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Das 20-ste Jahrhundert hat dieser Hammer nicht erlebt

Ölgemälde von dem alten Hammer an der Ronsdorfer Straße bei 'Fort Blücher'. Repro: HIZ Remscheid.

Jeder kennt an der Ronsdorfer Straße in einer scharfen Kehre, wo rechts die Erdelenstraße zum Steinberg abzweigt, die Gaststätte „Fort Blücher“. Links davon am Parkplatz befand sich der Auffangteich eines kleinen Siefens, der aus Richtung "Schöne Aussicht" kommt. Bereits mitten im Wald, oberhalb der Gastwirtschaft, lässt sich auch heute noch ein kleiner Teich erahnen, der als Wasserreservoir für den Hammer diente, der einst dort stand. Fotos von ihm existieren nicht, geschweige denn historische geschriebene Unterlagen. 1871 jedoch gelang dem Maler H. Asinger ein sehr schönes Bild von diesem Hammer, das dessen Existenz belegt. Das Ölgemälde befindet sich in der Remscheider Kunstsammlung Elberfelderstraße.

Das Katasteramt Remscheid verfügt in seinen Handrissen des Jahres 1826 über einen Plan, der die Teiche oberhalb der Ronsdorfer Straße genau belegt. Ein Hammer oder Kotten ist jedoch nicht eingezeichnet. Somit gehe ich davon aus, dass der Hammer erst nach 1826 gebaut wurde. Da das Gemälde erst 1871 gefertigt wurde, wird er sicherlich in dieser Zeit noch dort gestanden haben. Der kleine Siefen gab aber nicht viel Wasser her, so dass eine dauerhafte Beschäftigung wohl kaum möglich war. Im Zuge der allgemeinen Umrüstung auf Dampfmaschinen bergischen Hämmern und Kotten ab 1850 ist aber keine Umrüstung dieses Hammers oder Kottens belegt, so dass der Hammer das 20-ste Jahrhundert nicht erlebt haben dürfte. Erfreuen wir uns aber noch an dem schönen Bild.  (Aus: Hämmer- und Kottenforschung in Remscheid. Herausgegeben von Günther Schmidt Band 4 - Leyerbach, Diepmannsbach, Mückenbach)

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