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Ausbildung: Hälfte des Vorjahresverlustes wieder eingeholt

Pressemitteilung der Agentur für Arbeit

Der Remscheider Ausbildungsmarkt hat sich trotz weiterhin starker Unsicherheiten in den Betrieben wieder ein wenig erholt und ist aktuell in einer besseren Verfassung als zur gleichen Zeit im Vorjahr. Daraus kann aber nicht auf eine Entwarnung geschlossen werden, denn es wurde gerade einmal die Hälfte des Vorjahresverlustes wieder eingeholt. Außerdem wird sich die Zahl der Bewerber gerade in den anstehenden Monaten noch erhöhen.

Ute Ackerschott. Foto: Lothar Kaiser„Obwohl die Zeiten für unsere Unternehmen immer noch nicht sicher sind, zeigen viele Betriebe Flagge für zukunftsweisende Ausbildung. Krise ist offensichtlich nicht mehr das ausschlaggebende Vokabular bei der Zukunftsplanung“, so Ute Ackerschott, Leiterin der Arbeitsagentur. „Bei tieferem Hinsehen zeigt sich zwar, dass die für unsere Region typischen Metall verarbeitenden Betriebe noch nicht wieder auf dem alten Ausbildungsniveau sind, denn hier gibt es immer noch die größten Unsicherheiten für die Auftragslage. Aber die bei unseren Bewerbern so beliebten Dienstleistungsberufe sind dafür wieder stärker vertreten. So haben der Handel um 27,5 Prozent, Verkehr und Lagerei um 14,3 Prozent und die Tätigkeiten im Gesundheits- und Sozialwesen um 50,0 Prozent zugelegt. In den Bereichen Banken und Versicherungen und Fachkraft für Lagerlogistik gibt es sogar mehr Stellen als Bewerber. Aber auch die Fertigungsberufe haben positive „Ausreißer“ nach oben, bei denen wieder zum Instrument Ausbildung gegriffen wird: Anlagemechaniker/- in, Elektroniker/-in, Teilezurichter/-in und Werkstoffprüfer/-in.“

Das Verhältnis von Lehrstellen zu Bewerbern hat sich aber auch deshalb verbessert, weil weniger junge Menschen den Weg zur Beratung genommen haben. Dies ist nicht mit Demographie zu erklären, da sich die Zahl der Schulabgänger bei weitem nicht in dieser Größenordnung reduziert hat. Außerdem rekrutiert sich der höhere Anteil der Bewerber noch aus den früheren Schulentlassjahren. Wie sich aber schon im letzten Jahr zeigte, wechseln die Schüler wegen der schlechten Nachrichten vom dualen Ausbildungsmarkt direkt zu einer weiterführenden Schule, ohne sich darüber vorher beraten zu lassen. Ackerschott: „Es sollte aber bei jedem Schritt in Richtung eigener Zukunftsgestaltung die Frage im Vordergrund stehen, ob er überhaupt zum Wunschberuf führt. Vielleicht fühlen sich die Jugendlichen aber auch gut beraten, weil es inzwischen vielerorts - nicht zuletzt an den Schulen selbst - Bemühungen gibt, den Übergang von Schule in Ausbildung zu verbessern. Ich gehe aber davon aus, dass nach ersten negativen Erfahrungen mit fehlgeschlagenen Bewerbungen doch noch viele junge Menschen in der Agentur Rat suchen. Dazu möchte ich sogar - unabhängig von Bewerbungserfahrungen - ausdrücklich auffordern: nutzt die umfangreichen Informationsquellen des Berufsinformationszentrums in der Agentur oder von Zuhause über das Internet unter www.arbeitsagentur.de im BERUFEnet, um euch über alle Ausbildungsberufe ausführlich zu informieren. Und lasst euch einen Termin für die individuelle Beratung durch die Berufsberater in Einzelgesprächen zumindest als Ergänzung der eigenen Überlegungen geben. Für Interessenten der Sekundarstufe I bietet das Portal www.planet-beruf.de alle Informationen rund um das Thema Berufswahl, Bewerbung und Ausbildung. Hier können ihr auch im BERUFE-Universum eure eigenen Interessen und Stärken erkunden und die dafür passenden Berufe herausfinden. Absolventen der Sekundarstufe II finden unter www.abi.de alle wichtigen Informationen zur Berufswahl und zu Ausbildungsmöglichkeiten. Um die immer noch zu geringe Zahl an Ausbildungsstellen näher an die Zahl der Bewerber heranzuführen, ist für meine Mitarbeiter und mich Klinken putzen angesagt. Wir werden nicht aufgeben, Ausbildungsplätze zu werben. Vor allem werden wir versuchen, Arbeitgeber zu überzeugen, dass der jetzt eingestellte Auszubildende spätestens 2014/2015 Lücken in der Mitarbeiterschaft versiert füllen kann. An meiner Seite mit diesem Anliegen weiß ich auch die Konsenspartner, die ihre Möglichkeiten zu nutzen, das Ausbildungsplatzangebot zu vergrößern. Mit Blick auf die junge Generation, aber auch auf die generationsbedingten Veränderungen in vielen Betrieben in naher Zukunft arbeiten wir gemeinsam daran, Zukunft für unsere Unternehmen und unseren Nachwuchs zu schaffen.“

