Skip to content

Anzeige

Bau-Innung Remscheid Innung für elektrotechnische Handwerke Remscheid Fachinnung für Metall- und Graviertechnik Innung für Sanitär- und Heizungstechnik Remscheid
Dachdecker-Innung Remscheid Friseur-Innung Remscheid Maler- und Lackierer-Innung Remscheid Kraftfahrzeughandwerk Remscheid

MKS beweist: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser!

Waterbölles-Kommentar

Sollten Sie eine eigene Homepage mit Links auf andere haben, können Sie dieses Banner gerne verwenden.

Lothar Kaiser. Foto:privat

Dubiose Praktiken bei der MKS“ (Bergische Morgenpost von heute), „Künstler außer Kontrolle“ (RGA von heute) und "Jahrelang Vorschriften missachtet, ohne dass es auffiel!" (Waterbölles von gestern) -  das renommierte Kulturinstitut ist in aller Munde. Leider nicht vorteilhaft! Erst kürzlich hatten sich Schüler/innen bei den „Bürgerforen“ zur „Giftliste“ des Verwaltungsvorstandes noch vehement für den Fortbestand der MKS eingesetzt. Und jetzt das: „Selbstbedienung bei Urlaub und Überstunden! Daran kann nach der Verwaltungsvorlage, die am Donnerstag die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses in Rage brachte, kein Zweifel sein. Ich könnte mir vorstellen, dass die Stadtoberen jetzt noch ernsthafter als vorher über die Privatisierung der Schule nachdenken. Motto: „Jetzt erst recht!“

Von ihrem Jahresetat in Höhe von 1,2 Millionen Euro erwirtschaftet die Kunst- und Musikschule lediglich 400.000 Euro. Die Stadt muss folglich 800.000 Euro zuschießen – und durch Kredite finanzieren. Merke: Jede am Kapitalmarkt aufgenommener Euro schmälert die Zukunftschancen dieser Stadt. Deren festangestellte Mitarbeiter sollten das wissen. Allesamt! Schließlich ist Sparen nicht erst seit gestern das oberste Gebot. Vom „harten Sparkurs“ war schon Im Juni 1994 die Rede; damals demonstrierten dagegen Bürger auf dem Rathausplatz. Auch für die „Spar-Sitzung“ des Rates am 8. Juli ist eine Demonstration angekündigt. Ich könnte mir vorstellen, dass manch einer, der hat hingehen wollen, nach der jüngsten Lektüre zur MKS zu Hause bleibt. Motto: „Die sollen erst einmal ihre Hausaufgaben machen!“

Allein die großzügigen Urlaubsregelungen, die sich die festangestellten MKS-Mitarbeiter genehmigten bzw. von ihrem Chef genehmigen ließen. Über viele Jahre hinweg! Und davon soll im nahen Rathaus niemand etwas gewusst haben?! Dass Lehrer zeitgleich mit ihren Schülern Urlaub haben weiß jeder. Aber für die städtischen Musiklehrer gilt diese Regelung nicht. Die in den Schulferien ausgefallenen Musikstunden hätten folglich später nachgeholt werden müssen. Das aber wurde geflissentlich „vergessen“.  Ist jetzt Nachsitzen für die Musiklehrer angesagt?

„In der Remscheider Stadtverwaltung fehlt ein Controlling!“ Den Satz habe ich schon oft gehört. Von Kommunalpolitikern und von den Wirtschaftsprüfern von Rödl & Partner. Jüngster Beweis für die Richtigkeit dieses Satzes: Die Tricksereien innerhalb der MKS. Und welche Lehre sollen die Politiker daraus ziehen? Noch genauer als bisher hinsehen! Nachfragen, sich nicht abspeisen lassen, notfalls wiederum nachfragen! Otto Mähler (SPD) hat es kürzlich vorgemacht, als ihm die von der Verwaltung genannte Summe für die Pflasterung des Staudengartens im Stadtpark zu niedrig erschien. Später hat sich zwar alles halbwegs aufgeklärt; aber weiß man`s im Voraus?

