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"Konzertierte Aktion" sichert Kulturzentrum für 20 Jahre

Die Klosterkirche in Lennep.

Eines haben Dr. Christian Henkelmann (Kulturdezernent der Stat Remscheid), Wolfgang Moritz (Vorsitzender des Vereins Kulturzentrum Klosterkirche e.V.), Claudia Hellwig (Managerin des Kulturzentrums) und Paul Clemens (Chef des Restaurants „Klosterschänke“) gemeinsam: Sie freuen sich, dass die alte, unter Denkmalschutz stehende Minoritenkirche in der Lenneper Altstadt mit ihrer wechselvollen Geschichte auch künftig als kultureller und lukullischer Anziehungspunkt, als Kultur- und Bürgerzentrum erhalten bleiben kann. Dafür will das Land NRW mit einem Zuschuss von 200.000 Euro sorgen; 100.000 Euro will die Jubiläumsstiftung der Stadtsparkasse beisteuern, die Stadt Remscheid 95.000 Euro und der Betreiberverein "Kulturzentrum Klosterkirche e.V." mit seinen mehr als 500 Mitgliedern „eine fünfstellige“ Summe, wie Moritz in der gestrigen Sitzung der Bezirksvertretung Lennep bestätigte. Investiert werden soll – und muss – in den Brandschutz, in eine moderne Heizung, eine neue Umluftanlage, leiser als die gegenwärtige, und in neue Kühlräume für das häufig ausgebuchte Restaurant. Diese Räume sollen im Bereich des Klosterhofes (“Bongartshofes“) entstehen, der für diese Unterkellerung zwangsläufig für einige Zeit zur Baugrube werden wird.

Einzelheiten der "konzertierten Aktion" erfuhren die Fraktionsvorsitzenden bereits am 25. Mai von Henkelmann durch eine E-Mail, nachdem der Verwaltungsvorstandes das finanzielles Ausmaß des Projektes (427.000 Euro) besprochen hatte. Zitat: „Beim Landschaftsverband Rheinland wurde ein Antrag auf einen Zuschuss aus Mittel der Regionalen Kulturförderung gestellt. Die Bewilligung über eine Zuwendung von 200.000 Euro liegt vor. Sowohl diese Zuschussmittel als auch die für die Maßnahme beim städtischen Gebäudemanagement etatisierten Mittel in Höhe von 95.000 Euro werden an den Verein zur Durchführung der durchgeplanten Gesamtmaßnahme weitergeleitet. Vom Verein werden vorhandene Eigenmittel in Höhe von 32.000 Euro eingebracht.  Hinzu kommt ein weiterer Zuschuss an den Verein in Höhe von 100.000 Euro von Seiten des Jubiläumsstiftung der Stadtsparkasse. Die Maßnahmen dienen dazu, das ‚Kulturzentrum Klosterkirche’ durch Umsetzung bau- und lebensmittelrechtlicher und lufthygienetechnischer Maßnahmen zukunftsfähig zu machen.“ Die geplantenMaßnahmen seien „alternativlos für den Erhalt des Kulturzentrums“ und „parteiübergreifend unstrittig“.

Das klang etwas anders in der Presseerklärung, durch die die Fraktion der W.i.R. am 31. Mai den Vorgang öffentlich machte. Darin forderte die Wählergemeinschaft mehr Transparenz. Doch auch wenn dies gebetsmühlenartig wiederholt werden sollte (der Waterbölles hat es bereits einige Male kritisch angemerkt): „Offensive Öffentlichkeitsarbeithat die Stadtverwaltung nun einmal nicht auf ihrer Agenda. Und so beschäftigte sich die Lokalpresse denn in den vergangenen Tagen in Form von „Tröpfchen-Infusionen“ mit dem Thema. Die so zeitweilig entstandenen Missverständnisse und Gerüchte hätte die Stadt durch eine frühzeitige Pressekonferenz/-Mitteilung über die nunmehr gesicherte Zukunft der Klosterkirche verhindern können. Es bestand keine Notwendigkeit, diese positive Nachricht zurückzuhalten – im Gegenteil. Insbesondere  die Stammgäste der „Klosterschänke“ und deren Personal hätten sich darüber sicherlich gefreut.

