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Mit Knöllchen gegen "Verkehrsstau" auf einer Spielstraße

Die Rücksichtslosigkeit steigt mit dem Grad der Bequemlichkeit. Anwohner der kleinen Stichstraße Am Schützenplatz merken das leidvoll an jedem Tag, an dem der Kindergarten „Windvogel“ geöffnet hat. Dessen Haupteingang liegt an der Yorkstraße. Rückwärts sollte es eigentlich nur einen Notausgang geben. Doch wo man hinausgehen kann, kann man auch hineingehen. Und genau diesen Eingang nutzen viele Eltern, um morgens auf die Schnelle ihre lieben Kleinen in die Kita zu bringen und nachmittags dort wieder abzuholen. Nach dem Motto „Nur mal eben für drei Minuten“ stehen in diesen Zeiten häufig Fahrzeuge vor Haus- und Garageneinfahrten oder auf dem Wendehammer am Ende der „Spielstraße“.

Da ist der Ärger dann programmiert. Denn vormittags fahren die Anwohner zur Arbeit, nachmittags kommen sie zurück. Wer dann erst warten muss, bis ein Wagen weggefahren ist, macht das vielleicht ein-, zweimal mit, aber keinesfalls auf Dauer. Ärgerlich auch, dass die angesprochenen Autofahrer mit Unverständnis („Die paar Minuten…“) reagieren, einige sogar mit dem Vorwurf der Kinderfeindlichkeit.

Ihrem Ärger Luft machten einige Anwohner in der jüngsten Sitzung der Bezirksvertretung Lüttringhausen. Darunter war auch ein Bürger, der sich als Angestellter der Stadt Leverkusen um Giftunfälle kümmern muss. „Was mache ich, wenn ich zu einem Einsatz gerufen werde, und vor meiner Garage steht wieder mal ein Wagen und die Fahrerin bringt gerade ihr Kind in die Kita?“ Den Abschleppwagen rufen? Bringt nichts. Da ist die Fahrerin früher zurück. Die Nummer des Wagens notieren, mit dem Taxi nach Leverkusen fahren und dem Fahrzeughalter später die Rechnung präsentieren? Der Rechtsstreit kann lange dauern …

Da müsse das städtische Ordnungsamt einschreiten, meinten die Anwohner in der BV-Sitzung. Zumal auf der markierten „Spielstraße“ mit höchstens vier bis sieben Stundenkilometer gefahren werden dürfe. Stattdessen „brettern die eiligen Mütter oder Väter da durch, als kennten sie das Verkehrsschild nicht!“ Udo Wilde vom Amt für Straßen- und Brückenbau räumte ein: „Eigentlich dürfte auf einer Spielstraße der Tacho noch nicht einmal zucken.“

Wie soll es also weitergehen? Den Anwohnern wäre es am liebsten, wenn die wenigen Stellflächen auf ihrer Stichstraße von der Stadt zu Anwohnerparkplätzen deklariert würden. Doch da winkte Udo Wilde ab. Im „öffentlichen Verkehrsraum“ dürfe jedermann sein Fahrzeug abstellen. Er sagte allerdings zu, mit den Kollegen der Verkehrsüberwachung zu sprechen. Die könnten ja in den „Stoßzeiten“ mal nach dem Rechten sehen. Odo Wilde: „Knöllchen können Wunder wirken!“ Mit anderen Worten: Die Rücksichtslosigkeit nimmt mit der Zahl der Knöllchen ab. Oder: Wer nicht hören will, …

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Kommentare

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Carsten Fickenzer am :

Diese oder ähnliche Situationen können aufmerksame Betrachter jeden Tag an Schulen und Kindergärten beobachten. Zur Zeit selbst betroffen, beobachte ich das jeden Tag auch am Kindergarten Albrecht-Thaer-Straße / OGGS Freiherr-vom Stein Schule. Unfassbar wie ignorant, frech und dumm manche Fahrzeugführer/Eltern ihre Fahrzeuge vor Kindergärten und Schulen abstellen. Bloß nicht aussteigen und mal mit den Zöglingen ein paar Meter zu Fuß gehen. Und ich stimme zu: Spricht man diejenigen an, erhält man ungläubige Blicke und ein :"...ja wo soll ich denn parken?" Jedenfalls nicht im Haltverbot vor der Schule!

Janine Panke-Scheffler am :

Das ist die eine Seite der Kita Windvogel. Wir wohnen auf der anderen Seite, der Yorckstraße. Auch auf dieser Seite wird wild geparkt und in Höchstgeschwindigkeit durchgefahren (niemand beachtet die 30er Zone).Viele Schulkinder und Kindergartenkinder passieren diese Strasse. Kaum zu glauben, dass diese Leute selber Kinder haben.

Jürgen Kohlhoff am :

Die Kritik in oben genannten Fall ist zweifelsfrei berechtigt, doch viel mehr Sorgen bereiten mir die Autofahrer(innen), die glauben, die Yorckstrasse und Nebenstraße als ausgewiesene 30-Zone hätten für sie keine Gültigkeit. als Anwohner der Yorckstraße beobachte ich, dass zum Teil selbst "Zubringer" (Mütter, Väter, etc.) der nahen Kita diese vorgabe erheblich mißachten. mehrere Anrufe beim Ordnungsamt haben bis heute keinen Erfolg gehabt. Ich meine, zwei- bis dreimal dort eine Radarfalle zu installieren, würde Wunder wirken.

Heike Althoff am :

Ich möchte mich hier anschließen. Wir als Anwohner der Yorckstraße beobachten ständig die "Raser" in der Zone 30 (die Schilder stehen an schlecht sichtbaren Stellen). Es sollte dringend etwas getan werden, um unsere Kinder zu schützen. Und bitte nicht erst,wenn das Unglück schon geschehen ist.....!

Chronist am :

Zu Parkproblemen vor Kindertagesstätten und Schulen komme es auch in anderen Ortsteilen immer wieder, monierte im Umweltausschuss Alexander Ernst von der W.i.R. und forderte von der Verwaltung verstärkte Kontrollen zur Sicherheit der (Schul-)Kinder. Denn wenn man als „Normalbürger“ Eltern darauf aufmerksam mache, dass sie durch ihr falsches Parken womöglich die eigenen und andere Kinder gefährdeten, bekäme man nur patzige Antworten. Ordnungsamtsleiter Beckmann entgegnete, derartige Kontrollen fänden immer wieder statt; nur könne man eben nicht überall gleichzeitig sein.

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