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Mit Package-Touren den Tourismus im Bergischen beflügeln

Der Düsseldorfer Regierungspräsident Jürgen Büssow hatte eine Statistik im Gepäck, als er Dienstag und Mittwoch mit Vertretern aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung durch das Bergische Land zwischen Wuppertal, Radevormwald und Remscheid wanderte. Und bei der abschließenden Pressekonferenz in der Gaststätte „Tocksiepen“, an der auch Remscheids Oberbürgermeisterin Beate Wilding teilnahm - nach mehrstündiger Wanderung sichtlich erleichtert -, holte er diese Statistik hervor. Überschrift: „Veränderung der Zahl der Gäste und Übernachtungen in NRW im 1. Halbjahr 2006 gegenüber dem 1. Halbjahr 2005“. Danach ist es um den Tourismus im Bergischen Land schlecht bestellt.

In Zahlen: Überall in Nordrhein-Westfalen wurden mehr Hotelübernachtungen verzeichnet, nur nicht in Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis, dem Sauerland und dem Bergischen Land. Für diese Regionen zeigt die Statistik rückläufige Zahlen an. Zwar ist in dem Vergleichszeitraum die Zahl der Hotelbetten in Remscheid um 46 auf 924 gestiegen, die Zahl der Gäste ging jedoch um 1.454 (4,7 Prozent) auf 29.331 zurück, während die Gesamtzahl der Übernachtungen mit 49.568 nahezu gleich blieb.

„Die Hoteliers im Bergischen wuchern nicht mit dem Pfund vor ihrer Haustüre, mit der Landschaft“, wundert sich Jürgen Büssow. „Und das in Zeiten, in denen die Menschen immer gesundheitsbewusster werden“. Warum zum Beispiel würden nicht „Package-Touren“ zusammengestellt (Wanderungen von Hotel zu Hotel); die kämen mit Sicherheit auch in die großen Reisekataloge, wo man heute kaum etwas über das Bergische Land fände, meint der für Remscheid zuständige Regierungspräsident.“ Einheitliche Pauschalangebote für die verschiedenen Schwerpunkte der Tourismusregion Bergisches Städtedreieck werden bundesweit kaum angeboten.“

Solche Touren, verbunden mit einem angenehmen Hotel-Ambiente, mit Sauna, Wellness, einen Speisenangebot, das die Wander-Anstrengungen des Tages nicht konterkariere, ließen sich gut mit einem Seminarangebot kombinieren und stießen sicherlich auf Interesse. Ein Netz von guten Wanderwegen sei schon vorhanden, es fehle nur noch die Investitionsbereitschaft der Unternehmen. Büssow: “Da stelle ich eine Innovationsschwäche fest!“ Würde die überwunden, könnten die Hoteliers auch mit Unterstützung der Städte rechnen.

Früher konnten die Remscheider Hoteliers „Durchstrecken“ überwinden, weil sie zu Zeiten der Kölner und Düsseldorfer Messen ein volles Haus hatten. Das hat sich geändert. Hotelbetten gibt es mittlerweile in den beiden Rhein-Metropolen genug; da muss niemand mehr zum Übernachten vierzig Kilometer ins Bergische fahren. Büssow: Statt alten Zeiten nachzutrauern, sollten die Hoteliers lieber an Kooperationen denken, um gemeinsam den Naherholungstourismus im bergischen Städtedreieck zu beflügeln.

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