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Zweiter Bauabschnitt des Museums feierlich eingeweiht

Foto: Lothar Kaiser

"Kultur fällt uns nicht wie eine reife Frucht in den Schoß. Der Baum muss gewissenhaft gepflegt werden, wenn er Frucht tragen soll" ,zitierte Oberbürgermeisterin Beate Wilding gestern bei der feierlichen Einweihung des zweiten Bauabschnitts im Deutschen Röntgen-Museum den Humanist und Theologen Albert Schweitzer. „Wir dürfen uns nun darauf freuen, die Früchte der intensiven Baumaßnahmen und Umgestaltungen des Museums zu ernten. Wir können alle auf dieses Ergebnis sehr stolz sein! Besonders das wächst ans Herz, was mit persönlichem Einsatz und Herzblut entstanden ist. Es ist wie mit einem Baum: Mal gedeiht er langsamer, mal umso prächtiger, immer aber spiegelbildlich der eigenen Bemühungen. Dazu bedarf es engagierter, fachkundiger und vor allem innovativer Gärtner. Unsere Gärtner, die dieses Werk ermöglicht haben, sind die Sponsoren, die Architekten und Handwerker und meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern - Ihnen allen ein herzliches Dankeschön!“ Zugleich sprach Beate Wilding den dritten Bauabschnitt an, den Museumsdirektor Ulrich Hennig und sein Stellvertreter Dr. Uwe Busch nun angehen wollen, wohl wissend, dass es nicht leicht sein wird, das nötige Geld dafür in der gewünschten Zeit einzuwerben. Die Oberbürgermeisterin: „Unser ‚Baum’ ist mit guter Pflege zu zwei Dritteln seiner Größe herangewachsen. Mit viel Einsatz, so hoffe ich, werden wir ihn bald in ganzer Pracht erleben können!“

Foto: Lothar Kaiser

Da durften sich in erster Linie wohl jene Zuhörerinnen und Zuhörer angesprochen fühlen, die  in dieser Feierstunde Institutionen vertraten, die die Finanzierung des zweiten Bauabschnitts in Höhe von insgesamt 1.671.000 Euro erst möglich gemacht hatten. Vier hatte die OB eingangs namentlich erwähnt: Albrecht Woeste, Vorstandsmitglied der NRW-Stiftung, Milena Karabaic, Dezernentin für Kultur und Umwelt vom Landschaftsverband Rheinland, Stephan Feldhaus als Vertreter der Siemens AG, und Nils Lanatowitz als Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, und Oliver Bredel, Geschäftsführer des Sana-Klinikums Remscheid. „Ich möchte Ihnen meinen herzlichen Dank aussprechen und die Anerkennung der Remscheiderinnen und Remscheider überbringen. Der in einem Jahr fertig gestellte neue Bauabschnitt zeigt, was mit bürgerschaftlichem Engagement und einem guten und klaren Ziel vor Augen alles erreicht werden kann. Und das auch und gerade in Zeiten knapper Kassen.“ In diesen Dank schloss Wilding auch Prof. Dr. Ulrich Mödder, den Vorsitzenden der Gesellschaft der Freunde und Förderer des Deutschen Röntgen-Museums in Remscheid-Lennep e.V., sowie Professor Dr. Streffer und die weiteren Mitglieder der Freunde des Deutschen Röntgen-Museums ein. Mödder gab den Dank prompt zurück: „Dass die Stadt Remscheid als Träger des Museums den Bau mit einem Beitrag von 196.000 €  unterstützt hat, muss unter Berücksichtigung der, dem Vernehmen nach, völlig leeren Stadt­kasse ausdrücklich lobend und anerkennend hervorgehoben werden.“ – Und erwähnte im nächsten Atemzug zwei weitere Sponsoren: die Stadtsparkasse und die Volksbank.

Am Anfang der jetzt fertig gestellten beiden Bausabschnitte habe 2003 ein umfassender Masterplan gestanden, fuhr Prof. Mödder fort. Die Beteiligten seien sich schnell einig gewesen, dass ein Museum des Forschens und Entdeckens entstehen solle, „um die Kluft zwischen wissenschaftlichen Experten und Fachleuten einerseits, Laien und Bürgern in unserer Gesellschaft andererseits zu überwinden. Es sollten die Besucher selber zu Entdeckern werden und erleben, dass Kreativität, Fantasie und Neugier als treibende Kraft hinter Innovation und Fortschritt stecken. Es sollten Jugendliche besonders angesprochen werden und durch Interaktionen und eigene Experimente angeregt werden, bei den verschiedensten Themenfeldern - Physik, Astronomie, Radioaktivität, Medizin - um nur einige Stichworte zu nennen, selber zum Entdecker werden. Das Museum will junge und jung gebliebene Besucherinnen und Besucher zu einer Auseinandersetzung mit physikalisch-technischen Grundlagen anregen, ja fast spielerisch damit umzugehen und sie so dafür zu begeistern.

Der Vorsitzende des Fördervereins erinnerte daran, dass es nicht leicht gewesen sei, die historisch gewachsene Bausubstanz des Museums schrittweise zu erneuern und umzugestalten. Sein Eindruck: „Die Umsetzung der zahlreichen Ideen in erfahrbare Realität ist hervorragend gelungen, das Museum kann sichtbar und für alle Besucher unmittelbar erlebbar seine Aufgabe wahrnehmen.“ Sodann sprach auch er den dritten Bauabschnitt an: „Die etwas spröde und trockene Nebeneinanderreihung der Geräte- und Exponate-Sammlung bedarf dringend der Umgestaltung und Sanierung.“ Und mit einem Augenzwinkern: „Ich bin sicher, dass alle diesen Appell sehr wohl verstanden haben. Ich darf Ihnen aber auch versprechen: Wer in dieses Museum investiert, wird reich belohnt werden!“

Im Anschluss an den offiziellen Empfang hatten die geladenen Gäste, darunter zahlreiche Remscheider Kommunalpolitiker, Gelegenheit, sich von Ulrich Hennig und Dr. Uwe Busch durch die Sammlung und die neu entstandenen bzw. neu gestalteten Räume führen zu lassen. „Alles sieht frisch und modern aus“, konstatierte die Oberbürgermeisterin. „Die Mühen haben sich gelohnt - für Remscheid, für das Bergische Land und sicher auch weit darüber hinaus.“

Foto: Lothar Kaiser

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Chronist am :

Der weitere Ausbau des Röntgen-Museums wird durch die NRW-Stiftung mit 150 000 Euro unterstützt. Das habe ihr Sprecher Winfried Raffel gestern in einer Presseerklärung mitgeteilt, war in den lokalen Medien zu lesen.

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