Ich hätte da noch ein Thema für eine Nachfrage bei der Verwaltung: Die aus Betonfertigteilen und Stahlträgern montierte Verkleidung, die in diesen Tagen die alte, einsturzgefährdete Mauer vor dem Jugendzentrum „Gelbe Villa“ an der Eberhardstraße erhalten hat. Diesbezüglich habe ich von der Verwaltung folgende Auskunft erhalten: Die Statik sei aufwändig gewesen, ebenso die Einbetonierung der Stahlpfosten, und man habe auch die alte Mauer sichern müssen, damit die Wurzeln der dahinter stehenden Bäume (höre und staune, die will man erhalten!) nicht durch das Mauerwerk auf die neue Mauern drückten könnten. Das klang alles ganz plausibel. Aber dafür insgesamt 120.000 Euro? Das sind umgerechnet 234 699.60 D-Mark (bei größeren Summen mache ich das immer noch gerne). Hier würde mich eine Einzelabrechnung interessieren, ohne damit gleich irgendjemandem irgendetwas unterstellen zu wollen. Aber das Beispiel der Musik- und Kunstschule hat – wieder einmal - gezeigt: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser! Erst recht, wenn der Bürger für städtische Defizite (begründbar oder nicht) zur Kasse gebeten werden soll.

Vielleicht wäre es doch richtiger, sich am 8. Juli um 15 Uhr auf dem Rathausplatz (vor dem um 16.15 Uhr im Ratssaal beginnenden „Remscheider  Endspiel“) mal sehen zu lassen.

Trackbacks

Waterbölles am : "Wo sind die Fürsprecher für die Kunst- und Musikschule?!

Vorschau anzeigen
Über die Musik- und K8nstschule hat der Waterbölles in den vergangenen Moanaten wiederholt berichtet: 8. Juli: Wieland Gühne (W.i.R.): "Musikschule vor Theater!" 26. Juni: MKS beweist: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser! 25. Juni: &q

Kommentare

Ansicht der Kommentare: Linear | Verschachtelt

Christoph Humpert am :

Was ich jetzt sage gilt sicher nicht generell für die Qualität des Unterrichts in der städtischen Musik- und Kunstschule, aber ich möchte trotzdem meine Erfahrungen weitergeben. Ein sehr guter Freund von mir gibt seit Jahren privat Gitarrenunterricht. Hin und wieder kommen zu ihm auch ehemalige Gitarrenschüler aus der MKS. Dem letzten Schüler, der von der MKS zu ihm kam, hat er u.a. folgende Fragen gestellt: Wieviele Töne gibt es? Schonmal was von Quintenzirkel gehört? Antwort auf beide Fragen: Fehlanzeige! Wie gesagt: Dies ist keine repräsentative Einschätzung der Qualität der MKS, aber es untermauert nicht gerade die Notwendigkeit einer staatlichen MKS. Übrigens: In den Sommerferien fällt bei dem Freund von mir der Unterricht nicht aus. Höchstens der Schüler möchte in der Zeit keinen Unterricht. Dann muss er aber auch nicht bezahlen... Urlaubgeld und Unterricht-Vorbereitungsgeld bekommt der Freund von mir glaub ich auch nicht (:-) Also: Entweder die MKS auflösen oder mit dem Kehrbesen aufräumen, aber das bitte schnell!

Thomas Brützel am :

Wenn die Nicht-Kenntnis des Quintenzirkels zur Schulschließung führen sollte, müsste in der Konsequenz zunächst der Musikunterricht an öffentlichen Schulen beendet werden, da diese Kenntnisse eigentlich dort vermittelt werden sollten... Habe ich die Logik richtig verstanden?