Die Zahlen zur Mitte des Beratungsjahres (1.10.2009 bis 30.9.2010) zeigen für den Ausbildungsmarkt in der Stadt Remscheid eine stabilisierte Situation. Die Talsohle scheint durchschritten. Das Gesamtstellenangebot hat sich nach dem starken Rückgang im letzten Jahr wieder etwas regeneriert. Insgesamt meldeten die Betriebe bislang 489 Ausbildungsstellen, das sind 53 oder 12,2 Prozent Stellen mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Dabei muss aber bedacht werden, dass das Angebot im letzten Jahr aufgrund der Krisensituation in vielen Betrieben um fast 23 Prozent eingebrochen war. Somit wurde gerade erst die Hälfte des Verlustes wieder wettgemacht. Erfreulich für die Jugendlichen sind die Zuwächse bei den Top- Wunschberufen der letzten Jahre. So wurden u.a. mehr Stellen in den Bereichen Verkäufer/-in (aktuell: 41/ Vorjahr:13), Bankkaufmann/-frau (25/20), Koch/Köchin (18/17), Teilezurichter/-in (18/4), Koch/Köchin (18/17) und Friseur/-in (13/6) gemeldet.

Dagegen gibt es weniger Stellen im Bereich Industriekaufmann/-frau (38/51), Zerspanungsmechaniker/-in (24/28), Industriemechaniker/-in (20/22) und ebenso bei den medizinischen Fachangestellten (8/13). Diesem verbesserten Angebot steht auf der Bewerberseite eine um 63 Bewerber (-8,3 Prozent) geringere Nachfrage nach Ausbildung gegenüber, was es aber nur rein rechnerisch einfacher erscheinen lässt, einen Ausbildungsplatz zu erhalten. Insgesamt 700 junge Menschen meldeten sich bei der Berufsberatung an der Bismarckstraße. Die Ausbildungswünsche der jungen Menschen in Remscheid sind, wie in den Jahren zuvor, Industriekaufmann/-frau (50), Kaufmann/-frau im Einzelhandel (48), Verkäufer/in (43), Bürokaufmann/-frau (41), Medizinische/ r Fachangestellte/r (33), Zerspanungsmechaniker (32), Teilezurichter/- in (19), Industriemechaniker/-in (18), Friseur/-in (16), KfZMechatroniker/- in (13) sowie Tischler/-in ( 13).

Aktuell sind 262 Ausbildungsplätze unbesetzt bei 421 Jugendlichen, die einen Ausbildungsplatz suchen. Da die intensivste Zeit der Auswahl und Entscheidung in den Unternehmen bevorsteht, sind die Zahlen täglich in Bewegung. „Dass Ausbildung auch weiterhin groß geschrieben wird, zeigt mir der heutige Besuch bei der Remscheider Firma Karo Lack“, so Ute Ackerschott. „Im Sommer werden zwei Azubis eingestellt. Davon wird aktuell noch einer gesucht. Ich darf der Geschäftsführung für dieses Engagement bei der Ausbildung herzlich danken. Sie setzen damit nicht nur ein Zeichen für Ihre Firma, sondern auch für den Standort Remscheid. Hier sind Nachahmer durchaus erwünscht.“ Für Betriebe, die einen Azubi einstellen möchten, aber auch für Betriebe, die zuerst nur eine Beratung wünschen, stehen in der Arbeitsagentur an der Bismarckstraße, den Betrieben AnsprechpartnerInnen unter der Service-Rufnummer 01801 – 66 44 66* zur Verfügung.

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