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Teich des "Hammers am Esel" wurde 1926 zugeschüttet

Gut getarnt: Hammer am Esel. Foto: HIZ RemscheidAm sogenannten Teufelsteich hat laut Aufzeichnungen des Hauptstaatsarchiv Düsseldorf neben der Hägener Mühle noch ein weiterer Hammer gestanden. Wir nennen ihn Dorfmühlers Hammer. Er ist 1661 erstmalig erwähnt, denn ein Johannes Bertrams aus dem Dorf Remscheid hat ihn errichtet. Bertrams wohnt zu dieser Zeit "aufm Kirschhoff im Dorf". 1750 wird von einer Drahtmühle zu Remscheid geschrieben, die der Engel vom Hohenhagen betreibt. Offenbar ist der Hammer vor 1826 wieder eingegangen, denn in dem Urhandriss des Remscheider Katasteramtes von ihm keine Rede mehr. Überliefert ist aber die Tatsache, dass immer wieder von einem Hammerteich gesprochen wird. 1900 gehörte er einem Pickard, unter dessen Führung dort ein Freibad eingerichtet wurde.

Gehen wir die Straße Richtung Ölmühle herauf, befand sich etwa 80 Meter oberhalb der Hägener Mühle der nächste Standort "am Esel". Nur noch die topografische Lage lässt hier ein Hammerwerk erahnen, denn es ist heute noch ein großes Gefälle unterhalb der früheren Staumauer auszumachen.  Zunächst einmal hatte der Hammer verschiedene Namen: Schleifkotten unterhalb der Ölmühle, Ölmühlerhammer, Eselshammer, Schleifkotten am Esel und Hammer am Esel.

Hammer am Esel, die Ölmühle. Repro: G. Schmidt

Am 22.7.1666 bekommt Luther Dörken im Dorf Remscheid die Genehmigung und Konzession, am Fuße des Steinbergs einen Reckhammer zu errichten. Da der Steinberger Siefen (auch Lasperter Siepen genannt) mit in den Teich einfloss, war an diesem Standort genügend Wasser für eine kleine Produktion vorhanden. 1692 erfasste der Burger Kellner diesen Hammer als dem Peter Jäger zu Birgden gehörend. 1750 wird er  erneut erwähnt als "Reckhammer auf der Mückenbach unter dem Dorf Remscheid, von Luther zu Remscheid". 1800 ist der Hammer in  Händen der Gebrüder Busch. 1824 wird er als Ohligsmühler Hammer des Abraham Halbach genannt, der ihn an Peter Harkott verpachtet hat.

1826 wurde das Hammerwerk in einen Schleifkotten umgewandelt. Gottlieb Picard kaufte 1829 den Kotten und fertigte dort selbst bis 1838. Dann übergab er den Kotten an seinen Sohn Johannes, der zu dieser Zeit 27 Jahre alt war. 1852 und 1853 wurde der Kotten erneut unter dem Namen Joh. Pet. Picard als Schleifkotten geführt. 1867 taucht als Besitzerin eine Witwe Daniel Picard zu Oelmühle auf. Danach fließen die Angaben nur noch spärlich. Um 1900 gehörte der Kotten einem "Nusch", und 1911 ist er nicht mehr in Betrieb. Auf dem Gelände ließ sich eine Feilenhauerei nieder, die ohne Wasserkraft auskam. 1926 wurde der Teich verfüllt bzw. zugeschüttet; als Fläche kann man den Teich heute noch gut erkennen. Auch Mauerreste waren bis in die 1970-er Jahre noch zu sehen. (Aus: Hämmer- und Kottenforschung in Remscheid. Herausgegeben von Günther Schmidt Band 4 - Leyerbach, Diepmannsbach, Mückenbach)

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Waterbölles am : Ein Carport, wo einst Pickardts alte Ölmühle stand

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Die Ölmühle lag etwa 80 Meter oberhalb des Hammers am Esel. Der Erbauer war wie bei der Hägener Mühle der Peter auf dem Hohenhagen am 18. März 1579. Seine Steuern („Erkenntnis“) zahlte er bis 1893 an die Außenbürgerschaft Lennep, denn bis dahin war d

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