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Bombenalarm: Keine Rede von einer echten Evakuierung

Bilder von der heutigen Evakuierung der Innenstadt und der 'Aufnahmestation", der Sopie-Scholl-Gesamtschule auuf dem Hohenhagen. Fotos: Lothar Kaiser. Auch wer mit dem Wagen auf der Haddenbacher Straße („nur bis zur Ölmühle; da wohne ich“) fahren sollte, hatte Pech und wurde an der Kipperstraße von einem Strteifenwagen der Polizei gestoppt. Erst rechts war die Nordstraße wie leergefegt, während auf dem Evangelischen Stadtfriedhof die Zehn-Zentner-Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft wurde, die dort heute bei Ausschachtungsarbeiten gefunden worden war. Die Stadtverwaltung hatte darüber am späten Nachmittag in einer Eilmeldung informiert, nachdem ein eilends gebildeter Krisenstab das weitere Vorgehen festgelegt hatte. Beim Waterbölles ging die Meldung um 18.25 Uhr ein. Und kurz darauf folgte ein Anruf aus dem Rathaus, dass die Evakuierung der Innenstadt im Umkreis von 250 Meter um die Fundstelle begonnen habe. Für Polizei, Berufs- und Freiwillige Feuerwehr sowie Deutsches Rotes Kreuz und Johanniter-Unfall-Hilfe  eine gute Gelegenheit, erworbenes Wissen über die Logistik derartiger Großeinsätze einmal in der Praxis zu erproben und zu erweitern.

Der Auftrag der Hilfskräfte war es, 1.500 Bürger/innen nach Lautsprecherdurchsagen aus der Gefahrenzone zu bringen. Für Kranke und Gehbehinderte, aber auch für alle übrigen Bewohner, die auf Nummer Sicher gehen wollten, waren die Aula und einige Klassenzimmer der Sophie-Scholl-Gesamtschule an der Hohenhagener Straße zur „Aufnahmestation“ erklärt worden. Auf dem mit Flatterband eingezäunten Parkplatz gegenüber der Schule sammelten sich vor 19 Uhr auch die Einsatzkräfte mit ihren Fahrzeugen. Einige wenige Bürger fuhren mit dem eigenen Wagen zur Schule. Etwa 55 nutzten bis 20 Uhr zwei Sonderbusse der Stadtwerke. Dass selbst noch vor der Schule und sogar am Intzeplatz die Durchsage aus dem Lautsprecherwagen der Feuerwehr ertönte, man möge bis zur Entwarnung Kellerräume aufsuchen oder sich in der eigenen Wohnung in entlegeneren Räumen aufhalten, verwunderte nicht nur die Bürger, die sicherheitshalber den Weg zum Hohenhagen gewählt hatten bzw. dort oder im Raum Intzestraße wohnen, sondern auch die Einsatzkräfte vor Ort und in der Einsatzleitstelle. Dort fragten zahlreiche besorgte Bürger telefonisch nach, ob sie denn wirklich „so weit vom Friedhof entfernt“ noch in den Keller gehen müssten. Sie wurden beruhigt. Diese Durchsage in der „Sicherheitszone“ sei wohl auf eine Kommunikationspanne zurückzuführen - sicherlich ein Thema in der morgigen „Manöverkritik“ in der Feuerwehrzentrale Auf dem Knapp.

21.51 Uhr: Ein Knall aus Richtung Innenstadt. Zu schwach, um eine Detonation der Bombe vermuten zu lassen. Kurz darauf der Anruf von Pressesprecherin Viola Juric: Den Feuerwerkern sei es gelungen, den Zünder der Bombe zu entfernen und ohne weiteren Schaden zu sprengen. Ende gut, alles gut. Trotz einer Evakuierung, die diesen Namen nicht verdiente. Weil die meisten Bürger/innen in der Innenstadt es vorgezogen hatten, in ihren Wohnungen zu bleiben und auch lang anhaltendes Klingeln an der Wohnungstüre zu überhören. Und es gab keine Türe, die von der Feuerwehr gewaltsam geöffnet worden wäre. Das Recht dazu hätten die Einsatzkräfte gehabt, hatten sie aber gar nicht erst ernsthaft in Betracht gezogen. Nach Abwägung der Verhältnismäßigkeit der Mittel …

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Stadt Remscheid am :

Auf einem bisher nicht als Gräberfeld genutzten Teil des Remscheider Stadtfriedhofes an der Kirchhofstraße werden seit kurzem neue Grabstätten angelegt. Im Zuge der Arbeiten für ein neues Reihengrab sind Friedhofgärtner heute auf eine aus dem Zweiten Weltkrieg stammende Zehn-Zentner-Fliegerbombe gestoßen. Der mit einem Zeitzünder versehene Blindgänger wurde vom Kampfmittelräumdienst der Bezirksregierung Düsseldorf als unmittelbare Gefährdung eingestuft, so dass ein Teil der Remscheider Innenstadt evakuiert werden musste, um die Entschärfung der Bombe noch in den frühen Abendstunden des heutigen Tages zu ermöglichen. Der Straßenverkehr in weiten Teilen der Remscheider Innenstadt kam zum Erliegen, da in einem weiteren Sicherheitskreis um den Fundort die Anwohner aufgefordert werden mussten sich bis zur Entwarnung in geschlossenen Räumen – jedoch nicht in Fensternähe – aufzuhalten. Der Öffentliche Personennahverkehr wurde über Freiheitstraße und Hochstraße weiträumig umgeleitet, da die zentralen Haltestellen Markt und Friedrich-Ebert-Platz nicht angefahren werden konnten. Nach Entschärfen der Bombe konnte Entwarnung gegeben und die Evakuierung aufgehoben werden, so dass die betroffenen Anwohner wieder in ihre Häuser zurückkehren konnten. Für die Stadtverwaltung zog Feuerschutzdezernentin Bärbel Schütte noch in der Einsatzleitstelle ein erstes Resümee: „Um 21.12 Uhr konnten die Kampfmittelräumer mit ihrer Arbeit beginnen, nachdem die Evakuierung abgeschlossen und ein Herdbrand in der inneren Zone des Evakuierungsgebietes gelöscht werden konnte. Nach 36 Minuten war der Säurezünder der Bombe entfernt, so dass vom Blindgänger keine Gefahr mehr ausgehen konnte. Ich danke dem Kampfmittelräumdienst für seine besonnene und umsichtige Arbeit. Diesen Dank richte ich auch an die Einheiten der Berufsfeuerwehr, der Freiwilligen Feuerwehren, des Deutschen Roten Kreuzes, der Johanniter Unfall-Hilfe und der Polizei. Die Zusammenarbeit griff Hand in Hand und hat sich ein weiteres Mal als zuverlässig und erfolgreich bewährt.“

Michael Schad am :

Der Bericht, nachdem es den Sicherheitskräften nicht gelungen ist, alle Bewohner im engen Umkreis zum Verlassen der Wohnung zu bewegen, mutet befremdlich an. Hieraus ergeben sich Fragen. Entweder wäre die Evakuierung nicht im durchgeführten Ausmaß erforderlich gewesen oder man hätte die Räumungsanweisung energischer, auch unter Einsatz von Gewalt, durchsetzen müssen. ***Anmerkung des Waterbölles: Es gab auch eine weitere Zuschrift mit Dank an die Einsatzkräfte - leider anonym. Und solche Kommentare werden, wie schon mehrfach erwähnt, grundsätzlich nicht veröffentlicht.

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