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Viele Betriebe werden längere Kurzarbeit beantragen

Pressemitteilung der Agentur für Arbeit

Die spürbare Unsicherheit über die weitere wirtschaftliche Situation hält auch zu Beginn des neuen Jahres in den Remscheider Betrieben weiter an. Dazu ist noch ein starker Wintereinbruch erfolgt, der die Beschäftigung in den Außenbetrieben vielfach unmöglich gemacht hat. Das im Berichtsmonat liegende Jahresende 2009 mit seinem typischen Kündigungstermin und auch dem Endtermin vieler befristeter Arbeitsverträge hat sich noch zusätzlich auf das Arbeitsmarktgeschehen ausgewirkt. In der Summe für den Arbeitsmarkt insgesamt keine guten Vorzeichen, was auch die Einzelergebnisse bestätigen. So erfolgte mit 579 Meldungen nach einer Erwerbstätigkeit wieder eine hohe Zahl an Neuzugängen, die sogar noch etwas höher lag als vor einem Jahr (558). Da zudem die Zahl der offenen Stellen und somit der Chancen, wieder eine Beschäftigung zu finden, im abgelaufenen Monat nochmals leicht gesunken sind und nur noch 126 Stellen gemeldet wurden, nach 142 im Vormonat und 199 vor einem Jahr, konnten hierüber keine zusätzlichen Beschäftigungsimpulse kommen. Das hatte dann auch Auswirkung auf die Zunahme der Arbeitslosigkeit. Sie fiel mit plus 357 sogar noch höher aus als im Dezember (112) und auch gegenüber dem Vorjahr mit 351 Arbeitslosmeldungen.

Aktuell sind 6.442 Männer und Frauen auf der Suche nach einer Beschäftigung, das sind 357 oder 5,9 Prozent mehr als im Vormonat und gegenüber dem Vorjahr ein plus von 1.227 oder 23,5 Prozent. Zuletzt lag die Zahl der Arbeitslosen im Januar 2006 (7.584) über diesem aktuellen Wert. Die Arbeitslosenquote ist aufgrund der Zunahme gestiegen und liegt bei 10,8 Prozent nach 10,2 Prozent im Vormonat und 8,7 Prozent im Vorjahr. Dass die Arbeitslosigkeit nicht noch weiter gestiegen ist, ist wiederum dem seit Monaten starken Fels in der Brandung, der Kurzarbeit zu verdanken. Insgesamt sind hier 353 Betriebe gemeldet. Das sind gegenüber dem Vormonat stattliche 48 Betriebe weniger. Für viele Unternehmen ist schlicht der Bewilligungszeitraum für Kurzarbeit am 31.12.2009 ausgelaufen. Da dies jedoch kein endgültiges Aus für die Nutzung dieses Instruments bedeutet, ist aber damit zu rechnen, dass ein Großteil der Betriebe Verlängerung beantragen wird. Zudem gibt es insgesamt fünf konkrete Anfragen, die erfahrungsgemäß auch zu einem großen Teil in Kurzarbeit umgesetzt werden. In diesen Betrieben gibt es rund 90 Beschäftigte. (Die Zahl der KurzarbeiterInnen betrug am 30.09.2009 insgesamt 4.730.)

