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Arbeitslosenquote unverändert hoch bei 10,7 Prozent

Pressemitteilung der Agentur für Arbeit

Nach den zuletzt frostigen Temperaturen im Berichtszeitraum startet der Arbeitsmarkt in die neue Jahreszeit mit einer kleinen Frühjahrsbelebung, wenn auch auf geringerem Niveau als sonst die Jahre. Die Zahl der Arbeitslosmeldungen aus den Betrieben liegt zwar etwas über dem Vormonat, aber doch sehr weit unter dem Wert des Vorjahres, was durchaus auf eine gewisse Beruhigung in den Personalbüros schließen lässt. Flankiert wird die positive Arbeitsmarktsituation durch ein wieder gutes Stellenangebot aus den Betrieben, das zwar das Vormonatsniveau nicht direkt wieder erreicht hat, aber immerhin in der Tendenz in die richtige Richtung zeigt. Dabei bleiben Zeitarbeitsfirmen mit 91 Stellenangeboten auf hohem Niveau führend. Aber auch in anderen Bereichen sind leichte Zuwächse zu verzeichnen. Zarte „Pflänzlein“ von Einstellungen gibt es auch wieder im gewerblichen Bereich und Zuwächse im Baubereich zeugen von verbesserten Witterungsverhältnissen für Außenbetriebe.

Die gemeldeten Beschäftigungsmöglichkeiten trugen wesentlich mit dazu bei, dass fast 350 Arbeitslose eine Beschäftigung aufnehmen konnten. Zusammen mit den weiteren Zu- und Abgangszahlen gab es in der Endabrechnung dann rechnerisch 50 arbeitslose Remscheider weniger. Zum Vorjahr bleibt aber ein Plus von 702 Arbeitslosen. Aktuell sind somit 6.393 Männer und Frauen auf der Suche nach einer Beschäftigung. Damit hat sich die Zahl um 50 oder 0,8 Prozent reduziert. Gegenüber dem Vorjahr ergibt sich aber ein Plus von 702 oder 12,3 Prozent. Diese ungünstige Entwicklung (jeweils zum Vorjahr) zeigt sich auch im Jahresverlauf bei den jeweiligen Vorjahresvergleichen: bereits ab März ist jeweils ein Plus beginnend mit 10,5 Prozent bis zum Jahresende mit plus 25,1 festzustellen. Im Januar 2010 sank dann erstmals die Veränderungsrate auf „nur noch „ plus 23,5 Prozent und hat sich aktuell mit nur noch plus 12,3 Prozent fast halbiert.

Trotz der aktuell leichten Verbesserung liegt die Arbeitslosenquote unverändert hoch bei 10,7 Prozent, nach 10,8 im Vormonat und 9,5 Prozent im Vorjahr. Weiterhin als Stützpfeiler für den Arbeitsmarkt wirken die 377 Betriebe, die aufgrund von Auftragsmangel weiterhin Kurzarbeit fahren müssen. Das sind gegenüber dem Vormonat 8 Betriebe mehr. Damit ist praktisch der Stand von Juli 2009, mit damals 370 Betrieben, wieder erreicht. Zudem gibt es insgesamt 6 konkrete Anfragen, die erfahrungsgemäß in Kurzarbeit umgesetzt werden. In diesen Betrieben gibt es rund 40 Beschäftigte. Die Zahl der KurzarbeiterInnen betrug am 31.12.2009 nur noch 2.955 nach 4.730 im Quartal zuvor. (Zahlen liegen immer nur quartalsweise vor.)

