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Nein zum Verkauf des Röntgen-Geburtshauses

Pressemitteilung der CDU

„Das Geburtshaus eines der bedeutendsten Söhne der Stadt Remscheid steht auf der Streichliste der Stadtverwaltung. Jeder weiß: Der Beitrag zur Schuldentilgung, der mit einem Verkauf des Hauses einhergehen könnte, wäre minimal. Der ideelle Schaden wäre dafür umso größer. Wenn die Stadt Remscheid das Röntgen-Geburtshaus jetzt aufgibt, dann ist es für immer verloren. Im günstigsten Fall würde ein potentieller Käufer des Gebäudes vielleicht freundlicherweise gestatten, dass ein Schild daran erinnert, dass hier im Jahr 1847 ein Mensch geboren wurde, der im Jahr 1901 als erster mit dem Nobelpreis für Physik geehrt wurde.

Laut Umfragen gilt Wilhelm Conrad Röntgen als fünftwichtigster Deutscher. Seine Entdeckungen revolutionierten die medizinische Diagnostik. Röntgens Erbe ist nicht nur von lokaler, sondern von nationaler Bedeutung.  Andere Städte haben vorgemacht, wie man mit dem eigenen kulturellen Erbe umgehen kann. Das Schiller-Geburtshaus in Marbach am Neckar ist mit der Unterstützung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz zu einem Prunkstück entwickelt worden. Auch Remscheid hat das große Glück, dass das Geburtshaus eines großen Sohnes der Stadt noch steht. Daher haben wir auch die moralische Verpflichtung gegenüber späteren Generationen, alles dafür zu tun, damit es erhalten bleibt. Wir müssen zumindest das Schlimmste, nämlich Schließung und Verkauf des Gebäudes, verhindern.

Im Jahr 1964 hat die Stadt Remscheid Röntgens Geburtshaus gekauft und nach Umbauarbeiten 1980 dem Museum eingegliedert. Mit der Bibliothek des Museums und der Gesamtbibliothek der deutschen Röntgengesellschaft dient es als Studiengebäude. Dank der Unterstützung ortsansässiger Lenneper Vereine konnte in der Vergangenheit schon Einiges für das Haus getan werden. Die Stadtspitze sollte sich auch in Zukunft eng mit diesen Vereinen abstimmen. Die CDU-Fraktion fordert die Stadtspitze aber auch dazu auf, so schnell wie möglich in Verhandlungen mit der Deutschen Stiftung Denkmalschutz zu treten, um Möglichkeiten auszuloten, wie wir das Gebäude sanieren, auf Dauer in seiner Substanz erhalten und attraktiver gestalten können. Wir sollten daran arbeiten, das Haus kulturtouristisch noch besser zu vermarkten, damit es ein Highlight insbesondere auch für internationale Gäste wird. Allein schaffen wir das nicht. Wir sollten uns aber zumindest um die Unterstützung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz bemühen. Warum sollten wir weniger erfolgreich sein als andere Städte? Warum sollte das, was mit der Restaurierung des Schiller-Geburtshauses möglich war, nicht auch bei uns in Remscheid mit dem Röntgen-Geburtshaus möglich sein?

Selbstverständlich steht unsere Heimatstadt vor großen finanziellen Herausforderungen. Aber auch unsere Vorfahren hatten es nicht leichter. Trotzdem haben sie sich darum bemüht, das Röntgen-Museum und das Geburtshaus zu erhalten. Wenn wir über das Sparen und das Streichen von Leistungen reden, dann müssen wir uns auch darüber verständigen, was wir in unserer Stadt unbedingt erhalten sollten, damit Remscheid auch in Zukunft attraktiv bleibt und Menschen hier gerne leben. Im Vergleich zu anderen Kommunen haben wir nicht so viele kulturelle Ressourcen. Daher sollten wir das, was wir an kulturellem Erbe vorzuweisen haben, nicht opfern, weil wir uns davon einen kurzfristigen finanziellen Ertrag versprechen.“ (Karl Heinz Humpert,  Vorsitzender des Ausschusses für Kultur und Weiterbildung)

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