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Teich am Birgder Hammer diente später nur den Fischen

Der Birgder Hammer. Fotos: HIZ Remscheid, Dr. Huber.Der Hammer oberhalb der Clarenbacher Hämmer und Kotten war der Birgder Hammer. Die Ortschaft Birgden wird schon 1369 als Birckten erwähnt. Die Schreibweise änderte sich bekanntermaßen, und so liest man 1439 Byrckden, 1452 Berchde, 1454 Berckden, 1469 Birckde, 1582 Birgkde, Birgte, 1622 Birckden und 1639 Bierden. Nun unterscheiden wir heute zwischen Birgden 1, 2 und 3. Birgden 1 und 3 waren in einer Gemarke und somit zusammengehörig. Birgden 2 ist  dem Talsperrenbereich zuzuordnen. Ab etwa 1800 wurde Birgden so geschrieben wie heute.  Der Birgder Hammer unterhalb Birgden am Leyerbach ist 1684 erbaut worden und hatte im Laufe der Zeit verschiedenste Namen: Clarenbacher Hammer (1807), Altenas Hammer, Schneiders Hammer, 1. Goldenbergs Hammer, zuletzt Birgder Hammer. Theiß Haddenbroch setzte mit einer Konzession vom 8.3.1684 einen Eisenhammer auf den "Halbacher Mühlbech". Um 1700 wurde der Hammer von Johannes Reinshagen im Farrenbraken betrieben. Dazwischen ergibt sich eine Lücke bis zur nächsten Eintragung 1800, die Görres & Hasenclever als Betreiber angibt. 1830 gibt es gleich zwei Eintragungen, in denen nur Stursberg und Peter Clemens zu Birgden angegeben sind. Wer macht nun was? Aller Voraussicht nach war Stursberg der Besitzer und hat an Peter Clemens verpachtet.

Das ging bis 1841. Da heißt der Hammer Goldenbergshammer und geht in den Besitz des Gottlieb Lindenberg über. Lindenbergs Stahlfabrik auf dem Büchel war abgebrannt, und so kauften die Gebrüder Lindenberg diesen Hammer, um ihn nach Fertigstellung ihrer neuen Produktionsanlagen an der Hammesberger Straße gleich wieder zu verkaufen. Das war 1863 der Fall. Ferdinand Altena kaufte das Objekt. 1867 erscheint das Hammerwerk in einer Aufzeichnung von Kißling. 1882 erwarb es Caspar Friedrich Stursberg. Sein 1867 geborener Sohn Hermann hat auch noch in diesem Hammer das Schmieden gelernt, bevor er später in den väterlichen Singerberger Hammer als Teilhaber eintrat.

Nach dem letzten Besitzer wurde der bald nach der Jahrhundertwende vernachlässigte Wasserhammer "Schneidershammer" genannt. Schon damals, zumindest von den Nachfolgern Schneiders, wurden im Hammer Werkzeuge gefertigt und bis nach dem ersten Weltkrieg Werkzeuge geschliffen. Dann verfiel der Hammer. Der Teich war bis in die 1950er Jahre ein Fischteich. Ältere Karten verzeichnen noch den Teich, jüngere nur noch die Teichdämme. Der Fußweg nach Birgden 3 ist in den alten Karten als Fahrweg, der heute bewaldete Talgrund als sumpfige Wiese zu erkennen. (Aus: Hämmer- und Kottenforschung in Remscheid Herausgegeben von Günther Schmidt Band 4 - Leyerbach, Diepmannsbach, Mückenbach)

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