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Grüne appellieren an Nachbarn: „Heusiepen schützen!“

Zur Sitzung der Bezirksvertretung Lüttringhausen 20. Januar hat die Fraktion der Grünen den Entwurf einer Resolution vorgelegt. In der vergangenen Sitzung war - wegen grenzüberschreitenden Bedeutung – der Wuppertaler Bebauungsplans 1107 V – Heidter Straße/ Rädchen erörtert und eine Resolution mit dem Tenor „Landschaft Heusiepen schützen“ angeregt worden. Dem sind die Grünen nun nachgekommen. Hier der Wortlaut:

Zur Zeit besteht ein Dissens zwischen den Städten Remscheid und Wuppertal wegen der geplanten Bebauung des Heusiepens, einem kleinen Tal, das die gemeinsame Stadtgrenze bildet. Remscheid hat mit dem Naturerlebnisweg Grund, mit der Renaturierung der Gewässer und der Aufwertung der Landschaft einen erheblichen Aufwand zur Verschönerung und touristischen Erschließung des gesamten Gebietes getrieben. Wuppertal möchte die Quellmulde des Heusiepener Baches mit großen, faktisch dreigeschossigen Mehrfamilienhäusern und einer 100 Meter langen Tiefgarage bebauen und damit den Blick in die Landschaft abriegeln. Besonders im Wuppertaler Stadtteil Ronsdorf wird diese Maßnahme abgelehnt.

Die Stadtverwaltung Remscheid hat die Stadt Wuppertal mehrfach gebeten, auf den Bebauungsplan Nr. 1107 V – Heidter Straße/ Rädchen zu verzichten. Der Stadtteil Lüttringhausen ist von dem Vorhaben Rädchen, hart an der Grenze zwischen Ronsdorf und Lüttringhausen, im besonderen Maß betroffen. Die Bezirksvertretung Lüttringhausen ist der Auffassung, dass hier die landschaftliche Schönheit, der Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen und die Bedeutung des Gebietes für die siedlungsnahe Erholung Vorrang haben gegenüber einer Bebauung. Die Siedlungsgrenze darf nicht immer weiter in Richtung des kostbaren Landschaftsraumes Gelpe verschoben werden.

Zu den Attraktionen der Bergischen Großstädte gehört die abwechslungsreiche Mittelgebirgslandschaft. Folgerichtig spielt das Element „Landschaft erleben“ in der Stadtwerbung eine wichtige Rolle. Die schnelle Erreichbarkeit von naturnahen Landschaftsräumen ist ein unverzichtbarer Teil unserer Wohn- und Lebensqualität. Die Bezirksvertretung Lüttringhausen fordert die Stadt Wuppertal auf, das Verfahren zur Aufstellung des Bebauungsplanes Nr. 1107 V einzustellen und damit die Belange von Natur und Landschaft und die Interessen der Lüttringhauser Bürger an einem unversehrten Landschaftsbild zu berücksichtigen.

Zur Begründung im Einzelnen möchten wir noch folgende Punkte nennen:

  • 1. Einstimmig hat die Bezirksvertretung Ronsdorf am 22.9.2009 die Offenlage des Bebauungsplanes Nr. 1107 V abgelehnt.
  • 2. Etwa 3.000 Bürgerinnen und Bürger, darunter 200 aus Remscheid, fordern die Erhaltung der Landschaft und lehnen die Bebauung ab.
  • 3. Die Stadt Remscheid fordert in ihren Stellungnahmen vom 14.2.08 und vom 26.11.09 einen Verzicht auf die Bebauung. Ausschlaggebend hierfür ist die zu erwartende Zerstörung der Landschaft.
  • 4. Die Stadt Remscheid befürchtet eine massive ökologische Verschlechterung der Grenzgewässer zwischen Lüttringhausen und Ronsdorf und des Lebensraumes Heusiepen.
  • 5. Der geplante ökologische Ausgleich – die Anlage einer Obstwiese – ist problematisch. Die Fragen: Wer pflegt? Wie lange? Wer übernimmt die Kosten? werden nicht beantwortet. Ungeklärt bleibt, in welchem Ausmaß überhaupt kompensiert werden muss, da der Umweltbericht das Gebiet Heusiepen außen vor lässt.
  • 6. Der geplante Ausbau der Straße Rädchen berücksichtigt nicht das Verkehrsaufkommen von großen Lastzügen aus dem Gewerbegebiet Flügel.

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Waterbölles am : Eingriff in Natur, Landschaftsschutz und Naherholung

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Mit der Bitte um endgültige Beschlussfassung hat die Bezirksvertretung Lüttringhausen die von den Grünen vorgelegte Resolution gegen den Wuppertaler Bebauungsplans „1107 V, Heidter Straße / Rädchen“ an den Rat der Stadt weitergeleitet. Der Beschluss fiel

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