Ute Lennartz-Lembeck am :

Aufgrund der momentan sehr negativen Presse möchte ich an dieser Stelle meine persönliche Meinung darstellen. Ich arbeite selbst für drei Stunden wöchentlich als Honorarkraft in der Kunstschule, kann natürlich nichts zu evtl. „Trickserien“ sagen. Schade finde ich nur, dass damit eine öffentliche Meinung gebildet wird, die alles über einen Kamm schert’. Ich denke, dass genauer hingesehen werden muss, auch bei denjenigen, die sich seit jeher idealistisch über Gebühr anstrengen, ohne entsprechende Vergütung, Unterstützung oder offizielle politische Achtung. Da wird über ein Kultur- und Bildungsinstitut ‚gerichtet’, ohne genau über die Verhältnisse Bescheid zu wissen. Das halte ich nicht für fair. Es gibt immer zwei Seiten, und diese sollten, meiner Meinung nach, grundsätzlich beleuchtet werden, bevor man sich eine wirkliche Meinung bilden kann. Ein schnelles Urteil ist leicht gefällt und macht manchmal viel kaputt. Ich habe übrigens, trotz meiner nur sehr geringen offiziellen Unterrichtszeit (nur dafür bekomme ich eine finanzielle Entlohnung), keine Ferien, weil ich immer ansprechbar bin, weil ich meine Arbeit gerne mache und deren Wichtigkeit durchaus ernst nehme. Es geht nicht nur um Technik (wie z.B. der musikalische Quintenzirkel), sondern um Bildung, die bekanntlich Selbstbildung ist. Dazu gehört auch Achtung und Mitgefühl. Was hat man davon, wenn auch alles Gute in ‚einem Rutsch’ zerschlagen wird? Momentan wird Misstrauen gegenüber der MKS geschürt. Vertrauen in die Institution erscheint als finanziell nicht mehr tragbares Risiko. Hier geht es aber sicher um eine zunächst unüberschaubare Komplexität, eine nötige Auswertung der Informationen. Kontrolle sollte objektiv Ungewissheiten aufheben. Und nicht das Schüren negativer Stimmung, davon haben wir doch rundherum schon genug.

Lothar Kaiser am :

Öffentliche Meinung bildet sich durch viele Faktoren. Der Waterbölles ist gerade mal ein Faktor. „Alles über einen Kamm scheren“ ist sicherlich nicht sein Ding. Dass sich in diesem Fall Honorarkräfte zu Unrecht kritisiert fühlen, liegt in der Natur der Sache. Genauer hinsehen müssen die „Kontrolleure“ in der Stadtverwaltung, die dies bisher versäumt haben. So lange deren Abschlussbericht (Rechnungsprüfer) nicht vorliegt, sitzt hier niemand über die MKS zu Gericht. Bis dahin geht es nicht um Fairness, sondern um Fakten. Und die sind in der Verwaltungsvorlage klar beschrieben. Auf diese Fakten stützt sich der Kommentar. Insofern schürt er keineswegs Misstrauen oder eine negative Stimmung. Hier geht es nicht um Befindlichkeiten, sondern - um beim Beispiel der „großzügige Urlaubsregelung“ zu bleiben - um eine knappe Planstelle (34 Wochenstunden), die hätte ausgefüllt werden können. Achtung und Mitgefühl – für wen? Und noch ein Nachsatz zur "negativen Presse". Es waren doch keine Journalisten, die sich über Vorschriften hinweggesetzt und sich selbst bedient haben, sondern Musiklehrer/innen - sehr ich das richtig? Selbstmitleid hilft hier nicht weiter!

Ute Lennartz-Lembeck am :

Zur Fairness gehören Fakten auf beiden Seiten. Die der Inalte der Lehrtätigkeiten, des persönlichen Engagements, des intensiven persönlichen Einsatzes sind schwer in diese Waagschale einfügbar. Es sind „weiche Faktoren“, nicht bzw. nicht objektiv quantifizierbare Größen, die dennoch Einfluss auf den Erfolg eines Unternehmens haben. Eine öffentliche Meinung bezeichnet die in einer Gesellschaft vorherrschenden Urteile zu Sachverhalten, dazu gehören auch Teilöffentlichkeiten, Untergruppierungen. Die öffentliche Meinung zu einer konkreten Problematik wird nicht immer in derselben Weise wahrgenommen., möglich durch die Nutzung unterschiedlicher Medien. Auch spielen unterschiedliche emotionale Bindungen und Einstellungen eine Rolle. Wenn nun z.B. „Künstler außer Kotrolle“ die Überschrift ist... Ich glaube nicht, dass damit eine objektive Wahrnehmung unterstützt wird. Diese transparenter zu machen ist mein Anliegen. Ich möchte weder Journalisten, noch Politiker angreifen, wünsche mir vielmehr Besuche des Unterrichts, Unterstützung des Fördervereins, Gespräche mit den Lehrern usw. Was nun konkret falsch gelaufen ist, dazu kann ich mir kein Urteil bilden, das ist Sache eines Gutachters. Da prüft also ein Gutachter die städtischen ‚Kontrolleure’... Ich bin lediglich von den Inhalten der kulturellen Bildung überzeugt und betrachte es persönlich als großen Gewinn, diese weiter geben zu dürfen.

