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Ein Carport, wo einst Pickardts alte Ölmühle stand

Die Ölmühle 1907. Sammlung: Erich KahlDie Ölmühle lag etwa 80 Meter oberhalb des Hammers am Esel. Der Erbauer war wie bei der Hägener Mühle der Peter auf dem Hohenhagen am 18. März 1579. Seine Steuern („Erkenntnis“) zahlte er bis 1893 an die Außenbürgerschaft Lennep, denn bis dahin war der Bereich mit Hohenhagen und Neuenkamp den Lennepern zugeordnet. Um 1750 hatte die Mühle ausgedient und wurde in einen Schleifkotten mit Wohngeschoss umgewandelt.

Die Ölmühle an der Haddenbacher Straße (links im Hintergrund) um 1930. Noch um 1900 soll im Mühlenteich gebadet worden sein, und eine  Freiluftkegelbahn habe „für reichlich Amüsement" gesorgt. Im Wohngebäude der Mühle hatte später die Remscheider Tierschutzjugend ihre Bleibe, bevor sie 1990 ins neue Tierheim Lennep umzog.1828 war der Schleifkotten zu Ohligsmühle im Besitz des Johann Peter Pickardt und danach des Jakob Peter Pickardt. Das Inventar bestand aus einem oberschlächtigen Wasserrad, zwei Schleifsteinen und einer Polierscheibe. Das Wasserrad hatte 15 Fuß Gefälle. Im Kotten wurde, wenn genügend Wasser vorhanden war, mit einem Gehilfen gegen Stücklohn gearbeitet. 1853 steht in der Regierungsliste des Kreises Lennep die Eintragung: "Oligsmühle am Mückenbach von C. Pickardt, keine Konzession, über 100 Jahre alt". 1854 findet sich die gleiche Eintragung mit dem Zusatz "betrieben mit Wasser und Dampf".

ZDie Ölmühle, wie sie sich heute präsentiert. Foto: Lothar Kaiserur Jahrhundertwende wurde in dem Kottenteich sehr viel gebadet. Am Wohnhaus befand sich eine Freiluftkegelbahn, und das Wohnhaus wurde mit einer Schankwirtschaft betrieben. Um 1900 wurde der Kotten stillgelegt; nachweislich 1911 war er nicht mehr in Betrieb. Um diese Zeit war der Teich allerdings auch schon zugeschüttet. 1926 war der Schleifkotten mit Wohnung restlos verschwunden, aber die Örtlichkeit nannte sich noch Pickardtskotten.

Bis in die Kriegsjahre stand nur noch das angrenzende Wohnhaus mit kleiner Landwirtschaft; 1943 wurde es zerbombt. Die Reste des Gebäudes machte sich nach dem Krieg die Tierschutzjugend zunutze, indem sie es wieder für ein paar Jahre bewohnbar machte. Heute ist dort ein schmuckes Mehrfamilienhaus zu sehen, welches etwa 1995 gebaut wurde, nachdem das alte Gebäude nicht mehr genutzt und verfallen war. Der Carport steht genau an der Stelle, wo sich die ursprüngliche Mühle befand. (Aus: Hämmer- und Kottenforschung in Remscheid. Herausgegeben von Günther Schmidt Band 4 - Leyerbach, Diepmannsbach, Mückenbach)

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