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Markthändler wollen nie wieder auf den Schützenplatz

Hermann Kempe (stehend) und Dirk Lettner, rechts daneben, vertraten gestern in der Sitzung der BV Alt-Remscheid die Interessen der Markthändler. Foto: Lothar Kaiser

Die Markthändler sind froh, nach Abbau von Weihnachtsmarkt und Eisbahn auf dem Rathausplatz wieder ihre Verkaufsstände  und –wagen aufbauen zu können. Fünf Wochen lang waren sie, wie in den Vorjahren, auf dem Schützenplatz abgeschoben. Und waren darüber gar nicht glücklich. „In diesen vier Jahren auf dem Schützenplatz ging die Zahl der Kunden vor allem am Mittwoch stetig zurück“, berichtete gestern in der Sitzung der Bezirksvertretung Alt-Remscheid Hermann Kempe über schlechte Geschäfte. Vor allem ältere Kunden hätten sich, weil für sie der Weg zum Stadtpark zu mühsam war, nur samstags von ihren Kindern zum Markt fahren lassen. Oder sie hätten sich gänzlich umorientiert. Ein weiteres Problem: „Wir Marktbeschicker leben auch von der Laufkundschaft. Und die gibt es nur in der Innenstadt!“

Kein Wunder, dass die  bis zu 60 Händler, die normalerweise auf dem Wochenmarkt am Rathaus zu finden sind, nie mehr auf den Schützenplatz zurück möchten. Wie nun aber die unterschiedlichen Interessen unter einen Hut bringen? „Ein attraktiver Weihnachts- wie ein attraktiver Wochenmarkt sind wichtige Magneten für die Innenstadt“, hatte im Vorfeld der Sitzung die SPD-Fraktion festgestellt und angeregt, die Händler zur Sitzung einzuladen, um mit ihnen gemeinsam beraten zu können. Wohlwissend, dass die Verlagerung des Wochen- zugunsten des Weihnachtsmarktes „von Anfang an ein zweigeteiltes Echo hervorgerufen hat“. Das weiß auch Andreas Meike vom Stadtmarketing. Doch eine alle Seiten befriedigende Lösung des Problems konnte er gestern nicht präsentieren. Die Alleestraße sei jedenfalls kein geeigneter Standort für den Wochenmarkt. Dafür seien die Verkaufsstände der Händler zu groß und die Abstände zwischen den Baumscheiben zu klein. Im Übrigen sei der Abbau der Stände um die Mittagszeit, also während des größten Fußgängerstroms, kaum machbar. Markthändler Dirk Latter bestätigte das.

Im Gespräch war als Alternative auch der Ebert-Platz. Doch da hat Stadtwerke-Chef Hoffmann inzwischen abgewinkt. Wegen des ständigen Busverkehrs sei das Unfallrisiko für die Fußgänger zu hoch. Also alles zurück auf Null, d.h. den Weihnachtsmarkt zurück auf die Alleestraße und der Rathausplatz für die Wochenmärkte reserviert? Das wäre das Aus für das „Weihnachtsdorf“. „Auch keine gute Idee“, signalisierte Meike. Mögliche Kompromisslösung: Die professionellen Weihnachtsmarkthändler sowie einige Glühwein-Anbieter gehen zurück auf die obere Alleestraße. Dadurch würden dann zwischen den verbleibenden Weihnachtsständen im Umkreis der Eisbahn Flächen frei, die die Markthändler nutzen könnten.  Zwischenruf: „Warum nicht auch den Markt an der Stadtkirche dienstags und freitags in dieser Zeit zum Rathausplatz verlagern?“ Dann würde zeitgleich zum „Weihnachtsgeschäft“ und Eisbahnbetrieb an vier Tagen in der Woche auf dem Theodor-Heuss-Platz Wochenmarkt sein. Eine realistische Vorstellung? Wäre der Aufbau der Marktstände dort wirklich unproblematischer als auf der Alleestraße?