Ute Ackerschott. Foto: Lothar KaiserDass wir in das neue Jahr nicht mit einem positiven Endergebnis starten würden, konnte aufgrund der schwierigen Situation in vielen unserer Betriebe und des anhaltenden Winters auch niemand erwarten. Aber der befürchtete krisenbedingte dramatische Einbruch ist es auch nicht.“, so Ute Ackerschott, Leiterin der Arbeitsagentur (Foto). „Dennoch ereilt Remscheid jetzt die schlechte arbeitsmarktliche Situation, die in der Nachbarstadt ersten Arbeitmarkt ist höher als im Vorjahr. Das Gesamtergebnis ist über dem Vorjahreswert. Die Jugendarbeitslosigkeit ist noch nicht rückläufig. Umso glücklicher bin ich über die 353 Betriebe, die auf Kurzarbeit setzen und wie der Fels in der Brandung wirken. Ich weiß um die Belastung für die Firmen und Beschäftigten, und es ist deshalb nicht hoch genug zu bewerten, dass sie weiterhin diese Möglichkeit als Option auf die Zukunft nutzen. Diejenigen Firmen, die jetzt Kurzarbeit ausgesetzt haben und es vielleicht dann aber doch noch nicht schaffen, die Produktionszeiten aufrecht zu erhalten, bitte ich, sofort wieder mit uns Kontakt aufzunehmen und Kurzarbeitergeld wieder zu beantragen/verlängern. Meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen für eine Beratung jederzeit bereit. Zugleich gibt es wieder prosperierende Unternehmen, die uns annähernd 130 Stellen neu gemeldet haben, so dass meine Vermittler im Bestand noch weiterhin knapp 240 haben. Hier möchte ich helfen, den richtigen Arbeitslosen zu finden, um die Stelle zeitnah gut besetzen zu können. Immerhin konnten im letzten Monat wieder viele Männer und Frauen eine neue Beschäftigung aufnehmen. Über die neuen Stellenangebote sprechen Sie am besten direkt mit Ihrem Vermittler/-in.“

Für Remscheider Arbeitgeber, die jetzt qualifizierte Kräfte suchen, hat die Arbeitsagentur einen Pool gut qualifizierter Kräfte zur Verfügung. Das Fachpersonal im Arbeitgeberservice ermittelt mit Ihnen zusammen die maßgeschneiderte Besetzung für Ihre Stelle. Testen Sie den Arbeitgeberservice in der Arbeitsagentur Remscheid 01801 / 66 44 66.

Die Entwicklung der Arbeitslosigkeit verlief in den beiden SGB-Bereichen etwa gleich, jedoch unterschiedlich in der Ausprägung. So waren im Bereich SGB III (Arbeitslosenversicherung) mit 2.179 Arbeitslosen in diesem Monat 194 oder 9,8 Prozent Arbeitslose mehr zu verzeichnen. Im Bereich des SGB II (Jobcenter) wurden bei 4.263 Beschäftigungslosen insgesamt 163 oder 4,0 Prozent Beschäftigungslose mehr gezählt. Im Vergleich zum Vorjahr schneidet dagegen der SGB III-Bereich besser ab. Wurden im Rechtskreis SGB III insgesamt 554 oder 34,1 Prozent mehr Arbeitslose gezählt, so zählte der SGB II –Bereich insgesamt 673 oder 18,7 Prozent Betroffene mehr. Die allgemeine Zunahme betrug 23,5 Prozent.

Die Zahl der Arbeitslosmeldungen nach einer Erwerbstätigkeit hat im Berichtsmonat, aus den zuvor genannten Gründen, zugenommen. Auch der Vergleich mit dem Vorjahresmonat ist negativ. Die Zahlen untermauern die weiterhin schwierige Situation in den Betrieben, die manchmal auch zu Personalanpassungen führen. Wobei auch Arbeitsplatzverluste in einer anderen Region die Arbeitslosigkeit in Remscheid ansteigen lässt, weil die Arbeitsagentur am Wohnort des Betroffenen die Arbeitslosigkeit zählt. Im Laufe des Berichtsmonats gingen insgesamt 1.143 Meldungen von Arbeitslosen, das waren 232 oder 25,5 Prozent mehr als vor einem Monat. Der Vergleichswert des Vorjahres lag dagegen bei 1.089 Arbeitslosmeldungen und somit nur noch um 54 oder 5.0 Prozent höher Im Anschluss an eine Erwerbstätigkeit meldeten sich 579 Männer und Frauen arbeitslos, das sind 215 oder 59,1 Prozent mehr als im Dezember. Auch die Zahl des Vorjahres (Januar) mit 558 Zugängen wurde, wenn auch nur leicht, übertroffen. Insgesamt beendeten 235 Männer und Frauen eine Ausbildung/ Qualifizierung. Der Vergleichszahl des Vormonats lag bei 211 und dies Vorjahres bei 212.

