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Diakonische Werk erhöht Eigenmittel für Suchtberatung

Archivfoto: Lothar KaiserÜber mangelnde Arbeit konnten sich die Mitarbeiter/innen der Suchthilfe des Diakonischen Werkes Remscheid auch im vergangenen Jahr nicht beklagen. Ganz im Gegenteil: Der Jahresbericht für 2009, der zur Stunde in der Beratungsstelle an der Kirchhofstraße in einer Pressekonferenz vorgestellt wird, weist wie in den Vorjahren einen steigenden Beratungsbedarf aus. Er spiegelt sich in den Zahlen des Berichtes deutlich wieder. Reinhard Harfst, Leiter des Diakonischen Werkes im Ev. Kirchenkreis Lennep: “Angesichts der Spardiskussion in der Stadt Remscheid sind wir froh, dass wir zu Beginn des Jahres den Vertrag mit der Stadt Remscheid bis Ende 2012 verlängern konnten!“ Mit der Erhöhung der Eigenmittel durch das  Diakonische Werk könne die Arbeit für Suchtkranke unter gleichbleibenden  Bedingungen und den bisherigen qualitativen Standards weiter geführt werden. Hervorzuheben sei die gute und konstruktive Zusammenarbeit mit der Stadt Remscheid und allen Kooperationspartnern, betonte auch Annette Potthoff, die Leiterin der Beratungsstelle.  

Die Angebote der Beratungsstelle richten sich an Suchtgefährdete und Suchtkranke aller stoffgebundenen Suchtformen, Menschen mit süchtigem Spielverhalten sowie deren Angehörige und andere Bezugspersonen des sozialen Umfeldes. Angeboten werden ihnen Einzel-, Paar- und Familienberatung, Gruppengespräche und aufsuchende  Hilfen im eigenen Wohnraum. „Insbesondere sei es gelungen, substituierte Menschen längerfristig im Rahmen der  psychosozialen Betreuung zu erreichen“, heißt es im Vorwort des Jahresberichts. „Dies  resultiert sicherlich aus der intensiven Zusammenarbeit mit den substituierenden  Ärzten und den Entgiftungsstationen der Ev. Stiftung Tannenhof und der Fachklinik  Langenberg.“ – „Substituierte Menschen“, das mag ein Fachbegriff sein, unter dem die Mitarbeiter jedweder Suchtberatungsstelle sofort das Richtige verstehen; der Laie sucht in dem Geschäftsbericht eine verständliche Erklärung leider vergeblich.

Im Berichtsjahr 2009 ist die Gesamtzahl der Einmalkontakte stabil geblieben. Die Zahl der Mehrfachkontakte ist im Vergleich zu 2008 um 41 Klienten  gestiegen (plus 9,6 Prozent, zurückzuführen auf gestiegene Fallzahlen im Bereich der psychosozialen Begleitung „Substituierter“. Die Gesamtzahl aller Klienten ist im Jahr 2009 im Vergleich zum Vorjahr um 35  (plus 3,6 Prozent) gestiegen.  Etwa zwei Drittel aller Klienten sind Männer.  Insgesamt ist in dem Jahresbericht ein deutlicher  Zuwachs der Methadon“substituierten“ verzeichnet, während bei Alkohol-, Heroin-  und Cannabiskonsumenten die Zahlen in etwa gleichgeblieben sind.

Im Vergleich zum Vorjahr war im Jahr 2009 bei den 30- bis 59-Jährigen ein deutlicher  Anstieg bei Opiate sowie Cannabis festzustellen. In der  Altergruppe der 18- bis 29-Jährigen hat die Zahl der Alkoholkonsumenten deutlich  zugenommen (plus 45,8 Prozent). In allen anderen Altersgruppen ist die Verteilung der  Hauptsuchtmittel nahezu gleich geblieben. Dies gilt auch für die Anzahl der Therapievermittlungen. Der Anteil der Klienten mit Migrationshintergrund (Mehrfachkontakte) ist im Jahr  2009 erneut (um 21,9 Prozent)gestiegen.

Mit der Jugendhilfe (ASD) wurde in 2008 eine schriftliche Kooperationsvereinbarung abgeschlossen. „Die darin beschriebenen Prozesse tragen anders als in  der Vergangenheit zu einer qualitativen nicht dem Zufall überlassenen Vernetzung zwischen ASD und Suchthilfe bei. Die Suchthilfe erklärt sich insbesondere  bereit, das Kindeswohl verstärkt im Blick zu haben, was im Rahmen des § 8a von  größter Bedeutung ist“, heißt es im Jahresbericht weiter.

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