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Bei Kaffee und Kuchen kam man schnell ins Gespräch

Im Stadtteilcafè 'Die Esche'. Fotos: Lothar KaiserNicht nur Kaffee und Kuchen, sondern auch (kommunal-)politische Informationen und Diskussionen gab es heute Nachmittag im Gemeindezentrum Eschenstraße, im Stadtteilcafè „Die Esche“. Denn die Mitglieder des SPD-Ortsvereins Süd mit ihrer Vorsitzenden Brigitte Neff-Wetzel hatten neben zehn Kuchen und Torten auch Informationstafeln mitgebracht. Welcher Teil des Angebots bei den meist älteren Besuchern am meisten nachgefragt war? Die Kuchen jedenfalls waren binnen kurzer Zeit „verschwunden“, und für Waffeln musste weiterer Teig nachgeliefert werden.

Brigitte Neff-Wetzel sagte bei der Begrüßung:

"Als wie die Einladungen zu diesem Familiennachmittag formuliert haben, haben wir die Überschrift „Politik trifft Kirche“  gewählt und damit den heutigen Nachmittag unter dieses Motto gestellt. Das heißt hier eigentlich: Die kommunale Politik vor Ort – räumlich eingeschränkt - trifft auf Kirche vor Ort. Im Gespräch finden sich vielleicht gemeinsame Ziele. Ziel unseres Handelns soll soziale Gerechtigkeit sein, zu erreichen z.B.:  durch gleiche Bildungschancen für Kinder durch gleiche Ausbildungschancen für junge Menschen durch gerechten Lohn, von dem man auch leben kann, durch eine angemessene Altersversorgung, die ein würdiges Leben und die Teilhabe im Alter ermöglichen, um nur einige Punkte zu nennen. Es geht Politik also um eine humane, friedliche, gerechteren Gesellschaft. Aber ich befürchte, wir sind davon der weiter weg als noch Jahre zuvor.

Jeder von ihnen kennt die Horrormeldungen der letzten Zeit über einbrechende Finanzmärkte, Börsencrash und Kurse im Sinkflug und Manager, die mit Geld, das ihnen nicht gehört, zocken, nur um des schnellen Gewinnes willen und die Summen in unvorstellbaren Höhen verlieren - dabei geht es um Zahlen, bei denen die meisten Normalbürger Schwierigkeit haben dürften, die Anzahl der Nullen auf Anhieb korrekt zu schreiben.  Nun bin ich kein Betriebswirt oder Banker; aber ich halte es schon erst einmal für absolut verwerflich mit Geld höchst riskant zu zocken, das einem gar nicht gehört. Zweitens frage ich, wann werden denn diese „Zocker“ zu Verantwortung gezogen? Wann haften eigentlich Manager  und Banker mit ihrem Hab und Gut? Haben Sie schon einmal gehört, dass diese Leute den angerichteten Schaden wiedergutmachen  mussten, dafür ihr Privatvermögen einsetzen und fortan etwa von Hartz IV leben mussten?

Es gibt viele andere Dinge, die es endlich zu ändern, zu verbessern gilt: das Schulsystem in vielen Bundesländern, auch in NRW, das eben nicht jedem Kind die gleiche Chance gibt oder die immer mehr auseinander klaffende Schere zwischen arm und reich oder ein Turbokapitalismus, der ohne Rücksicht auf Gerechtigkeit und menschliche Würde immer mehr Menschen in den sozialen Abstieg führt. Was können Kommunalpolitiker tun, was ein kleiner Ortsverein? Wahrlich nicht viel. Wir können nicht den Hebel sozusagen auf Kommando einfach umdrehen und mit einem Schlag ändert sich die Richtung im Lauf der Gesellschaft. Selbst im Rat stehen häufig „Sachzwänge“ der eigentlich nötigen Entscheidung entgegen. Aber wir sind angetreten um kleine Schritte, manchmal kleinste Schritte zu tun: z.B. um Missstände in unserem Umfeld zu erkennen, auf sie aufmerksam zu machen und für Abhilfe zu sorgen. Dies klappt nicht immer sofort, manchmal wundern sich selbst die Ratsmitglieder noch, wie lange Prozesse dauern können und wie oft gute Vorschläge wohl auch in den Tiefen einiger Schubladen von Mitarbeitern vor sich hin dümpeln.

Da bestehen die kleinen Schritte dann darin, immer wieder nach zu fragen. Manchmal bestehen die kleinen Schritte auch darin, nein zu sagen, nicht mit zu stimmen bei einer Abstimmung im Rat, wenn man erkennen muss, dass trotz langer Diskussionen und politischer Auseinandereinsetzung die Ziele, für die man einstehen möchte, nicht mehr verfolgt werden". (gekürzte Fassung)

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