines Schulgebäudes mit fünf Klassenräumen gebaut. Rund 5.000 Euro kostet hier ein Klassenraum. (…) Die Großfamilie Musoke wächst stetig: 54 Kinder und junge Erwachsene wohnen in den projekteigenen Häusern in Nyendo und Kamukongo. Weitere 109 Kinder können inzwischen mit Ihrer Unterstützung eine Schule besuchen, zwei Studenten der Makerere-Universität in Kampala erhalten Stipendien, vier junge Männer aus Kamukongo arbeiten regelmäßig auf den Feldern und bei den Fischteichen und mehrere Menschen durch die Baumaßnahmen neue Arbeit. (…) Insbesondere junge Menschen engagieren sich. (…) Die Schüler/innen einer 11. Klasse der Rudolf-Steiner-Schule in Remscheid finanzieren mit einem regelmäßig gespendeten Teil ihres Taschengeldes bereits im dritten Jahr sechs Kindern den Besuch der Schule (in Kamukongo).“ (aus dem Halbjahresbericht 2010 des Fördervereins).

Chronist am :

Das Projekt von " our children and our future e.V." in Uganda steht im Mittelpunkt des Films „Die kleinen Füße von Kamukongo“, den Enrico Kurz, ambitionierter Videofilmer, und Tochter Tatjana auf der Internetplattform YouTube eingestellt haben (http://www.youtube.com/watch?v=1Dr8S_lDKbk). Darin schildert Tatjana Kurz ihre Erlebnisse während eines neunmonatigen Freiwilligendienstes in beeindruckenden Bilder und mit bezaubernden Geschichten. Auf der einen Seite die weite Landschaft Ugandas, auf der anderen Seite die familiäre Umgebung im Aidswaisenhaus. Eine ganz andere Welt eröffnet sich so dem Betrachter.

Lothar Kaiser am :

Bei wem die beiden kleinen Trailer-Filme auf YouTube Interesse geweckt haben, kann am Sonntag, 25. August, 18 Uhr (Einlass 17.30 Uhr) – nach vorheriger Anmeldung unter franz.lebfromm@gmx.de – den Originalfilm (45 Minuten) „Die kleinen Füße von Kamukongo“ über das Leben im Kinderheim in Masaka / Uganda im Umfeld des Projektes „Our children and our future e.V.“ kennenlernen. Gezeigt wird er dann vom gleichnamigen Förderverein Im Verwaltungsgebäude der Volksbank Remscheid-Solingen, Tenter Weg 1, in Lennep. Mit dabei dann auch Gäste aus Uganda. (Anmeldung aus Platzgründen erforderlich)

Chronist am :

Franz Lebfromm, Gründungsmitglied und Vorsitzender des Remscheider Fördervereins Our children and our future e.V. (www.our-children-and-our-future.de) referiert am Freitag, 8. Mai, um18.30 Uhr in der Kraftstation, Honsberger Str. 2, über die Geschichte dieser erfolgreichen Entwicklungspartnerschaft, über die Lebensbedingungen der Menschen im Projektgebiet nahe dem Äquator, über den Weg und die Ziele des Projekts und – vor allem – über eine außergewöhnliche Freundschaft. Eintritt frei.

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