Beigeordneter Dr. Henkelmann schob allerdings in der gestrigen BV-Sitzung der W.i.R. den Schwarzen Peter zu. „Erstaunt und irritiert“ habe er zur Kenntnis genommen, dass die W.i.R. aus einer vertraulichen Mitteilung an die Fraktionsvorsitzenden eine öffentliche Anfrage gemacht habe. „Was wäre denn die Alternative gewesen?“, fragte Henkelmann. „Die Klosterkirche nach dem ‚Prinzip Villa Führer’ hinter einem Bauzaun vergammeln zu lassen?!“ – „Das sicherlich nicht“, entgegnete Roland Kirchner, W.i.R.-Mitglied in der BV. „Uns geht es auch nicht um die geplanten Maßnahmen als solche, sondern um die Umstände, die von der Stadt Remscheid zu leistende Bürgschaft!“

Sie hat damit zu tun, dass der Landschaftsverband Rheinland seinen Zuschuss mit einer Zweckbindungsverpflichtung über 20 Jahre verbindet. Mit anderen Worten: Würde das Kulturzentrum vor Ablauf dieser Zeit geschlossen werden, müssten anteilige Mittel zurückgezahlt werden. Davon geht allerdings keiner der Beteiligten aus, auch nicht der Verein des Kulturzentrums. Sonst würde er für seinen finanziellen Beitrag zu den Baumaßnahmen nicht, wie vom Vorstand beschlossen, eine Hypothek aufnehmen. Und sonst würde der Pächter des Restaurants auch nicht zu einer höheren Pachtsumme bereit sein. Dies lässt die von der W.i.R. kritisch nachgefragte Bürgschaft der Stadt – auch nach der gestrigen Diskussion in der BV - in einem milderen Licht erscheinen. Fazit: Manche Aufregung wäre vermeidbar gewesen.

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  Ein Klick auf das Foto, und Sie sehen es in voller Größe Der Remscheider Fotograf Jochen Wende stellte dem Waterbölles freundlicherweise dieses Luftbild der Lenneper Altstadt zur Verfügung. Es zeigt u.a. die Gebäude und Gelände, von denen heute

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Waterbölles am : Klosterkirche: Anstoßen auf ein gelungenes Werk

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Vorneweg die Bauarbeiten in einem fotografischen Zeitraffer: Zuerst kam der Bagger in den Hof vor der Klosterkirche, danach kam der Beton für die Fundamente, die Wände und die Decke, und danach der Plattenbelag. Nichts lässt heute mehr die Lager- u

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Chronist am :

Einzig die W.i.R.-Fraktion hatte Bedenken gegen die städtische Bürgschaft und fragte deshalb bei der Verwaltung nach. Im Haupt- und Finanzausschuss lag gestern die Antwort vor: "Mögliche Folgen der Bürgschaft: Bezüglich der Zweckbindungsfrist verhandelt die Verwaltung mit dem Verein, damit dieser sich auch für die nächsten 20 Jahre verpflichtet. Da auch der Verein mit einer Überalterung zu kämpfen hat, möchte man sich von dort nicht so lange binden. Hier ist die Verwaltung zuversichtlich, eine entsprechende Einigung erzielen zu können. Es ist jedoch zutreffend, dass im Fall einer vorzeitigen Aufgabe der Nutzung die Fördermittel anteilig vom Empfänger (Stadt Remscheid) zurückzuzahlen wären." Dass dies eintreffen werde, sei allerdings sehr unwahrscheinlich, betonte ein SPD-Sprecher. Die Anworten der Verwaltung standen am Ende einer ausführlichen Vorlage. Weiter heißt es da, aufgrund der öffentlichen Berichterstattung habe sich der Restaurantpächter (verständlicherweise) veranlasst gesehen zu betonen, dass es im Restaurant keine Beanstandungen bzw. Mängel im hygienischen Bereich oder sonstige Qualitätsprobleme des gastronomischen Angebots gebe.

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