Lothar Kaiser am :

Alles ehrenwert, aber nun lassen wir mal die Mitarbeiter des Rechnungsprüfungsamtes ihre Arbeit machen.

Fritz Beinersdorf, Fraktionsvorsitzender der LINKEN am :

DIE LINKE. Remscheid steht für den weiteren Erhalt der MKS. Eine Schließung oder Privatisierung wird unkalkulierbare Folgen haben und ist mit uns nicht zu machen. Dass die „Enthüllung“ von irregulären Abrechnungen zum jetzigen Zeitpunkt erfolgt, lässt vermuten, dass eine gewisse „Steuerung“ durch Privatisierungsbefürworter vorliegt. Dass „kreative“ Abrechnungen möglich waren, und dies über einen Jahre währenden Zeitraum, beweist aufs Neue die Führungsschwäche der Verwaltungsspitze und das Fehlen eines wirksamen Controllings. Die politische Verantwortung liegt eindeutig bei der Oberbürgermeisterin und dem zuständigen Dezernenten. Dass nun die Vorgänge durch das Rechnungsprüfungsamt überprüft werden sollen, veranlasst mich zu der Frage: Wie hat das Rechnungsprüfungsamt in den letzten Jahren die Rechnungslegung der MKS überprüft? Wird hier evtl. der Bock zum Gärtner gemacht? Eine Gesamtüberprüfung der Vorgänge sollte durch eine übergeordnete Institution erfolgen.

Rapahel Hallstein am :

Ach liebe Linke, wenn Sie zur Sicherstellung der finanzwirtschaftlichen Leistungsfähigkeit nur genauso viel Fantasie entwickeln würden, wie beim Stricken von Verschwörungstheorien........ Aber da kommen nur Lösungsvorschläge, wie sie 40 Jahre 'erfolgreich' in der Ostzone angewendet worden sind.

Kommentar schreiben

Die angegebene E-Mail-Adresse wird nicht dargestellt, sondern nur für eventuelle Benachrichtigungen verwendet.

Um maschinelle und automatische Übertragung von Spamkommentaren zu verhindern, bitte die Zeichenfolge im dargestellten Bild in der Eingabemaske eintragen. Nur wenn die Zeichenfolge richtig eingegeben wurde, kann der Kommentar angenommen werden. Bitte beachten Sie, dass Ihr Browser Cookies unterstützen muss, um dieses Verfahren anzuwenden.
CAPTCHA

Standard-Text Smilies wie :-) und ;-) werden zu Bildern konvertiert.
Formular-Optionen

Die einzelnen Beiträge im "Waterbölles" geben allein die Meinung des Autors / der Autorin wieder. Enthalten eingeschickte Texte verleumderische, diskriminierende oder rassistische Äußerungen oder Werbung oder verstoßen sie gegen das Urheberrecht oder gegen andere rechtliche Bestimmungen oder sind sie nicht namentlich gekennzeichnet nebst E-Mail-Adresse, werden sie nicht veröffentlicht. Das gilt auch für substanzlose Bemerkungen ("Find ich gut/schlecht/blöd...etc."). Aus den oben genannten juristischen Gründen sowie bei längeren Texten sind auch Kürzungen nicht ausgeschlossen.

Kommentare werden erst nach redaktioneller Prüfung freigeschaltet!