Skip to content

Anzeige

Bau-Innung Remscheid Innung für elektrotechnische Handwerke Remscheid Fachinnung für Metall- und Graviertechnik Innung für Sanitär- und Heizungstechnik Remscheid
Dachdecker-Innung Remscheid Friseur-Innung Remscheid Maler- und Lackierer-Innung Remscheid Kraftfahrzeughandwerk Remscheid

Der neue Jugendrat startete mit vier Arbeitsgruppen

Diskussion in Arbeitsgruppen. Foto: Lothar Kaiser

Vor zwei Jahren begann die Amtszeit des 3. Jugendrates  mit dem 1. Remscheider Jugendforum im Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium. Die des 4. Jugendrat der Stadt (Vorsitzender Tom Becker) begann gestern in der „Gelben Villa“ an der Eberhardstraße – mit dem 2. Jugendforum.  Auch dies ein mehrstündiges Treffen, bei dem in Arbeitskreisen viele Ideen entwickelt und manchmal auch heftig diskutiert wurde.  Wie vor zwei Jahren  ihre Vorgänger – einige von ihnen waren gestern mit dabei – wollten auch die Mitglieder des neuen Jugendrates von ihren jugendlichen Wähler/innen wissen, wofür es sich aus deren Sicht lohnt, sich in und für Remscheid zu engagieren. Was sind die Themen, die auf den Nägeln brennen? Was muss dringend erhalten, was initiiert, was abgestellt werden? Die Arbeitskreisen, die sich gestern bildeten, waren zur Freude von Stadtdirektor Burkhard Mast-Weisz „kein Strohfeuer“, sondern sollen künftig regelmäßig zusammenkommen - erstmals am 16. Juni um 17 Uhr in der „Gelben Villa“. Weitere interessierte Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren sind dort herzlich willkommen. Die Arbeitskreise, so Jugendrat-Geschäftsführer Gerd Dietrich-Wingender, „eröffnen allen Remscheider Jugendlichen die Möglichkeit, sich projektorientiert für das einzusetzen, was sie brauchen, ohne sich wie ein gewähltes Jugendratsmitglied für zwei Jahre binden zu müssen. Das unterstützt den Jugendrat in seiner Arbeit und kommt passgenau der Zielgruppe zu Gute.“

„Es lohnt sich, sich für die Stadt zu engagieren, in der man lebt!“ Ein Standpunkt, den der Waterbölles mit dem Jugendrat teilt. Jugendliche scheinen dafür weit eher zu begeistern sein als Erwachsene, wenn man die gestrigen Arbeitskreise mit den drei Bürgerforen zur Spar-/“Giftliste“ der Verwaltung vergleicht. Ideen, die Leben in die Stadt bringen könnten, wurden in den Foren nicht geäußert; es blieb beim Protest gegen angedachte Sparmaßnahmen.  Aktives Handeln sieht anders aus.

Präsentation der Ergebnisse. Foto: Lothar Kaiser

Auf Pinwänden („Zettelwirtschaft“) stellten die ca. 40 Jugendlichen, die an dem Forum teilnahmen, gestern Abend gegen 21.30 Uhr – nach getaner Arbeit ein wenig müde, aber sichtlich zufrieden – einigen wenigen Kommunalpolitikern die Ideen vor, die am 16. Juni weiter ausgearbeitet werden sollen. Danach wird auch im 4. Jugendrat „Antirassismus“ ein Thema bleiben - und in die Öffentlichkeit getragen werden. Möglichkeiten dazu gibt es viele: Theaterstück, Film, Konzert, Info-Kampagne (in den Schulen?) oder, neu, ein „Kulturtausch“: Jugendliche aus ganz unterschiedlichen Kreisen der Bevölkerung wechseln für drei Tage die Familie.

Bildungs- und Zukunftschancen von jungen Leuten standen im Mittelpunkt des Arbeitskreises „Schule/Beruf“. Vereinbart wurde, den erfolgreichen "Bewerbungs-Comic" für Jugendliche, den der 3. Jugendrat herausgebracht hatte, in Kooperation mit Wuppertal und Solingen mehrsprachig zu vermarkten und womöglich auch als Kalender aufzulegen. Vorerst nur eine Idee: Ein Comic für Eltern mit Migrationshintergrund, der das deutsche Schulwesen erklärt. Oder: Ein „Bewerbungsgespräch, wie es nicht ablaufen sollte“, könnte Thema eines Theaterstücks werden. Wie wäre es mit einem „Superstar-Event“: „Remscheid sucht den Super-Azubi“ (RSDSA)? Nicht alles, was gestern seinen Weg auf die Pinwand fand, wird die „Endreife“ erhalten. Einer Idee wäre das aber unbedingt zu wünschen: Der kostenlosen Nachhilfe für Schüler/innen aus finanzschwachen Familien. „Das wäre doch eine gute Aufgabe für Jugendliche kurz vor dem Abi“, befand der Arbeitskreis.

