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Praktisch, freundlich und behaglich sollten die Häuser sein

Fotos: Harald Neumann

Von Harald Neumann

Die große Siedlung entstand nach den Plänen des Architekten Ernst Bast in den 1920er Jahren, ein Projekt der Städtischen Gemeinnützigen Bau-AG (heute GEWAG). Sie war 1918, gegen Ende des Ersten Weltkriegs, aus einem seit 1887 bestehenden, von Industriellen gegründeten gemeinnützigen Bauverein hervorgegangen. Bereits 1907 hatte Bast eine Studie zum Bau von Arbeiterwohnhäusern vorgestellt: “Die wirtschaftliche und künstlerische Gestaltung des Arbeiterwohnhauses in Remscheid.” Die Erkenntnisse daraus konnte er in Honsberg für den Mietwohnungsbau umsetzen: “Es soll bei möglichster Beschränkung  der Grünfläche, für ein Einfamilienhaus kaum mehr als 50 qm, ein Haus so praktisch, so freundlich und behaglich in der Linienführung und Farbe wie möglich gemacht werden. Um diese Aufgabe zu lösen, bedarf es einer äußerst zweckmäßigen Anlage und Gestaltung des Grundrisses, jede Tür, jedes Fenster muss an der richtigen Stelle sitzen, den Bedürfnissen und Lebensgewohnheiten der Bewohner muss peinlich genau Rechnung getragen werden. Dem Arbeiter ist weniger mit der Größe der Räume als mit der Größe der zur Verfügung stehenden Wandfläche gedient, daher der Vorplatz und das Treppenhaus auf das geringste Maß zu beschränken ist.“

Besonderes Augenmerk legte Bast auf die künstlerische Ausgestaltung der Siedlung bis ins kleinste Detail hinein, wie z.B. kleiner Tierfiguren über Haustüren. Für diese künstlerischen Details wurde der Bildhauer Felix Kupsch aus Berlin engagiert.

Und noch weiter zurück, im 19. Jahrhundert? Da waren auf Honsberg Handwerk und Landwirtschaft in gleicher Ursprünglichkeit noch friedlich gemischt. Vom Honsberg kam sowohl der Meister mit dem “Liewermängken” und dem “Dragklöppel” “en det Dorp nom Kantor” des Kaufmanns, um ihm die gefertigten Werkzeuge zu bringen, als auch der Milchmann mit seiner Fuhre.

Idyllisch war der Weg  von Honsberg nach Kremenholl - vom Bergscheitel an einem freundlichen, patrizierhaften Gehöft vorbei über eine Wiese und einen Bach. Rechts lag im “Huppenlook” eine Schmiede mit einem klaren Teich, in dem die Hausfrauen der Nachbarschaft ihre Wäsche zu spülen pflegten. Damals gab es noch keine Wasserleitung in Remscheid, und wer keinen Brunnen auf seinem Grundstück hatte, der musste das Wasser gegen Bezahlung (das Gedrag = zwei Eimer voll) oft von weither von einem ”Pütt” holen. Die beiden Eimer hingen dann mit Ketten an einem "Schwengel”, der auf den Schultern getragen wurde. 

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