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Als der Bürgermeister von Remscheid noch Maire hieß

„Im Jahre eintausend achthundert und dreizehn den fünften November morgens um ein Uhr wurde uns, Georg Heinrich Sonntag, Maire der Mairie Remscheid, von dem Ludwig Schmidt, Gesell des in Remscheid wohnenden Sägenschmied Gottlieb aus dem Dahl, dem Peter Arnold Luchtenberg, Tagelöhner auf Reinshagen wohnhaft und dem Kupferschmied Johann Wilhelm Lihn, ebenfalls auf Reinshagen wohnhaft, welche zufolge des uns von dem Herrn Präfekten des Bezirks Elberfeld zugegangenen Auftrages vom vierten dieses [Monats], beordert waren, bei dem Feilenschmied Peter Engels aufm Bruch ein Pferd zum Vorspann für die durch Elberfeld passierenden kaiserlich-französischen Truppen, zu requirieren, folgende Anzeige gemacht:

Als sie an dem Hause des Engels geklopft, habe derselbe die Fenster eröffnet und sie gefragt, was sie wollten; nachdem sie demselben bedeutet, dass sie ihm ein Aufforderungsschreiben des Herrn Maire zur Stellung eines Pferdes zu übergeben hätten, habe derselbe ihm zugerufen: der Maire könne ihn im Arsche lecken. Kurz herauf sei auch der Friederich Engels, Sohn des Peter Engels ans Fenster gekommen und habe zu ihm gesagt: wenn sie noch einmal kämen, dann wolle er sie auf eine andere Art ordonnanzen. Vorgelesen genehmigt und unterschrieben, Sonntag, Ludwig Schmidt, Johann Wilhelm Lihn, Peter Arnold Luchtenberg für gleichlautende Abschrift, der Maire.“

(Nachlesen kann man den Text in der Akte „A VII H/1, Politische Umtriebe (Miszellen), Konspirationen gegen die französiche Staatsmacht und die Armee aus der Zeit von 1811 – 1814“, im Historischen Zentrum der Stadt Remscheid, Archiv, dort „ausgegraben“ von Viola Schwanicke.)

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