Ute Ackerschott. Foto: Lothar Kaiser„Obwohl der starke Winter gefühlt erst seit wenigen Tagen vorbei ist, hat es unbemerkt eine kleine Frühjahrsbelebung gegeben. Zudem scheint sich der Blick vieler Unternehmer in eine weitere Zukunft zu richten.“, so Ute Ackerschott, Leiterin der Arbeitsagentur. „Besonders stark haben die Jugendliche davon profitieren können. Mussten sie sich noch im Januar/Februar nach bestandener Prüfung arbeitslos melden, weil es keine Übernahme durch den Ausbildungsbetrieb gab, konnten sie nun (fast) fließend eine neue Beschäftigung finden. Schließlich sind sie Fachkräfte, die auch dann benötigt werden, wenn sie noch wenig Erfahrung haben und auch wenn die wirtschaftliche Situation angespannt ist. Außerdem zeigt die Stellensituation, dass sich die saisontypische Frühjahrsbelebung auch gegen eine konjunkturell kritische Verfassung in manchen Wirtschaftszweigen durchsetzt. Bedauerlich ist jedoch, dass in solchen arbeitsmarktlichen Situationen erst einmal (zumindest rechnerisch) nur der Versicherungsbereich des SGB III und nicht auch der Grundsicherungsbereich mit seinem erhöhten Anteil an Langzeitarbeitslosen profitiert. Zum wiederholten Mal möchte ich an dieser Stelle den kurzarbeitenden Betrieben danken. Sie bleiben der Eckpfeiler im arbeitsmarktpolitischen Geschehen. Ohne sie sähe die Arbeitslosigkeit in Remscheid anders aus. Ihnen möchte ich Mut machen, dass es eine Reihe Betriebe wieder geschafft hat, gute Aufträge zu akquirieren, die Produktionsleistung hochzufahren, und dass viele Unternehmer sogar den Bedarf wie Mut haben, wieder Mitarbeiter einzustellen. Meine Vermittler/-innen haben jetzt 283 Stellen im Bestand. Hier möchte ich helfen, den richtigen Arbeitslosen zu finden, um die Stellen zeitnah gut besetzen zu können. Im letzten Monat konnten mit 346 Beschäftigungsaufnahmen sogar mehr Männer und Frauen eine neue Beschäftigung aufnehmen als im Vormonat und auch mehr als vor einem Jahr.

Auf dem Markt bewegt sich also was. Chancen für die Arbeitsuchenden sind demnach da. Deshalb auch hier wieder meine Bitte an alle Beschäftigungssuchenden, sich schnellstens über die neuen Stellenangebote mit ihrem Vermittler/- in zu unterhalten. Vielleicht gehen Sie vorher ins Internet auf die Seite der Arbeitsagentur www.arbeitsagentur.de und orientieren sich schon einmal vorab in aller Ruhe, was es für Sie gibt. Damit können Sie dann gut vorbereitet in das Gespräch mit Ihrem Vermittler/-in gehen.“ Die Remscheider Arbeitgeber, die jetzt qualifizierte Kräfte suchen, bitte ich, testen Sie den Arbeitgeberservice in der Arbeitsagentur Remscheid unter 01801 / 66 44 66.“

Die Entwicklung der Arbeitslosigkeit verlief in den beiden Rechtskreisen gegenläufig. So waren im Bereich SGB III (Versicherungsbereich) mit 2.138 Arbeitslosen in diesem Monat 75 oder 3,4 Prozent Arbeitslose weniger zu verzeichnen. Im Bereich des SGB II (Grundsicherungsbereich) wurden dagegen bei 4.255 Beschäftigungslosen insgesamt 25 oder 0,6 Prozent Beschäftigungslose mehr gezählt. Im Vergleich zum Vorjahr schneidet ebenfalls der SGB III-Bereich besser ab. Wurden in diesem Rechtskreis insgesamt nur 284 oder 15,3 Prozent mehr Arbeitslose gezählt, so zählte der SGB II-Bereich insgesamt 418 oder 10,9 Prozent Betroffene mehr. Die allgemeine Zunahme betrug 12,3 Prozent.

Im Laufe des Berichtsmonats ist die Zahl der Arbeitslosmeldungen an der Bismarckstraße insgesamt zurückgegangen. Nur noch 912 Meldungen von Arbeitslosen gingen ein, das waren 66 oder 6,7 Prozent weniger als im Februar (978). Der Vergleichswert des Vorjahres lag sogar noch bei 1.052 Arbeitslosmeldungen. Die Zahl der Meldungen nach einer Erwerbstätigkeit ist dagegen im Berichtsmonat leicht gestiegen, hat aber das Niveau des Vorjahres weit hinter sich lassen können. Insgesamt 373 Zugänge waren zu zählen, das waren 21 oder 6,0 Prozent mehr als im Februar. Der Vergleich mit dem Vorjahresmonat (521) bleibt dagegen positiv.

Im Berichtsmonat haben die Arbeitgeber mehr Personal eingestellt als noch im Februar, womit der Arbeitsmarkt über diese Seite eine erfreuliche Entlastung erfahren hat. Insgesamt wurden insgesamt 958 Abgänge aus der Arbeitslosigkeit registriert. Gegenüber dem Vormonat sind dies 32 oder 0,3 Prozent weniger. Der Wert des Vorjahres lag dagegen bei nur 764 Abmeldungen und war damit um 194 oder 25,4 Prozent geringer. Insgesamt konnten mit 346 Männer und Frauen mehr Arbeitslose eine Beschäftigung aufnehmen als noch im Monat zuvor. Der Vergleichswert von Februar lag bei 317 bzw. sogar bei nur 218 im Vorjahr. Die starken positiven Veränderungen unterstreichen damit die weiterhin vorhandene Aufnahmefähigkeit des Marktes. Ebenso mündeten 189 Arbeitslose in eine Ausbildung/sonst.Maßnahme ein, nach 193 im Vormonat und 160 vor einem Jahr.