Im Berichtsmonat wurden insgesamt 792 Abgänge aus der Arbeitslosigkeit registriert. Gegenüber dem Vormonat sind dies 24 oder 2,9 Prozent weniger. Der Wert des Vorjahres lag bei 749 und war damit um 43 oder 5,7 Prozent geringer.

Am Ende des Berichtsmonats waren in Remscheid 599 Arbeitslose gemeldet, die das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet hatten. Damit hat sich die Zahl der Beschäftigungslosen bei dieser Personengruppe gegenüber dem Vormonat um 10 oder 1,7 Prozent erhöht. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Betroffenen um 86 oder 16,8 Prozent gestiegen. Damit liegen beide Zunahmen aber noch weit unter den Vergleichsraten für alle Arbeitslosen (+5,9 Prozent bzw. +23,5 Prozent). Aktuell beträgt die Arbeitslosenquote 9,0 Prozent nach 8,8 Prozent im Vormonat und 7,6 Prozent im Vorjahr. Dagegen hat sich bei den unter 20-Jährigen die Zahl der Beschäftigungslosen günstig entwickelt. Insgesamt wurden 84 Arbeitslose nach 94 im Vormonat gezählt. Vor einem Jahr lag der Vergleichswert noch bei 99 Beschäftigungslosen. Die Arbeitslosenquote liegt damit bei 4,2 Prozent nach 4,7 Prozent und 4,9 Prozent vor einem Jahr. Betreut werden in Remscheid 261 (Vormonat: 248) Jüngere unter 25 Jahre durch die Arbeitsagentur und 338 (341) von der ARGE. Die Vergleichswerte von vor einem Jahr lagen mit 253 um 8 oder 3,2 Prozent niedriger und im SGB II -Bereich mit 260 um 78 Betroffene niedriger. Von den Jüngsten werden 24 im Bereich SGB III und 60 von der ARGE betreut. Die Vorjahresergebnisse lagen bei 34 bzw. 65 Arbeitslosen.

Von der Zunahme der Arbeitslosigkeit (357) ist auch die Gruppe der Langzeitarbeitslosen betroffen. Insgesamt 134 oder 5,9 Prozent Betroffene mehr wurden gezählt. Somit sind aktuell 2.420 oder 37,6 Prozent aller in Remscheid gemeldeten Arbeitslosen dieser Personengruppe zuzurechnen. Im Jahresvergleich ist die Langzeitarbeitslosigkeit ebenfalls gestiegen. Insgesamt 391 oder 19,3 Prozent mehr Betroffene wurden gezählt. Die Quote für den allgemeinen Anstieg der Arbeitslosigkeit liegt dagegen bei plus 23,5 Prozent was auch die insgesamt schwierigere Situation auf dem Remscheider Arbeitsmarkt für diese, wie auch alle anderen Personengruppen unterstreicht. Betreut werden aktuell 2.153 Männer und Frauen im SGB II - Bereich und 267 Arbeitslose im SGB III - Bereich. Vor einem Jahr waren im es im SGB II - Bereich mit 1.826 Männer und Frauen insgesamt 327 oder 17,9 Prozent Arbeitslose weniger, und im Bereich der Arbeitsagentur mit 203 sogar ein Drittel weniger Betroffene.

Das Stellenangebot der Remscheider Unternehmen für eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung ist aufgrund der weiter angespannten Situation in den Betrieben im Berichtsmonat nochmals zurückgegangen. Insgesamt wurden nur noch 126 sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse angeboten. Das waren 16 oder 11,3 Prozent weniger Vakanzen als noch im Vormonat. Aktuell sind noch 236 Stellenangebote für eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zu besetzen. So u.a. im Bereich Verarbeitendes Gewerbe (13), Baugewerbe (8), Handel (53), Zeitarbeit (69) und dem Gesundheitswesen (46).

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