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Gewag will an der Auguststraße 32 Eigenheime bauen

Viele Bäume an der Auguststraße werden neuen Eigenheimen weichen. Foto: Lothar Kaiser

Neue Häuser an der Auguststraße nicht ohne Bebauungsplan“, titelte der Waterbölles am 10. September 2008. Schon damals stand ein Großteil der insgesamt 39 Wohnungen in den zehn Häusern der Gewag  leer. Doch konkret werden die Neubaupläne erst jetzt durch den Bebauungsplan Nr. 616. Der Plan liegt den Mitgliedern des Haupt- und Finanzausschusses und der Bezirksvertretung Süd inzwischen vor. Sie haben nunmehr über die im Rahmen der frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung eingegangenen Stellungnahmen zu entscheiden und den Aufstellungsbeschluss zu fassen. Anstelle der zweieinhalbgeschossigen, nahezu quadratischen Häuser aus dem Jahre 1936, für die sich nach den Worten von  GEWAG-Vorstand Hans-Jürgen Behrendt eine Modernisierung nicht mehr rentiert, will das Remscheider Wohnungsbauunternehmen auf dem Areal auf jeder Seite der Auguststraße acht maximal zweigeschossige Doppelhäuser mit einer Dachneigung von 25 bis 38 Grad bauen und vermarkten,  zusammen also 16 Häuser mit insgesamt 32 Wohnungen. Am ursprünglichen Plan aus 2008 hat sich somit nichts geändert. 

Der Bebauungsplan Nr. 616.Mit dieser Planung soll ein Wohnungsangebot geschaffen werden, das den heutigen Vorstellungen und Ansprüchen von Wohnen gerecht wird. Zitat aus der Verwaltungsvorlage: „Die existierenden Wohngebäude sind aus heutiger Sicht nicht mehr zeitgemäß und entsprechen nicht mehr dem modernen Wohnstandard.“ Vorgesehen ist, die Neubauten im vorderen Bereich der Grundstücke schräg zur Straßefront zu errichten. Ein Großteil der an der Straße stehenden alten Bäume soll abgeholzt werden. Dagegen haben einige Anlieger Einspruch erhoben. Dazu heißt es in einer Stellungnahme der Verwaltung: „Für Bäume, die … gefällt werden müssen, wird ein entsprechender Ersatz geschaffen. Im Bebauungsplan wird die Neuanpflanzung von insgesamt 27 Bäumen planungsrechtlich festgesetzt.“ Und zwar so, dass der Alleecharakter der Auguststraße erhalten bleibt. „Da es sich bei den zu entfernenden Bäume zum Teil um alte Bäume handelt, ist die Kompensation mit der Neuanpflanzung von 27 neuen Bäumen nicht vollständig ausgeglichen, so dass ein weitere nominaler Ausgleich von 3.000 € vom Vorhabenträger (meint: GEWAG) zu leisten ist. (…) Darüber hinaus sollen, um das Plangebiet zu durchgrünen, die seitlichen und rückwärtigen Auch an ein Abholzen der Bäume ohne Neuanpflanzungen zwar zwischenzeitlich gedacht worden. Zitat aus der Verwaltungsvorlage: „Die Variante, die die Entfernung aller Straßenbäume und keine Neuanpflanzungen vorsieht, soll nicht weiter verfolgt werden. (…) Ein soll Teil der Straßenbäume soll …im Bebauungsplan als zu erhalten festgesetzt werden.“

Ein Einspruch gegen den neuen Bebauungsplan hatte sinngemäß folgenden Wortlaut: Im Rahmen Bereich Strucker Straße ist ein historischer Baumhof sowie der Baumbestand hinter einer Gärtnerei abholzt worden, es sollten Ersatzpflanzungen erfolgen, die aber nicht umgesetzt worden sind. Stellungnahme der Verwaltung besteht aus einem Satz: „Der Bereich liegt außerhalb des Bebauungsplangebietes und ist nicht Gegenstand dieses Bauleitplanverfahrens.“

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Kommentare

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Chronist am :

Der Bebauungsplan wurde heute vom Bauausschuss befürwortend an den Rat weitergeleitet, obwohl die Bezirksvertretung (BV) Süd noch keinen abschließenden Beschluss gefasst hatte. Das sei aber mit Bezirksbürgermeister Willi Korff so abgestimmt, berichtete Ausschussvorsitzende Jutta Velte. Die BV hatte nach der Anordnung der vorgeschriebenen zwei Stellplätze je Grundstück gefragt und nach dem Kostenträger für die erforderlichen neuen Entwässerungskanäle anstelle der vorhandenen Privatkanäle. Näheres dazu wird die BV erst in der nächsten Sitzung erfahren.

Chronist am :

Mit großer Mehrheit hat der Rat der Stadt heute den Satzungsbeschluss zum Bebauungsplan Nr. 616, Gebiet Auguststraße, gefasst. Nur die Fraktion der Linken stimmte dagegen. Ihr Sprecher Fritz Beinersdorf zitierte zur Begründung aus einer Stellungnahme der Unteren Denkmalbehörde, wonach es „im Gegensatz zu dem heutigen stadträumlichen Gefüge, das seinen Ausdruck findet in einer aufgelockerten Bebauung mit frei stehenden, eingegrünten Solitärbauten, … durch die beabsichtigte neue Bebauungsstruktur zu einer unmaßstäblichen, massiven Verdichtung kommen (wird)“. Beinersdorf verband dies mit Kritik an der GEWAG (ohne diese namentlich zu nennen); sie habe die Häusern aus den 1930-er Jahren „über viele Jahrzehnte hinweg, nicht zugunsten von Gemeinwohl, sondern einzig zugunsten von Profit bewirtschaftet“. Die äußerlich immer noch ansehnlichen und das Quartier prägenden Gebäude müssten saniert und der alte Baumbestand müsse erhalten bleiben. Die übrigen Fraktionen gingen darauf nicht ein.

Markus Thalmann am :

So, jetzt soll es ja bald losgehen! Aber wie ich aus der Zeitung erfahre nicht schnell schnell, sondern eher zögerlich. Ein weiteres Jahr für die Versorgungsleitungen und dann wird eventuell im nächsten Jahr schon etwas gebaut, etwas aber nur. Eben so, dass die Belastung über Jahre hinweg für die Bürger konstant bleiben wird. Ach, und der Alleecharakter ist eh dahin und bald vergessen... Wieder so ein glorreiches Beispiel peinlicher Stadtentwicklungsplanung.

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