Zwei  Monate räumten die Mitglieder der Bezirksvertretung gestern den Beteiligten noch ein, um einen praktikablen Vorschlag zu unterbreiten. Dann wollen sie entscheiden. Vielleicht sollte in dieser Zeit auch die Frage diskutiert werden, ob es nicht Sinn machen würde, die Eisbahn zwei Wochen später in Betrieb zu nehmen und zwei Wochen später abzubauen. Allzu oft war das Eislaufen im November bei strömendem Regen kein Vergnügen. Der echte Winter begann meist erst im Januar. Fischbrötchen und Glühwein schmecken auch noch nach Neujahr.

Und wenn es „die“ Lösung partout nicht geben sollte? Dann bliebe nur wieder der Schützenplatz. Hermann Kempe: „Dann aber bitte nur für vier und nicht wieder für fünf Wochen!“

Trackbacks

Waterbölles am : Könnten Markthändler nicht auf den Ebertplatz ausweichen?

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„Markthändler wollen nie wieder auf den Schützenplatz“, titelte der Waterbölles am 13. Januar 2010, nachdem in einer Sitzung der Bezirksvertretung Alt-Remscheid Hermann Kempe, Sprecher der Marktbeschicker, über schlechte Geschäfte auf dem Ausweichgeländ

Kommentare

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Chronist am :

Der Seniorenbeirat hat in seiner jüngsten Sitzung den Empfehlungsbeschluss an die Bezirksvertretung Alt-Remscheid gefasst, der Remscheider Wochenmarkt möge auf Dauer ganzjährig auf dem Rathausplatz stattfinden. Damit folgte er einem Antrag der W.i.R. Ferner wurde beschlossen, die Oberbürgermeisterin möge sich dafür einsetzen, "dass dem Seniorenbeirat die Möglichkeit einer angemessenen Mitwirkung in den Bezirksvertretungen und Ratsausschüssen gegeben wird. Insbesondere muss gewährleistet sein, dass delegierten Mitgliedern des Seniorenbeirats dann das Wort erteilt wird, wenn seniorenrelevante Themen in den Sitzungen angesprochen werden. Den ordentlich verpflichteten delegierten Seniorenbeiratsmitgliedern muss auch die Mitwirkung im nichtöffentlichen Teil der Sitzung möglich sein." Hintergrund: Dies war Klaus Kowakowski als Vertreter der W.i.R. kürzlich verwehrt worden.

Chronist am :

Auch in diesem Jahr werden die Markthändler in der Adventszeit am Schützenplatz und damit an geringeren Einnahmen nicht herum kommen. Allerdings nur für die Dauer von fünf statt der bisherigen sechs Wochen. Grund: Um diese eine Woche soll der Weihnachtsmarkt auf dem Theodor-Heuss-Platz gekürzt werden. Vorgesehen ist, ihn erst am 3. Dezember beginnen und am 23. Dezember enden zu lassen. Wie der RGA heute Sascha Hilverkus vom Stadtmarketing zitiert, seien die Markthändler mit diesem Kompromiss e8inverstanden. Das hatte sich im Januar in der Sitzung der Bezirksvertretung Alt-Remscheid noch ganz anders angehört. Nicht weiter verfolgt wird offenbar der Plan, den Weihnachtsmarkt teilweise auf die obere Alleestraße zu verlagern. Aber das letzte Wort hierzu hat nach der Sommerpause die Politik.

Chronist am :

In der jüngsten Sitzung der Bezirksvertretung Alt-Remscheid berichtete Andreas Meike vom Stadtmarketing, die meisten Händler des Weihnachtsdorfes 2009 hätten auch in diesem Jahr wieder ihr Kommen zugesagt. Die Eisbahn werde wieder 600 Quadratmeter groß, um an kalten Tagen mit vielen Läufern die regnerischen Tage mit wenigen finanziell besser überbrücken zu können. Eventuell komme noch eine Bahn zum Eisstockschießen (Curling) hinzu. Die Höhe der "Hütten"-Miete hänge vom Sortiment ab. Das meiste müssten die Betreiber von Imbissdbuden zahlen. (Die verdienen auch das meiste.)

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