Die Zahl der Arbeitslosen unter 25 ist im Berichtsmonat gesunken, da sich die Zahl der Zugänge aus einer betrieblichen/überbetrieblichen Ausbildung saisontypisch reduziert hat. Da in den beiden Monaten zuvor die Neuzugänge fast ausschließlich auf den SGB III-Bereich entfielen und sich jetzt der Rückgang ebenfalls hier zeigt, ist es offensichtlich vielen gelungen, direkt nach kurzer Arbeitslosigkeit ein Anschluss-Arbeitsverhältnis zu erhalten. Insgesamt sind in Remscheid 597 jüngere Arbeitslose gemeldet. Damit hat sich die Zahl der Beschäftigungslosen bei dieser Personengruppe gegenüber dem Vormonat um leicht um 25 oder 4,0 Prozent reduziert. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Betroffenen ebenfalls um 35 oder 5,5 Prozent gesunken. Aktuell beträgt die Arbeitslosenquote 9,0 Prozent nach 9,3 Prozent im Vormonat und 9,4 Prozent im Vorjahr. Das veranschaulicht sehr eindrucksvoll, dass es grundsätzlich gelungen ist, die im Januar/Februar 2009 sprunghaft angestiegene Arbeitslosigkeit bei den Jugendlichen wieder „einzufangen“ und damit eine große Sorge zu nehmen - obwohl hier noch viel zu tun bleibt. Bei den unter 20-Jährigen die Zahl der Beschäftigungslosen gegenüber dem Vormonat praktisch unverändert geblieben. Aktuell wurden 90 Arbeitslose nach 89 im Vormonat gezählt. Vor einem Jahr lag der Vergleichswert jedoch noch bei 111 Beschäftigungslosen. Die Arbeitslosenquote liegt damit bei 4,5 Prozent nach 4,5 Prozent im Vormonat und 5,4 Prozent vor einem Jahr. Betreut werden in Remscheid 257 (Vormonat: 300) Jüngere durch die Arbeitsagentur und 340 (322) von der ARGE. Die Vergleichswerte von vor einem Jahr lagen mit 322 um 65 oder 20,2 Prozent höher und im SGB II - Bereich mit 30 oder 9,7 Prozent Betroffene niedriger. Von den Jüngsten werden 34 im Bereich SGB III und 56 von der ARGE betreut. Die Vorjahresergebnisse lagen bei 35 bzw. 76 Arbeitslosen.

Zugenommen hat im März die Zahl der Langzeitarbeitslosen. Insgesamt 66 oder 2,6 Prozent Betroffene mehr wurden gezählt. Somit sind aktuell 2.600 oder 40,7 Prozent aller in Remscheid gemeldeten Arbeitslosen dieser Personengruppe zuzurechnen. Im Jahresvergleich ist die Langzeitarbeitslosigkeit ebenfalls gestiegen. Insgesamt 543 oder 26,4 Prozent mehr Betroffene wurden gezählt. Die Quote für den allgemeinen Anstieg der Arbeitslosigkeit liegt dagegen nur bei plus 12,3 Prozent. Betreut werden aktuell 2.304 Männer und Frauen im SGB II - Bereich und 296 Arbeitslose im SGB III - Bereich. Vor einem Jahr waren im es im SGB II - Bereich mit 1.845 Männer und Frauen insgesamt 459 oder 24,9 Prozent Arbeitslose weniger, und im Bereich der Arbeitsagentur mit 212 sogar 84 oder 39,6 Prozent weniger Betroffene.

Das Stellenangebot der Remscheider Unternehmen für eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung ist im Berichtsmonat auf Vormonatsniveau geblieben. Insgesamt wurden 181 sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse angeboten. Damit wurde nur eine Vakanz weniger als im Vormonat gemeldet. Vor einem Jahr wurden jedoch noch 224 Stellen offeriert. Aktuell sind 283 Stellenangebote für eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zu besetzen. So u.a. als Metallerzeuger und -bearbeiter (9), Schlosser und Mechaniker (19), Elektriker (9), Ernährungsberufe (3), Warenkaufleute (35), Orga-, Verwaltung-, Büroberufe (34) und Gesundheitsdienstberufe (48).

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