Skip to content

Anzeige

Bau-Innung Remscheid Innung für elektrotechnische Handwerke Remscheid Fachinnung für Metall- und Graviertechnik Innung für Sanitär- und Heizungstechnik Remscheid
Dachdecker-Innung Remscheid Friseur-Innung Remscheid Maler- und Lackierer-Innung Remscheid Kraftfahrzeughandwerk Remscheid

Lehrer und Schüler hoffen auf Sponsoren für "Wortschatz"

„Bildung ist Luxus. Und ich will daran teilhaben!", titelte der Waterbölles am 14. Februar 2007. Das war das Zitat eines früheren früheren START-Stipendiaten. Auch in diesem Jahr können sich wieder Remscheider Schüler/innen um das START-Stipendium bewerben, die sozial engagiert und begabt sind – was gute Deutschkenntnisse einschließt. Auch „Wortschatz“  kümmert sich um junge Migrant/innen, setzt aber früher an. Mit diesem Projekt, das vor vier Jahren in der Alexander-von-Humboldt-Realschule (AvH) gestartet wurde, haben sich die Remscheider Wirtschaftsjunioren die  sprachliche Förderung im 5. und 6. Schuljahr zur Aufgabe gemacht. Das begann  damals mit 30 Realschüler/innen der AvH. Inzwischen kümmern sich neun Lehramtstudent/innen der Universität pro Jahr um 110 Schüler/innen von neun Remscheider Schulen (von der Hauptschule bis zum Gymnasium), deren Deutschkenntnisse zu wünschen übrig lassen.

Den Förderunterricht (pro Woche zwei Stunden nachmittags) finanzieren die Wirtschaftsjunioren (Wijus) durch Spenden heimischer Unternehmer. Pro Jahr und Schüler fallen 100 Euro an.  Und nach wie vor mit dabei ist die AvH, deren Schüler/innen überwiegend aus den Stadtteilen Kremenholl, Hölterfeld und Rosenhügel kommen – mit einem  hohen Ausländeranteil. Deutschlehrerin Ulrike Wirth gestern Nachmittag auf einer Pressekonferenz der Wijus in der AvH: „Die Jungen und Mädchen profitieren von ‚Wortschatz’ erkennbar. Schon nach einem halben Jahr Förderunterricht in Deutsch werden beim Verfassen komplexer Texte Schallmauern durchbrochen. Hoffentlich geht das Projekt weiter!“

Archivfoto von 2008 aus dem Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium: Von links Serdar Bahar,  Dr. Peter Neu, Bugra Alanbay und Alexander Holthaus. Damals gehörten die beiden türkischen Jungen zu einer der 'Wortschatz'-Fördergruppen. Foto Foto: Lothar KaiserDarum will sich in den nächsten Wochen Alexander Holthaus kümmern, indem er sich wieder einmal auf die Suche nach Sponsoren begibt. Von Anbeginn an kümmert er sich um „Wortschatz“.  Denn die Sprachschwierigkeiten von Migranten nehmen nicht ab, weil in vielen Familien weiterhin kein Deutsch gesprochen wird. Dies gilt insbesondere für Türken. Holthaus: „’Wortschatz’ ist keine Hausaufgabenhilfe, sondern eine systematische Sprachförderung. Jedes zweite Neugeborene in Remscheid hat mittlerweile einen Migrationshintergrund. Jedes dritte Kind kann nachgewiesenermaßen nicht richtig Deutsch sprechen. Zugleich lebt diese Stadt zu mehr als der Hälfte von Industrieexporten. Die sichern wir durch Produktivität, Kreativität, Forschung und Entwicklung und durch neue Patente. Wir brauchen also auch künftig gut ausgebildete Fachkräfte. Und das erfordert Investition in Kinder!“

