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Konsequenz des Integrationskonzeptes: "Migrationsbüro“

Mit einem Ausländeranteil von 14,8 Prozent liegt Remscheid sowohl über dem Landes- als auch über dem Bundesdurchschnitt. Hinzu kommt ein Anteil von 8,4 Prozent der Remscheider Bevölkerung, der über eine zweite Staatsbürgerschaft verfügt und demnach auch zu den Menschen mit Migrationshintergrund zählt“, schrieb der Waterbölles im März dieses Jahres. Das machte zusammen 23,4 Prozent. Heute, ein halbes Jahr später, sind es bereits 25,3 Prozent. Aus 115 Nationen. Mit diesem Migrantenanteil liegt Remscheid nach Köln und Duisburg auf dem dritten Platz in Nordrhein-Westfalen. Der städtische Sozialdezernent Burkhard Mast-Weisz: „Fast die Hälfte aller in Remscheid geborenen Kinder stammen aus Migrantenfamilien.“ All dem hat die Stadt Remscheid jetzt durch Einrichtung eines „Migrationsbüros“ Rechnung getragen.

Migrantenfamilien, Erwachsene wie Kinder, unter Wahrung ihrer kulturellen/religiösen Eigenheiten in die deutsche Gesellschaft zu integrieren, ist eine Aufgabe, der sich viele stellen müssen - die Stadtverwaltung, die Politik, Schulen, Sportvereine, Arbeitsverwaltung, Ordnungspartnerschaften, kirchliche Organisationen etc. Auch die Migranten(-Organisationen) selbst - mehr als 40 Prozent der in Remscheid lebenden Migranten stammen aus der Türkei -, in erster Linie aber Land und Kommune. Deshalb sprach in diesem Jahr eine Delegation aus Remscheid bei der Landesregierung in Düsseldorf vor – und hatte Erfolg. Luigi Costanzo, Vorsitzender des städtischen Migrationsausschusses: „Das Land unterstützt Remscheid in seiner Integrationsarbeit mit 90.000 Euro.“ Das gab den Ausschlag zur Einrichtung eines „Migrationsbüros“, das sich Costanzo schon einige Jahre früher gewünscht hätte und das er und Mast-Weisz gestern gemeinsam in einer Pressekonferenz vorstellten.

Das neue „Migrationsbüro“ ist im Fachbereich „Jugend, Soziales und Wohnen“ des städtischen Sozialdezernates angesiedelt, basiert auf dem Integrationskonzept, das der Rat der Stadt am 18. April 2005 beschlossen hat, und könnte für die Migranten in Remscheid so etwas werden wie „gelbe Seiten“. Der spontane Zwischenruf eines jungen Lokalreporters gefiel nicht nur Constanzo und Mast-Weisz, sondern auch Abteilungsleiter Martin Sternkopf und Sachgebietsleiter Bernhard Diehl. Sie haben in der Stadtverwaltung im Zusammenhang mit der „Querschnittsaufgabe Integration“ Koordinationsaufgaben übernommen, während Saime Koc (ihre Muttersprache ist Türkisch) und Heike Hildebrand die unmittelbaren Ansprechpartnerinnen der Migranten sein werden. Bei Verständigungsproblemen mit Ratsuchenden können sich die beiden städtischen Mitarbeiterinnen auf 23 Kolleginnen und Kollegen aus verschiedenen Abteilungen der Verwaltung als „Sprach- und Kulturvermittler“ (Burkhard Mast-Weisz) stützen. Die bilden den internen „Dolmetscherpool“, in dem insgesamt zehn Sprachen vertreten sind.

Die vielfältigen Aufgaben, vor denen Saime Koc (Email: koc@str.de">koc@str.de) und Heike Hildebrand (Email: hildebrandt@str.de">hildebrandt@str.de) stehen, klingen akademisch: Umsetzung des Integrationskonzeptes, Maßnahmencontrolling, Wirksamkeitsevaluation. Aber es geht auch handfester: Sie sollen in ihrem Büro an der Haddenbacher Straße (ehem. Riloga-Werk, 1. Obergeschoss, Raum 121, Tel. 16-3351 bzw. 3602) Migranten beraten und unterstützen, sollen Ansprechpartner sein für freie Träger, Fachdienste und Selbstorganisationen, sollen Angebote für Migranten zusammentragen, auf aktuellem Stand halten, miteinander vernetzen, ihre Wirksamkeit überprüfen und gegebenenfalls ergänzende Angebote anregen (im einzelnen wird dies demnächst auf einer eigenen Internetseite unter http://www.remscheid.de nachzulesen sein). Besonderer Bedeutung kommen dabei Deutsch-Kurse für Migranten zu. Zitat aus dem Integrationskonzept: „Eltern sind als Sprachvermittler unverzichtbare Partner im Elementarbereich. Sie müssen dazu gewonnen werden, ihrerseits die Sprachförderung ihrer Kinder zu unterstützen. (…) Nur eine besondere Sprachförderung kann die notwendige Durchlässigkeit der Schulsysteme ermöglichen.“

Am Anfang aber steht der neue „Migrationsatlas“. Diese (schon im Mai im Migrationsausschuss angekündigte) Datensammlung wird nicht nur Zahlen und Fakten zur Infrastruktur, sondern auch zu den gegenwärtigen konkreten Angeboten für Migranten enthalten. 99 Angebote von verschiedenen Trägern wurden inzwischen gesammelt, und täglich kommen neue hinzu. Ein erster Rohentwurf soll Ende November vorliegen, sagte auf der Pressekonferenz Martin Sternkopf, Ende Februar die vorläufige Endfassung. Auf ihr werden dann konkrete Handlungskonzepte für die beiden Mitarbeiterinnen des „Migrationsbüros“ aufbauen.

In der Präambel des Remscheider Integrationskonzeptes heißt es: „Integration bedeutet die gleichberechtigte Teilhabe aller am gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Leben. Sie erfordert gleichermaßen Anstrengungen von den zugewanderten Menschen und der aufnehmenden Gesellschaft. Denn Integration ist mehr als Duldung oder schlichte Tolerierung und auch nicht das, was nur die anderen machen müssen, sondern ein wechselseitiger Prozess von uns allen, die gemeinsam und gleichberechtigt in einem Gemeinwesen leben wollen. Entscheidende Voraussetzung ist die Achtung der Grundwerte der Verfassung einerseits und die Anerkennung der Vielzahl der Kulturen in Deutschland andererseits.“ - Saime Koc und Heike Hildebrand haben eine verantwortungsvolle und schwierige Aufgabe übernommen.

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