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Westgrund AG will ihren Wohnungsbestand verdreifachen

Von links nach rechts: Westgrund-Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Klaus Großmann und Alleinvorstand Arndt Krienen. Archivfoto: Lothar Kaiser

Wer im Mai dieses Jahres Aktien der Westgrund AG mit Sitz in Remscheid, Albert-Schmidt-Allee 58, gekauft hatte, kann sich heute über eine Wertsteigerung von mehr als 30 Prozent freuen. Denn der Kurs klettere in dieser Zeit von 1,08 auf 1,55 Euro. Doch des einen Freud ist des anderen Leid: Wer vor zweieinhalb Jahren in die Aktie einstieg – damals kostete sie noch fünf Euro – beklagt einen Verlust von fast 70 Prozent. Kritik an Vorstand und Aufsichtsrat der AG wurde in der knapp einstündigen Hauptversammlung des Konzerns dennoch nicht geäußert, zu der sich heute um 9 Uhr  unter notarieller Aufsicht von Dr. Markus Zahn 18 Aktionäre in der „Klosterkirche“ in Lennep einfanden – sie vertraten 38,16 Prozent des Gesamtkapitals der AG von 9.432.500 Euro. Es gab weder Ergänzungs- noch Änderungsanträge zur Tagesordnung; alle Beschlüsse wurden in Sinne von Vorstand und Aufsichtsrat einstimmig gefasst.

Während der „Generaldebatte“ (Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Klaus Großmann) – die dauerte von 9:42 bis 9.51 Uhr und bestand aus zwei Fragen von Aktionären – sagte Arnd Krienen zu einer möglichen Dividendenzahlung: „Sicherlich nicht im nächsten Jahr, aber irgendwann… Es ist eine Trendwende am Immobilienmarkt spürbar, sowohl beim Erwerb wie beim Verkauf. Durch den weiteren Abbau von Leerständen in unserem Immobilienbestand und den geplanten Zukauf von 3.200 Wohnungen werden wir den Umsatz steigern!“

Durch diesen Ankauf wird sich der Wohnungsbestand der Westgrund AG verdreifachen. Ob dann endlich auch institutionelle Anleger auf die kleine AG aus Remscheid aufmerksam werden? Derzeit lassen sie das lediglich von elf festangestellten Mitarbeitern gemanagte Unternehmen links liegen – daher auch der niedrige Aktienkurs. „Unbefriedigend“, nannte Krienen die gegenwärtigen 1,55 Euro pro Aktie. „Der Kurs müsste bei 3,30 Euro liegen!“ Auf einer ihrer Internetseiten gibt die AG einen Bericht der Aktienanalysten der SES Research GmbH (ein Unternehmen der Warburg Gruppe) wieder; er enthält mit Datum 6.4.2010 eine Kaufempfehlung mit dem Kursziel 2,70 Euro. Positiv wird von den Analysten offenbar auch bewertet, dass die Westgrund AG ihren Jahresfehlbetrag in der Gewinn- und Verlustrechnung von knapp 2,7 Millionen in 2008 auf knapp 1,7 Millionen Euro in 2009 senken konnte (Krienen: “Ein spürbar besseres Finanzergebnis!“).  

Zitat aus dem schriftlichen Proqnosebericht der Westgrund AG: „Der auf ausländischen Immobilienmärkten zu beobachtende massive Preisverfall hat in Deutsch­land so nicht stattgefunden. Der deutsche Immobilienmarkt hat sich bis heute er­staunlich krisenresistent gezeigt, was insbesondere für die deutschen Wohnimmobilienmärkte zutrifft. (…) Insofern sieht sich die Westgrund AG mit ihrer Fokussierung auf den deutschen Wohnimmobilienmarkt gut positioniert. (…) Zentraler Bestandteil der Strategie der Westgrund-Unternehmensgruppe bei Wohnimmobilienankäufen ist weiterhin der Erwerb von kleinen bis mittelgroßen Wohnungsportfolien (bis zu 400 Wohneinheiten) und deren Zusammenfassung zu attraktiven Portfolien, welche im eigenen Bestand gehalten oder auch mit attraktiven Margen weiter veräußert werden.“ Die geplanten Wohnungskäufe will die AG durch die Aufgabe einer Wandelanleihe und neuer Aktien finanzieren.

Zu den ausführlichen Berichten der Gesellschaft sei auf deren Internetseite verwiesen (Jahresabschluss der AG zum 31. Dezember 2009 und Lagebericht, Jahresabschluss des Konzerns zum 31. Dezember 2009 und Konzernlagebericht).

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Waterbölles am : Westgrund kauft in Berlin Wohnungen und plant Umzug

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Chronist am :

Die Westgrund AG hat – erstmals in der Geschichte des Unternehmens - eine Jahresprognose für das Geschäftsjahr 2010 sowie für 2011 bekannt. Danach rechnet sie für das Jahr 2010 wird mit einem Konzernnettogewinn von zwei Millionen Euro und für 2011 mit einer Verdoppelung des Nettogewinns auf vier Millionen. Die Gesellschaft profitiere von der positiven Entwicklung des bewirtschafteten Immobilienbestandes und einem verbesserten Vermietungsergebnis, heißt es in einer Pressemitteilung. In den nächsten Monaten wolle man den Expansionskurs beschleunigen und den Bestand von derzeit 1.800 Wohneinheiten deutlich weiter ausbauen. Gegenwärtig liegt der Aktienkurs bei 2,15 Euro. Von einem Monat lag er noch bei unter 1,70 Euro.

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