Professorin Charlotte Röhner von der Uni Wuppertal bestätigte das: „Unsere Wissensgesellschaft braucht kluge Köpfe!“ Aber auch die neun Student/innen, die den Förderunterricht übernommen haben,  ziehen hohen persönlichen Nutzen aus „Wortschatz“, das habe eine Studie der ähnlich ausgerichteten Mercator-Stiftung in Essen ergeben: „Praxiserfahrung, d.h. mehr Selbstsicherheit im Umgang mit Schülern, und bessere Chancen am Arbeitsmarkt durch Zusatzqualifikation (Zertifikat). Aber auch die 13 Euro pro Stunde sind ein Anreiz.“

Trackbacks

Waterbölles am : "In Remscheid herrscht endlich wieder Aufbruchstimmung!“

Vorschau anzeigen
Dass die Landesregierung über ein Designer Outlet Center auf der grünen Wiese in Lüttringhausen (noch) anders denkt als Rat und Verwaltung unserer Stadt, ist mittlerweile hinlänglich bekannt. Entmutigen lassen sich die Befürworter des DOC davon allerdin

Kommentare

Ansicht der Kommentare: Linear | Verschachtelt

Chronist am :

Nach intensiven Vorgesprächen ist es soweit: die Öffentliche Bibliothek und die Alexander-von-Humboldt Realschule unterzeichnen in der nächsten Woche eine offizielle Kooperationsvereinbarung mit dem Ziel, die Leselust der Schüler durch die Zusammenarbeit zu steigern und die Lesefähigkeit möglichst umfassend zu fördern. Angedacht sind u.a. Wissensrallyes und gemeinsame Projekttage zu verschiedenen Themen in der Bibliothek, der Austausch von speziell auf die Bedarfe der SchülerInnen zugeschnittenen Bücherkisten und vieles, vieles mehr.

Chronist am :

Das Projekt „Wortschatz – Wenn schlauen Kindern die Worte fehlen“ der Remscheider Wirtschaftsjunioren gehört zu den Preisträgern des bundesweiten Wettbewerbs „Ideen für die Bildungsrepublik“ unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Das Projekt konnte sich gegen 1.100 Bewerbungen durchsetzen und gehört zu den 52 Siegerprojekten. „Wir freuen uns riesig über diese Auszeichnung. Sie bekräftigt uns darin, dass uns mehr Bildungsgerechtigkeit letztendlich als Unternehmer zugute kommt, denn diese Schüler sind unsere Fachkräfte von morgen“, so Thorsten Kapitza, der Sprecher der Wirtschaftsjunioren Remscheid.

Kommentar schreiben

Die angegebene E-Mail-Adresse wird nicht dargestellt, sondern nur für eventuelle Benachrichtigungen verwendet.

Um maschinelle und automatische Übertragung von Spamkommentaren zu verhindern, bitte die Zeichenfolge im dargestellten Bild in der Eingabemaske eintragen. Nur wenn die Zeichenfolge richtig eingegeben wurde, kann der Kommentar angenommen werden. Bitte beachten Sie, dass Ihr Browser Cookies unterstützen muss, um dieses Verfahren anzuwenden.
CAPTCHA

Standard-Text Smilies wie :-) und ;-) werden zu Bildern konvertiert.
Formular-Optionen

Die einzelnen Beiträge im "Waterbölles" geben allein die Meinung des Autors / der Autorin wieder. Enthalten eingeschickte Texte verleumderische, diskriminierende oder rassistische Äußerungen oder Werbung oder verstoßen sie gegen das Urheberrecht oder gegen andere rechtliche Bestimmungen oder sind sie nicht namentlich gekennzeichnet nebst E-Mail-Adresse, werden sie nicht veröffentlicht. Das gilt auch für substanzlose Bemerkungen ("Find ich gut/schlecht/blöd...etc."). Aus den oben genannten juristischen Gründen sowie bei längeren Texten sind auch Kürzungen nicht ausgeschlossen.

Kommentare werden erst nach redaktioneller Prüfung freigeschaltet!