Skip to content

Anzeige

Bau-Innung Remscheid Innung für elektrotechnische Handwerke Remscheid Fachinnung für Metall- und Graviertechnik Innung für Sanitär- und Heizungstechnik Remscheid
Dachdecker-Innung Remscheid Friseur-Innung Remscheid Maler- und Lackierer-Innung Remscheid Kraftfahrzeughandwerk Remscheid

Schon der Urgroßvater interessierte sich für die Politik

Das Remscheider Rathaus, von Bomben zerstört.Gut, dass daraus nichts geworden ist.Die von Sven Wiertz, dem Referenten der Oberbürgermeisterin, erarbeitete Festschrift zur Ehrenbürgerschaft von Gerd Ludwig Lemmer, der die nachfolgenden Texte entnommen sind, enthält auch Fotos vom Remscheider Rathaus, wie es nach dem verheerenden Bombenangriff vom 30./ 31. Juli 1943 ausgesehen hat: Dachgeschoss, Ratssaal und Turm schwer beschädigt. Und es enthält eine Skizze, wie es nach Kriegsende wieder aufgebaut werden sollte – als eine Art Leuchtturm. Gerd Ludwig Lemmers Verdienst war es, dass der Rat der Stadt sich schließlich für den Wiederaufbau in der ursprünglichen Form entschied.

Gerd Ludwig Lemmer wurde am 13. September 1925 in Remscheid als Sohn des Stadtbaurates Ludwig Lemmer geboren. Er besuchte in seiner Heimatstadt die Volksschule und die Höhere Schule. 1945 erwarb er am Lyceum im schweizerischen Zuoz die Allgemeine Hochschulreife. Von 1945 bis 1949 studierte er Rechts- und Staatswissenschaften an der Universität in Göttingen. Beim Oberlandesgericht Düsseldorf absolvierte er 1950 das Referendarsexamen und 1954 die große juristische Staatsprüfung. Im Anschluss an seine juristische Ausbildung wurde er Assessor beim Landkreistag Nordrhein-Westfalen. Gerd Ludwig LemmerHieran schlossen sich Tätigkeiten beim Landschaftsverband Rheinland und bei der Vertretung des Landes Berlin in Bonn an. Dort war er als Leiter des Wirtschaftsreferates, später als Leiter des Finanzreferates tätig.

Gerd Ludwig lemmerGerd Ludwig Lemmer gehört zu den Gründungsmitgliedern der Jungen Union. Als Mitglied der Christlich Demokratischen Union war er Kreisvorsitzender in Remscheid, 1965 stellvertretender Landesvorsitzender der CDU Rheinland. Von 1952 bis 1975 gehörte er dem Rat der Stadt Remscheid an und führte von 1954 bis 1961 die CDU Ratsfraktion an. Am 10. April 1961 wählte ihn der Rat der Stadt Remscheid zum Oberbürgermeister, dieses Amt übte es bis zum 8. Mai 1963 aus.

Remscheid Ehrenbürger Gerd Lemmer. Foto: Lothar KaiserVom 21. August 1958 bis zum 27. Mai 1975 gehörte er dem Landtag Nordrhein-Westfalen an, in den ersten beiden Wahlperioden seiner Abgeordnetentätigkeit wurde er für den Wahlkreis Remscheid direkt entsandt. Im Kabinett des Ministerpräsidenten Franz Meyers war er von 1962 bis 1966 als Minister für Bundesangelegenheiten tätig, im Dezember 1966 zugleich geschäftsführender Minister für Wirtschaft, Mittelstand und Verkehr. Im Anschluss daran war er von November 1967 bis März 1969 Staatssekretär im Bundesministerium für Vertriebene, Flüchtlinge und Kriegsgeschädigte, von April bis November 1969 Staatssekretär im Bundespostministerium. Von 1970 bis 1973 war er Vorsitzender des Landtagsausschusses für Landesplanung. Zwischen 1975 und 1979 war er als sachkundiger Bürger ordentliches Mitglied des Ausschusses für Stadtentwicklung. Von 1979 bis 1994 gehörte er dem Europäischen Parlament an.

Als vor dem Ersten Weltkrieg in Remscheid sein Urgroßvater beerdigt wurde, rief an der offenen Gruft der Oberbürgermeister Jarres rief dem Toten zu, es werde in den Annalen der Stadt festgehalten: „Zweiunddreißig Jahre war der treue Verblichene Stadtverordneter in dieser Stadt, und nicht einmal hat er mit Ja gestimmt.“   Ernst Lemmer, ein Onkel von Gerd Ludwig LemmerEin Enkel des Verstorbenen war Enkel Ernst Lemmer, (28. April 1898 in Remscheid geboren; † 18. August 1970 in Berlin). Der Onkel von Gerd Ludwig Lemmert gehörte während der Weimarer Republik dem Reichstag als Vertreter der DDP an. Vom 15. November 1956 bis 29. Oktober 1957 war er im zweiten Kabinett von Konrad Adenauer Bundesminister für das Post- und Fernmeldewesen. Vom 29. Oktober 1957 bis 11. Dezember 1962 war er Bundesminister für Gesamtdeutsche Fragen. Von 19. Februar 1964 bis 26. Oktober 1965 war er im ersten Kabinett von Ludwig Erhard Bundesminister für Vertriebene, Flüchtlinge und Kriegsgeschädigte. Von 1966 bis 1969 war Lemmer Sonderbeauftragter des Bundeskanzlers Kurt Georg Kiesinger für Berlin.

Trackbacks

Keine Trackbacks

Kommentare

Ansicht der Kommentare: Linear | Verschachtelt

Noch keine Kommentare

Kommentar schreiben

Die angegebene E-Mail-Adresse wird nicht dargestellt, sondern nur für eventuelle Benachrichtigungen verwendet.

Um maschinelle und automatische Übertragung von Spamkommentaren zu verhindern, bitte die Zeichenfolge im dargestellten Bild in der Eingabemaske eintragen. Nur wenn die Zeichenfolge richtig eingegeben wurde, kann der Kommentar angenommen werden. Bitte beachten Sie, dass Ihr Browser Cookies unterstützen muss, um dieses Verfahren anzuwenden.
CAPTCHA

Standard-Text Smilies wie :-) und ;-) werden zu Bildern konvertiert.
Formular-Optionen

Die einzelnen Beiträge im "Waterbölles" geben allein die Meinung des Autors / der Autorin wieder. Enthalten eingeschickte Texte verleumderische, diskriminierende oder rassistische Äußerungen oder Werbung oder verstoßen sie gegen das Urheberrecht oder gegen andere rechtliche Bestimmungen oder sind sie nicht namentlich gekennzeichnet nebst E-Mail-Adresse, werden sie nicht veröffentlicht. Das gilt auch für substanzlose Bemerkungen ("Find ich gut/schlecht/blöd...etc."). Aus den oben genannten juristischen Gründen sowie bei längeren Texten sind auch Kürzungen nicht ausgeschlossen.