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Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft

Stolpersteine gegen das Vergessen

Künftig werden an knapp 100 Stellen im Remscheider Stadtgebiet „Stolpersteine“ an die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft zwischen 1933 und 1945 erinnern.  am Freitag, 24. Oktober, wird um 9 Uhr vor dem Städt. Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium, ein Stolperstein gesetzt für Jakob Mandelbaum, der die Schule besuchte und der am 28. Oktober 1938 in das polnische Zbaszyn deportiert wurde. Nach dem Überfall auf Polen wurde er am 9. September 1939 in das Konzentrationslager Sachsenhausen bei Berlin gebraucht, in dem er umkam.

Der weitere Weg führt zum Gebäude Wilhelmstraße 38, in dem die Eheleute Leopold und Frieda Lefmann lebten, bis sie am 8. Juni 1936 nach Köln verzogen. Von ihrem weiteren Schicksal ist bekannt, dass sie am 21. Oktober 1941 von Köln aus in das Ghetto Lodz deportiert wurden. Ihre Kinder Rudi (geb. 1908), Käthe (geb. 1910) und Siegfried (geb. 1912) konnten emigrieren. Leopold Lefmann war vormals Geschäftsführer der Remscheider Filale des Kaufhauses Tietz – des späteren Kaufhofes auf der unteren Alleestraße. So gelang es den Geschwistern Käthe und Rudi Lefmann von Köln aus in das damalige britische Mandatsgebiet Palästina – dem heutigen Staat Israel – zu emigrieren. Der jüngste Bruder emigrierte bereits 1935 nach Italien, um in Genua sein Medizinstudium beenden zu können, nachdem ihm die weitere Universitätsbesuch in Berlin unmöglich gemacht wurde. Von Italien aus emigrierte er nach Australien.

In Erinnerung an den politischen Widerstand in Remscheid wird am Freitag in der Martin-Luther-Straße 78-80 ein Stolperstein im Gedenken an den Remscheider Widerstandskämpfer Heinrich Steiner gesetzt. Er wurde am 13. Januar 1908 in Dorstfeld geboren und war als Polizeiwachtmeister tätig. Er gehörte der SPD und dem Reichsbanner an, von 1933 bis 1934 war er in Remscheid wohnhaft. Wegen versuchter „Beeinflußung von Polizeibeamten im marxistischen Sinne wurde er vom 15. August 1933 bis zum 4. April 1934 erst im Konzentrationslager Kemna bei Wuppertal- Beyenburg und später im Konzentrationslager Börgermoor in „Schutzhaft“ genommen.

Zur gleichen Zeit befinden sich mehrere Remscheider Widerstandskämpfer im KZ Bögermoor, so auch Ernst Tückmantel, für den im vergangenem Jahr ein Stolperstein gesetzt wurde. In diesem Lager entsteht zur gleichen Zeit das Lied der „Moorsoldaten“.

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