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Ehrenamt, ein großer Schritt in Richtung Zukunft

Ursula Maria Hecker

Von Ursula Hecker

Die Attraktivität einer Stadt bildet sich aus dem gesunden Zusammenspiel von Arbeitsplätzen, bezahlbarem Wohnraum bzw. Wohneigentum, Schulen, Kultur, Natur und Freizeitmöglichkeiten. Fällt eine dieser Einrichtungen weg, beginnt die Schieflage. Wer will schon in einer Stadt leben, wo man keinen Arbeitsplatz findet, wo Kinder keinen Kindergarten oder eine Schule in der Nähe haben, wo Wohnraum rar oder nicht bezahlbar ist, wo man in seiner Freizeit keine Möglichkeit hat, sich in der Natur zu erholen, ins Theater zu gehen oder Musikunterricht zu nehmen? Wenn alle Abgaben wie z. B. Grundsteuer, Gewerbesteuer, Grundabgaben, Eigenanteil Kindergarten, Parkgebühren, Eintrittspreise - diese Liste ließe sich endlos fortsetzen - nicht mehr bezahlbar sind, wer will dann hier noch leben?

Sicherlich ist der marode Haushalt der Stadt nicht nur hausgemacht. Dabei sind zwei Punkte zu berücksichtigen. Erstens: Vom Land werden den Kommunen Vorgaben u. a. bezüglich der Kinderbetreuung gemacht, die finanziell nicht voll ausgeglichen werden und von den Kommunen aufgrund der schlechten Finanzlage nicht mehr finanzierbar sind, aber nach Terminvorgabe durchgeführt werden müssen. Und zweitens: Der geringe Sparwille der Verwaltung in den vergangenen Jahren. Natürlich ist es verständlich, dass die Verwaltung auf die Loyalität ihrer Mitarbeiter setzt, aber da, wo der Arbeitsplatz infrage gestellt wird, ist das Hemd näher als die Jacke und die Loyalität bröckelt. Das liegt sicherlich nicht im Interesse von Frau Wilding.

Wenn diverse Einrichtungen der Zuschüsse der Kommune bedürfen, dann ist das Interesse der Bürger dafür nicht groß genug, denn sonst würde sich diese Einrichtung sicherlich durch die Einnahmen selbst finanzieren. Ich denke, dass jeder Bürger, der seine bevorzugte Einrichtung erhalten will, nun aufgerufen ist, sein Scherflein dazu beizutragen, dass die Karre nicht noch weiter in den Dreck gefahren und alles, was die Attraktivität und Liebenswürdigkeit einer Stadt ausmacht, gestrichen wird. Jeder Einwohner hat doch so seine Wünsche und Interessen für den Erhalt von Einrichtungen, sei es das Freibad Eschbachtal, das Röntgen-Stadion, das Werkzeugmuseum, die Stadtteilbücherei in Lennep, das Teo Otto-Theater, das WTT, die Pflege der Grünflächen usw., usw.. So können z. B. die Pflege von Grünflächen in Patenschaft, die stundenweise Aufsicht in Museen und Bücherei, der Reinigungsdienst und sicherlich noch einige andere Aufgaben von Bürgern übernommen werden.

Wenn jeder Bürger sich bemüht, eine ehrenamtliche Aufgabe anzunehmen, ist schon ein großer Schritt in Richtung Zukunft unserer Stadt getan. Denn sollten wir die Situation nicht jetzt in den Griff bekommen, ist unsere Stadt nur noch eine teure Schlafstätte. (Ursula Hecker kandidierte im vergangenen Jahr bei der Kommunalwahl für die Wählergemeinschaft W.i.R.; sie ist stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Schule und Sport und im Ausschuss für Kultur und Weiterbildung.) 

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Kommentare

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Nicole Rensmann am :

Liebe Frau Hecker, Ihre Idee finde ich wunderbar, doch ich glaube nicht, dass sie realisierbar ist und Bürger auch nicht zu einem Ehrenamt "gezwungen" werden können. Bemühen werden sich nur die, die es in ihren Alltag einbauen können, die Lust dazu haben, die sich mit einer Sache identifizieren oder die auf diese Art und Weise ihren Horizont erweitern können. In dieser Stadt und in vielen anderen hakt es nicht nur an den finanziellen Problemen. Das Problem des Ehrenamtes ist - es wird immer von den selben Leuten bekleidet, die dann oftmals aus purem Frust aufgeben, weil sie zu oft alleine dastanden oder gegen Windmühlen kämpfen mussten, die von einer "Xynthia" angetrieben wurden.

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