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Schule muss Versäumnisse des Elternhauses ausbügeln

Unter den Gemeinschaftsprojekten von Remscheider Schulen mit Trägern der Jugendhilfe, die bei der Stadt unter „FIBS“ laufen (Förderung, Integration und Bildung für Schülerinnen und Schüler), ragt eines hervor: „MOBILE" (Mobiles soziales Lernen). Damit wollen die Gemeinschaftshauptschule Wilhelmstraße, eine Ganztagsschule mit etwa 360 Schülerinnen und Schülern in 14 Klassen, und die „Kraftstation“, Freie Jugendarbeit Remscheid-Mitte e.V., das Bildungsangebot in der Schule erweitern.

In der jüngsten Sitzung des Jugendhilfeausschusses sprach Jutta Velte von den Grünen von einem sehr ehrgeizigen Projekt, über das der Ausschuss bitte auf dem Laufenden bleiben solle, was Sozialdezernent Burkhard Mast-Weisz auch zusagte.  „Mobile“ basiert auf den „FIBS"-Richtlinien der Stadt Remscheid und den so genannten Leipziger Thesen (über beides hatte der Waterbölles am 5. Juli berichtet). Die wichtigsten Thesen in Schlagworten: Bildung ist mehr als Schule, Kinder- und Jugendhilfe eröffnet ein breites Bildungsangebot, Bildung erfordert neue Formen der Vernetzung. Im Schuljahr 2006/2007 wird das „Mobile“-Angebot insgesamt 480 Stunden umfassen. Das ist der Stadt Remscheid 31.600 Euro wert.

„Mobile“ verbindet auf der Grundlage der Bedürfnisse und Interessen junger Menschen die Bildungsaufgaben von Familie, Jugendhilfe, Schule und Berufsausbildung und stimmt sie aufeinander ab. Besonderer Wert wird dabei auf Soziales Lernen gelegt, „da es den Erwerb sozialer Handlungskompetenzen wie Verständnis und Toleranz gegenüber anderen einschließt“. Sozialen Lernens heißt lernen, für sein eigenes Verhalten Verantwortung zu übernehmen. Zitat aus dem „Mobile-Konzept“: „Durch gesellschaftliche Veränderungen, die Auswirkungen auf das Familienleben mit sich bringen, wird die Aufgabe der sozialen Kompetenz immer mehr vom Elternhaus in Kindergarten, Schule und Jugendeinrichtungen verlagert“. Mit anderen Worten: Viel mehr als früher müssen die Lehrer den Kindern und Jugendlichen die notwendigen sozialen Kompetenzen vermitteln, die Grundlagen für die schulischen Bildungsangebote.

Im Einzelnen umfasst das Projekt die fünf Bausteine Berufsorientierung und Berufswahl, Erlebnispädagogik, Medienpädagogik, Kulturpädagogik und Freizeitpädagogik. Zu unklar, da zu allgemein? Da wäre zum Beispiel die Arbeitsgemeinschaft „Freizeitpädagogik im Sozialraum“. Da lernen die Schülerinnen und Schüler die unterschiedlichen Freizeitangebote und -anbieter in ihrer Umgebung kennen. Oder die AG Medienpädagogik/ „Pausenradio": Dort geht es um die Auseinandersetzung mit der Situation an der Schule, um Kommunikation und Information an der Schule, um den Erwerb von Medienkompetenz. In der AG Kulturpädagogik „Wir spielen Theater für uns und andere" werden Theaterstücken zu selbst gewählten und entwickelten Themen einstudiert und aufführt. Im Rahmen des Wahlpflichtunterrichts zum Thema „Berufswahl" sind Berufsfelderkundungen ebenso vorgesehen wie Training und Coaching. Mit den Arbeitsgruppen sollen insbesondere Schülerinnen und Schüler der 5. und 6. Klasse angesprochen werden.

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waterboelles.de am : Kompetenzagentur hilfe benachteiligten Jugendlichen

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Weitere Hilfen für perspektivelose Jugendliche in Aussicht: Wenn alle politischen Gremien zustimmen ( zuletzt der Rat der Stadt am 13. November), dann wird die Stadt Remscheid in diesem Jahr rund 5.267 Euro (aus Mitteln der KÜMB/Kinder-über-Mittag-Betreuu

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Kommentare

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Chronist am :

Die heutige Sitzung im Familienzentrum St. Marien, nur wenige Schritte von der Wilhelnmschule entfernt, nutzte der Jugendhilfeausschuss, um in Sachen "MOBILE" nach dem Stand der Dinge zu fragen. Hat eigenständiges Lernen (zum Beispiel erstellte eine "Schülerfirma" einen Lehrfilm über physikalische Körper, und die Radio-AG beschäftigte sich im "Pasenradio mit der Frage, wie man Kinder und Jugendlichen vom Rauchen abhalten könnte; Antweort eines älteren Erwachsenen:"Ich verbiete es!") tatsächlich das Selbstvertrauen der Schülerinnen und Schüler gefördert. Klare Antwort der beiden anwesenden Lehrer: "Ja!"

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