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"Aus" für START soll erst im September an die Öffentlichkeit

Waterbölles-Kommentar

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START steht in Remscheid überraschend vor dem Aus“, titelte der Waterbölles am 28. Mai. Der Aufsichtsrat der START-Stiftung mit Sitz in Frankfurt hatte beschlossen, die Auswahlgespräche und Betreuung der START-Stipendiaten im bergischen Städtedreieck in Wuppertal zu zentralisieren. Diese Entscheidung von START werde dazu führen, dass sich die Remscheider Sponsoren aus dem Projekt völlig zurückziehen und sich nach anderen förderungswürdigen Projekten vor Ort umsehen, hieß es im damaligen Bericht. Inzwischen – nach einer Besprechung der Sponsoren im Amtszimmer des städtischen Beigeordneten Dr. Christian Henkelmann am 22. Juni - steht fest: Der Förderkreis beendet das START-Projekt in Remscheid! Das soll den 16 Remscheider Stipendiaten ((so sie denn den Waterbölles im Mai nicht gelesen haben) und den Vertretern der Lokalpresse zeitgleich mitgeteilt werden. Wann? Am 7. September, also mehr als drei Monate nach dem „Aus“-Bericht des Waterbölles. Warum? Weil im Juli und August mehrere Sponsoren, die Die vier neuen Remscheider START-Stipendiatinnen des Jahres 2008, von links Gizem Döngelci, Dzenana Bajramovic, Nermin Kolbasi und Aylin Ünal. Archivfoto: Lothar Kaiseran dem Pressetermin gerne teilnehmen möchten, aus Urlaubs- und anderen Gründen verhindert seien, so W. Jürgen Ackermann von der Lux Stiftung. An eine Einladung der elektronischen Medien zu dem Termin sei nicht gedacht. Man wolle das Projekt „lokal beerdigen " und nicht mit dem Fernsehen „ein großes Rad drehen“. Denn die Entscheidung des Förderkreises stehe fest, und die Leitung des START Projektes in Frankfurt würde sich sicher auch durch einen Fernsehspot nicht mehr umstimmen lassen: „Warum also dann noch das Fernsehen einschalten?“

Die Stiftung zur Jugendpflege in Remscheid, die hinter dem Waterbölles steht, hatte den Besprechungstermin nicht einhalten können. Sie war also über den vereinbarten Termin im September nicht unterrichtet, hätte aber auch selbst dann keine Veranlassung gesehen, den Waterbölles-Bericht vom 28. Mai gegenüber dem WDR-Reporter Timo Spiker geheim zu halten. Der interessierte sich die Geschichte und begann vergangene Woche zu recherchieren, weil er (zu Recht) nicht einsah, warum er bis Anfang September warten sollte. Doch weder Jürgen W. Ackermann noch Dr. Christian Henkelmann waren zu einem Interview vor der Kamera bereit. Es sei nun einmal der 7. September verabredet worden. (Merke: Da bei der Stadt Remscheid eine festangestellte Mitarbeiterin bislang einen Teil ihrer Arbeitszeit der START-Stiftung und den Stipendiaten widmete und künftig nicht mehr, muss es verwundern, dass sich ein Beigeordneter an ein „Schweigegelöbnis“ eines externen Förderkreises gebunden fühlt; er ist schließlich in erster Linie der Öffentlichkeit insgesamt verpflichtet.)

Ein gestandener Journalist wundert sich aber auch aus anderem Grund: Wie kann man der Öffentlichkeit eine Nachricht, durchaus einzuordnen als „lokaler Aufreger“, erst mit monatelangem Zeitverzug als aktuell verkaufen? (Der Frage, warum die lokalen Printmedien das Thema nicht längst aufgegriffen haben, da es ihnen durch den Waterbölles ja bekannt ist, will ich hier nicht weiter verfolgen…) Also drehte der Waterbölles per E-Mail ein wenig am Rad. Und siehe da: „Die schnelle Publizität soll mir recht sein. Das Thema ist aktuell, also sollten wir unsere Planung umstellen“, reagierte Markus von Dreusche, Geschäftsführer des Arbeitgeberverbandes Remscheid. Und Sponsor Harald Lux schloss sich ihm an, mit der kleinen Einschränkung Aber die Lokalpresse zuerst.“ Was wohl heißen soll: Erst berichten die Lokalzeitungen, und dann der WDR.

Wie der WDR das wohl sieht? Er hat schließlich einen Informationsanspruch – wie jedes andere journalistische Medium auch. Womit wir wieder bei meinem „Lieblingsthema“ wären, der Öffentlichkeitsarbeit der Stadt Remscheid, ausdrücklich bezogen auf die Verwaltungsspitze  und nicht auf das Pressereferat. Aber wie heißt es so schön: Nicht ärgern, nur wundern!

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Chronist am :

Die "Lothar und Ulrike Kaiser-Stiftung" hat die 10.000 Euro, die in diesem Jahr an START (für Remscheider Stipendiaten) bereits überwiesen worden waren, zurückgefordert und auch erhalten. Das Geld kommt nunmehr der Kompetenzagentur Kompazz (Stadt Remscheid) zugute.

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