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Teich des Waagerhammers wurde 1912 Geschiebesammler

Im Waagerhammer, Repro: G. SchmidtEtwa 100 Meter oberhalb des Hellenhammers stand am Mühlchensbach der Waagerhammer. Auch an diesem Standort (an der Haddenbacher Straße) kann man historische Spuren noch erahnen. 1710 ist die erste Erwähnung. Zu dieser Zeit wurde der Hammer durch Tilman Goldenberg auf Hohenhagen als Pächter betrieben. Als Besitzer erscheint Johannes Bertram im Hasenclev.  1800 wird er als Hammer des "Joan Haddenbroich auf die Morsbach negst der Hägener Mühl" geführt, der in einer anderen Quelle 1810 Joan Haddenbrock genannt wird (die Schreibweise wurde in den früheren Jahrhunderten nicht so genau genommen).  Johann Bierd pachtet den Hammer 1824. Die Anlage heißt nun Waagenhammer und ist ausgerüstet mit zwei oberschlächtigen Wasserrädern zum Stahlschmieden und für das Gebläse. Ein erneuter Besitzerwechsel fand 1834 statt. Johann Peter Kuhler aus Lüttringhausen-Nüdelshalbach baute auch gleich ein drittes Wasserrad zum Stahlschmieden hinzu. Er arbeitete in dem Hammer zusammen mit einem Tagelöhner und einem Lehrling und reparierte alte Ambosse, fertigte aber auch neue und verkaufte sie direkt an Schmiede der Umgebung (Lenneper Kreisblatt vom 19.08.1834).

Raffinierstahlschmieden, Repro: G. SchmidtDie Grundsteuer musste Kuhler an die Gemeinde Lennep bezahlen, denn 1834 ist laut Kataster dieser Bereich Lennep zugeordnet worden. Am 9.10.1865 bekommt er die Konzession, eine Dampfmaschine zu errichten, und 1867 geht das Hammerwerk an die Gebrüder Kuhler zu Hägenermühle über. Fortan wird der Betrieb auch "Amboss-Hammer" genannt.

Um Irritationen zu vermeiden, muß erwähnt werden, dass wir es nun mit dem dritten Kuhlers-Amboss- Hammer zu tun haben, denn am Gründerhammer, in der Nüdelshalbach und nun am Mückenbach hatte je ein Kuhler seinen Betrieb. J.P. Kuhler (Mückenbach,  später Neuenhammer) war ein Neffe des Hermann Kuhler (Nüdelshalbach) und der dritte Kuhler (Gründerhammer), ein Bruder des Hermann Kuhler.

Da um die Jahrhundertwende ein allgemeines Hammersterben einsetzte (es gab für die Wasserhämmer immer weniger Arbeit, da die Dampfkraft größere Firmen mit mehr Möglichkeiten auf die Remscheider Höhen ziehen ließ), war auch für "Johann Peter Kuhler Söhne, Inhaber Karl Kuhler, Ambossfabrik, Hägener Mühle 3" etwa 1907 ein Ende erreicht; die Produktion wurde eingestellt. Der Teich wurde 1912 als Geschiebesammler  ausgebaut, nachdem ihn die Stadt Remscheid 1911 gekauft hatte. 1926 wurde der Hammer dann gänzlich abgerissen, das Grundstück aufgefüllt. Man kann heute nur noch erahnen, was sich damals an dieser Stelle befand. (Aus: Hämmer- und Kottenforschung in Remscheid Herausgegeben von Günther Schmidt Band 4 - Leyerbach, Diepmannsbach, Mückenbach)

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