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"Richtwege": In möglichst gerader Linie über Berg und Tal

Auf einer alten Karte des Landmessers J.W. vom Stein ist zu sehen, dass die alten Straßen in Remscheid eigentlich Richtwege waren und in möglichst gerader Richtung ihrem Ziel entgegen gingen. Sie hielten sich, wenn es eben ging, auf den Höhen und suchten, falls die Überschreitung eines Wasserlaufes nicht zu vermeiden war, auf kürzestem Wege wieder die Höhe zu erreichen. Dabei musste man natürlich starke Steigungen in Kauf nehmen. Man arbeitete sich aber lieber in engen, steilen Hohlwegen unter Zuhilfenahme von Vorgespann bergan, als dass man sich in den Niederungen bewegte. Der Grund ist darin zu suchen, dass beim Fehlen jeglicher Befestigung die Talwege bei Regenwetter vollständig durchweicht und unpassierbar wurden, während die Straßen auf den Höhen infolge ihres festeren Untergrundes noch eben befahrbar waren.

So ging der Fuhrverkehr vom Remscheider Dorfe nach Lennep nicht im Zuge der heutigen Bismarckstraße und Neuenkamperstraße, sondern durch die Kirchhofstraße und Dorfmühlenstraße ins Mückenbachtal (Haddenbacher Str.), dann auf dem Damm des ehemaligen Wasserteiches unterhalb der Fabrik von Schenk & Liebe-Harkot den Bach überschreitend wieder bergan und im Zuge der heutigen Ulmen- und Eichenstraße durch das Gelände des Wohnungsbau- und Sparvereins und der Remscheider Dampfziegelei Schäfer & Co. über Neuenhaus und Wüstenhagen nach Lennep. Auf diese Weise umging man das Quellgebiet des Mückenbaches mit seinen Sümpfen und Wasserläufen, und man hatte auch bei Regenwetter eine leidlich feste Fahrbahn. Die Dorfmühlenstraße ist in der Karte als "Fahr- und Leichenweg" bezeichnet; sie war aber gleichzeitig der Mühlenweg, auf dem die früher auch im Remscheider Dorf und in seiner Nachbarschaft vertretenen Bauern ihr Getreide der Dorfmühle zuführten.  (Aus: Hämmer- und Kottenforschung in Remscheid. Herausgegeben von Günther Schmidt Band 4 - Leyerbach, Diepmannsbach, Mückenbach)

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