„Mehr öffentliches Leben durch ein größeres Veranstaltungsangebot“ hatte sich ein weiterer Arbeitskreis vorgenommen. Der Sport stand hier ganz oben an, aber auch Stadtteil-Partys mit klarem Motto. Eine großes Openair-Konzert mit Reggae-Musik (da gab es auch Gegenstimmen; Musik ist bekanntlich Geschmacksache), Filmvorführungen an ungewöhnlichen Orten und eine „Plattform für lokale Künstler“ mit Internet-Präsentation und Ausstellung waren weitere Vorschläge. Eingebunden werden sollen nach den Vorstellungen der Jugendlichen in diese Events nach Möglichkeit der Brückenpark in Müngsten, Kräwinklerbrücke und das Freibad im Eschbachtal. Gerd Dietrich-Wingender: „Die Ergebnisse des Jugendforums und die daraus resultierenden Projekte werden den zuständigen Ämtern und Ausschüssen, allen voran dem Jugendhilfeausschuss vorgestellt.“

Die Poster zu den Arbeitsgeruppen steuerte Renè Schneider bei. Foto: Lothar Kaiser

Der Jugendrat veranstaltete das gestrige „Brainstorming“ in Kooperation mit der Stadt und der „Kompazz“-Kompetenzagentur (Andi Wetter, Anja Bruger und Monika Lukaszewicz). Weitere Unterstützung (Moderation der Arbeitskreise) kam von Daniela Kann, städt. Spielflächenmanagerin, Wolfgang Koppe, Kinder- und Jugendschutzbeauftragter der Stadt, und Ute Lennartz-Lembeck von der Kunst- und Kunstschule. Mit dabei war auch der junge Remscheider Graffiti-Künstler René Schneider (baixart.de), dessen (legale, in Auftrag gegebene) Arbeiten inzwischen im Stadtgebiet auf zahlreichen Hauswänden, Mauern und Autokarosserien zu sehen sind. Er steuerte  - passend zu den Themen der Arbeitskreise – vier Poster bei (Foto rechts unten).

Trackbacks

Keine Trackbacks

Kommentare

Ansicht der Kommentare: Linear | Verschachtelt

Chronist am :

Die von Graffiti-Künstler René im Rahmen des am 28. Mai in der Gelben Villa geschaffenen Poster "Anti-Rassismusarbeit", "Remscheid mit Events und Sport jugendgerechter gestalten" und "Übergang Schule – Beruf“ sind seit für rund zwei Wochen im 1. Obergeschoss des Remscheider Rathauses zu sehen.

Kommentar schreiben

Die angegebene E-Mail-Adresse wird nicht dargestellt, sondern nur für eventuelle Benachrichtigungen verwendet.

Um maschinelle und automatische Übertragung von Spamkommentaren zu verhindern, bitte die Zeichenfolge im dargestellten Bild in der Eingabemaske eintragen. Nur wenn die Zeichenfolge richtig eingegeben wurde, kann der Kommentar angenommen werden. Bitte beachten Sie, dass Ihr Browser Cookies unterstützen muss, um dieses Verfahren anzuwenden.
CAPTCHA

Standard-Text Smilies wie :-) und ;-) werden zu Bildern konvertiert.
Formular-Optionen

Die einzelnen Beiträge im "Waterbölles" geben allein die Meinung des Autors / der Autorin wieder. Enthalten eingeschickte Texte verleumderische, diskriminierende oder rassistische Äußerungen oder Werbung oder verstoßen sie gegen das Urheberrecht oder gegen andere rechtliche Bestimmungen oder sind sie nicht namentlich gekennzeichnet nebst E-Mail-Adresse, werden sie nicht veröffentlicht. Das gilt auch für substanzlose Bemerkungen ("Find ich gut/schlecht/blöd...etc."). Aus den oben genannten juristischen Gründen sowie bei längeren Texten sind auch Kürzungen nicht ausgeschlossen.

Kommentare werden erst nach redaktioneller Prüfung freigeschaltet!