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Wilhelm Conrad Röntgen kam am Gänsemarkt zur Welt

Büste von Wilhelm Conrad Röntgen

Wilhelm Conrad Röntgen war der Entdecker der nach ihm benannten Röntgenstrahlen und erster Nobelpreisträger im Jahre 1901. Seine Entdeckung revolutionierte u.a. die medizinische Diagnostik und führte zu weiteren wichtigen Erkenntnissen des 20. Jahrhundert, z. B. der Entdeckung und Erforschung der Radioaktivität. Als einziges Kind des Tuchfabrikanten Friedrich Röntgen und dessen Frau Charlotte Constanze geb. Frowein, wurde Wilhelm Conrad Röntgen im Haus seiner Eltern am Gänsemarkt 1 in Lennep am 27. März 1845 geboren. Aus wirtschaftlichen Gründen zog die Familie 1848 nach Apeldoorn in den Niederlanden.

Röntgen studierte von 1865 bis 1868 ohne Abitur an der Eidgenossischen Technischen Hochschule in Zürich. Dies war möglich, da ihm wegen seiner guten Zeugnisse die an dem dortigen Polytechnikum sonst übliche strenge Aufnahmeprüfung erspart blieb. Dort erhielt er 1868 sein Diplom als Maschinenbauingenieur. In der nachfolgenden Zeit absolvierte er bei dem nur sechs Jahre älteren August Kundt ein Aufbaustudium in Physik. Am 22. Juni 1869 promovierte Röntgen an der Universität Zürich in Physik mit Studien über Gase".

Danach begleitete er 1870 August Kundt als Assistent nach Wurzburg und veröffentlichte dort, in den Annalen der Physik und der Chemie", seine erste wissenschaftliche Abhandlung. Am 19. Januar 1872 heiratete er Anna Bertha Ludwig, die Tochter eines Züricher Gastwirts, in Apeldoorn. An der Universität Straßburg erhielt Röntgen am 13. März 1874 seine Habilitation, die ihm die Universität Würzburg zuvor wegen fehlenden Abiturs verweigert hatte. Ab 1875 wirkte er in einer außerordentlichen Professur für Physik und Mathematik an der Landwirtschaftlichen Akademie in Hohenheim. Auf Wunsch seines früheren akademischen Lehrers und Förderers Kundt übernahm Röntgen ab 1876 die ebenfalls außerordentliche Professur für Physik in Straßburg. Durch seine Berufung 1879 auf eine ordentliche Professur in Gießen erhielt Röntgen in seiner wissenschaftlichen Laufbahn zum ersten Mal ein festes Gehalt.

Am 1. Oktober 1888 wurde er auf das Ordinariat für Physik in Würzburg berufen und dort 1893 zum Rektor der Universität gewählt. Vom 1. April 1900 an war Röntgen an der Universität München als Professor tätig.

Wilhelm Conrad Röntgen war 1901 der erste Nobelpreisträger für Physik „als Anerkennung des außerordentlichen Verdienstes, das er sich durch die Entdeckung der nach ihm benannten Strahlen erworben hat“. Die 50.000 Kronen Preisgeld stiftete er der Universität Würzburg. Ebenso verzichtete Röntgen auf eine Patentierung seines Experiments, wodurch sein Röntgenapparat schnelle Verbreitung fand. Auf Anfrage sagte er der AEG, er sei der Auffassung, dass seine Erfindungen und Entdeckungen der Allgemeinheit gehören und nicht durch Patente, Lizenzverträge und dergleichen einzelnen Unternehmungen vorbehalten bleiben dürften“.

Am 10. Februar 1923 starb Wilhelm Conrad Röntgen im Alter von 77 Jahren an Darmkrebs in München. Er ist auf Grund seines testamentarischen Wunsches auf dem Alten Friedhof in Gießen begraben. (nach einer Broschüre des Düsseldorfer Regierungspräsidenten)

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Waterbölles am : Zwei Häuser für Röntgen: "Hier das Herz, dort das Hirn!"

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„Geburtshaus von Röntgen wird Begegnungszentrum“, titelte der Waterbölles am 27. Mai 2011. Kurz zuvor hatte die Stadt das mehr als 1200 Jahre alte Fachwerkhaus Gänsemarkt 1 in Lennep, in dem Wilhelm Conrad Röntgen am 27. März 1845 als einziges Kind des Tu

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